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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

Eingänge von meteorologischen Journalen ete., Februar 1884. 
den zu Anfang derselben wehenden SW-Wind folgten zwar bald nordwestliche 
und südöstliche Winde, doch waren diese nur von kurzer Dauer, vorherrschend 
blieben zunächst. Westwinde, Nachdem man jedoch am 5, Januar 1884 in Sicht 
der Azoren gelangt war, nahm der Wind die östliche Richtung an, um dieselbe 
für lange Zeit ungestört beizubehalten. Man mufste in der That bei Ostwind 
den gauzen noch vorliegenden Reiseabschuitt zurücklegen und konnte nur aus 
dem Grunde, weil die Windrichtung meistens eine südöstliche war, noch in 
einigermafsen befriedigender Weise vorrücken. Am 19. Januar, dem 64. nach 
dem Reiseanfang verflossenen Tage, gelavgte „Kuterpe“ zur Mündung des 
Kanals. Während der Fahrt über den Ocean war von der Bark: 70° W-Lg 
in 33,8° N-Br am 20. Dezember, 60° W-Lg in 34,8° N-Br am 723. Dezember, 
50° W-Lg in 35,6° N-Br am 27. Dezember und 30° W-Lg in 37,4° N-Br am 
4, Januar gekreuzt worden. 
Il. Reise der Bremer Bark „Olbers“, Kapt. B. Blendermann. 
Am 14. November 1883, zwei Wochen später als von der Elbe aus eine 
Reise nach New- York angetreten worden war, befand sich die Bark „Olbers“* 
in der Nähe von Lizard. Dieselbe versuchte von dort aus bei den in nächster 
Zeit angetroffenen fast stets aus westlicher Richtung wehenden Winden nach 
Westen hin vorzurücken. Als sie sich am 25, November in der Nähe von 
15° N-Br und 18° W-Lg befand, wurde dort ein ungewöhnlich heftiger, von 
einem niedrigsten Barometerstande von 744,8 mm begleiteter Weststurm über- 
standen. Während desselben brach eine schwere Sturzsee an Bord, die auf 
Deck manche Zerstörungen anrichtete. Mit diesem Sturme trat eine Veränderung 
in der bis dahin vorherrschenden Windrichtung ein. Der nun oft wechselnde 
Wind wehte an mehreren Tagen auch aus östlicher Richtung und gewährte dem 
Schiffe eine günstigere Gelegenheit, um nach Westen hin Fortschritt zu machen, 
Durch Stürme wurde die Reise nicht weiter beunruhigt, und am 20. November 
gelang es, den Hafen von New- York zu erreichen. Es waren dann 36 Tage 
vergangen, seit man den Kanal verlassen hatte. Während dieser Zeit war: 
30° W-Lg in 43,8° N-Br am 30. November, 50° W-Lg in 43,5° N-Br am 
8. Dezember, 60° W-Lg in 43° N-Br am 11. Dezember und 70° W-Lg in 
38,2° N-Br am 18. Dezember gekreuzt worden. 
Am 16. Januar 1884 verließs „Olbers“ New- York wieder, um nach Bremen 
zu segeln. Westlicher Wind, bei dem diese Reise angetreten wurde, blieb auch 
im weiteren Verlaufe derselben vorherrschend, doch wurden auch an einigen 
Tagen östliche Winde beobachtet. Durch Stürme wurde die Fahrt nicht 
erschwert, und es verlief dieselbe, ohne dafs sich irgend Aufsergewöhnliches 
während derselben ereignete. Man kreuzte: 70° W-Lg in 38,8° N-Br am 
17. Januar, 60° W-Lg in 38° N-Br am 21. Januar, 50° W-Lg in 40,3° N-Br 
am 26. Januar und 30° W-Lg in 43,6° N-Br am 31. Januar. Am 11. Februar, 
dem 26. Tage der Reise, befand sich „Olbers“ in der Nähe von Lizard. 
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13. Reise des Belgischen Dreimastschoners „General Brialmont“, Kapt. A.Ziemann. 
Am 29. März 1883 verlielfs der nach Valparaiso bestimmte „General 
Brialmont“ die Mündung der Garonne, Derselbe segelte bei den auf See 
angetroffenen leichten, meist östlichen Winden nach Westen und gelangte bis 
zum 3, April nach 44° N-Br in 12,5° W-Lg. In der Nähe dieses Punktes 
stellte sich Stille ein, aus der sich, nachdem sie einige Tage lang gedauert 
hatte, ein nordöstlicher Wind entwickelte. Und aus diesem Winde entstand 
später der Passat, ohne dafs irgend eine Störung vorher beobachtet wurde. 
Der zwischen 28° und 24° N Br am frischesten wehende Passat begleitete das 
Schiff bis nach 4° N-Br in 24° W-Lg. Nachdem derselbe in der Nähe dieses 
Punktes am 24. April geendet hatte, wurden vier Tage im Stillengürtel zu- 
gebracht und nach denselben der unweit 1,5° N-Br in 23° W-Lg einsetzende 
SE-Passat wieder angetroffen, bei dem am 28. April in 23° W-Lg die nörd- 
liche Halbkugel verlassen wurde. Es waren dann 30 Tage nach der Abreise 
von der Garonne vergangen. Während dieser Zeit hatte man: 40° N-Br in 
16,5° W-Lg am 7. April, 30° N-Br in 22,5° W-Lg am 12. April, 20° N-Br in 
26,1° W-Lg am 16. April und 10° N-Br in 24,7° W-Lg am 20. April über- 
Schritten, Ebenfalls am 28. April ging in 24,4° W-Lgy das eiserne Bremer,
	        
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