346 Eingänge von meteorologischen Journalen etc,, Februar 1884.
züdlichen Kurs, Am 3. November, dem Tage, an welchem Mittags „Euterpe’s“
Standpunkt in 37,8° N-Br und 164° W-Lg, derjenige von „Melpomene“ in
37,3° N-Br und 14,2° W-Lg war, drehte bei beiden Schiffen gleichzeitig der
Wind von NNW durch N nach NNE und wurde Passat, ohne da[s später
irgend eine Störung angetroffen wurde. Die äquatoriale Passatgrenze erreichte
„‚Euterpe“ in 7,1° N-Br und 25,1° W-Lg am 19, November, während „Melpomene“
dieselbe in 5,8° N-Br und 244° W-Lg am 18. November angetroffen hatte.
Die Bark fand anscheinend am 22. November in 5,6° N-Br und 24,7° W-Lg
den SE-Passat wieder, bei welchem sie bis zum 27. November zu der in 50,2°
W-Lg überschrittenen Linie segelte; während „Melpomene“ von dem sich bei
ihr am 19. November in etwa 5,1° N-Br und 248° W-Lg einstellenden SE-
Passat bis zum 22. November zum Aequator in 28,5° W-Lg geführt wurde.
„Euterpe“ hatte die zwischen 50° N-Br und Aequator liegende Strecke in
32 Tagen vollendet und auf derselben: 40° N-Br in 15,7° W-Lg am 2. No-
vember, 30° N-Br in 20,7° W.Lg am 7, November, 20° N-Br in 25,1° W-Lg
am 12. November und 10° N-Br in 25,8° W-Lg am 18. November gekreuzt.
Die von Hamburg nach Hongkong bestimmte Hamburger Bark „Adolph“, welche
len Kanal am 27. Oktober verlassen hatte, erreichte südliche Breite in 28,5°
W-Lg schon am 18. November. Am Mittage des 3. November hatte „Adolph“
sich in 38,1° N-Br und 14° W-Lg befunden. Am 6. November segelte
„Euterpe“ in 31,9° N-Br und 195° W-Lg in Sicht vom „Adolph“, während
damals gleichzeitig „Melpomene“ in 31,4° N-Br und 18,9° W-Lg stand. Nach
dieser Zeit gewann der wahrscheinlich schneller segelnde, sich etwas westlicher
als die Mitsegler haltende „Adolph“ allmählich einen Vorsprung.
{m Südatlantischen Ocean wurde „Kuterpe“ bis nach 19,8° S-Br in
28,2° W-Lg vom SE-Passate begleitet. In geringer Entfernung von diesem
Punkte veränderte sich der kräftige Wind am 5. Dezember nach NE und bald
darauf durch N nach W. Später vollendete der Wind eine unregelmäfsig ver-
laufende Drehung nach links, in welcher er sich jedoch nur für kurze Zeit im
östlichen Halbkreise hielt. Derselbe Vorgang wiederholte sich noch einmal, und
konnte man unter diesen Verhältnissen in ziemlich rascher Weise vorrücken.
Am 22. Dezember, dem 25. bis dahin in südlicher Breite verbrachten Tage,
arreichte „Kuterpe“ in 38,8° S-Br den ersten Meridian. Auf dem Wege zu
jemselben war: 10° S-Br in 32,4° W-Lg am 1. Dezember, 20° S-Br in 28° W-Lg
am 5. Dezember und 30° S-Br in 20,8° W-Lg am 12. Dezember gekreuzt worden.
Der Mitsegler „Melpomene“ hatte östliche Länge in 44,6° S-Br am 19. Dezember
erreicht, und „Adolph“ war zum ersten Meridian in 39,7° S-Br am 10. Dezember
gelangt. Während der Zeit, in welcher „Kuterpe“ einen Ostkurs steuerte,
hielt sie sich am längsten zwischen den Parallelen von 41° und 42° S-Br.
Die dort herrschenden Winde waren vorherrschend westliche, doch beobachtete
man auch zu wiederholten Malen östliche Winde. Durch nennenswerthe Stürme
wurde die Fahrt nicht erschwert. Am 19. Januar 1883, 28 Tage später als
westliche Länge verlassen worden war, überschritt „Zuterpe“ in 38,7° S-Br
den Meridian von 80° Ost. „Melpomene“ hatte dieselbe Länge in 38,2° S-Br am
8. Januar gekreuzt, und vom „Adolph“ war es in 40° S-Br am 30. Dezember
geschehen. Auf dem Wege zum Passat fand „Euterpe“ westliche und östliche
Winde, die an mehreren Tagen nur eino sehr geringe Stärke besafsen. Als
man bei denselben bis zum 26, Januar nach 32,3° S-Br in 85,3° O-Lg gesegelt
war, veränderte sich dort der schwache Wind von SSW durch S nach SSE
and wurde Passat. Derselbe wehte nördlich von 30° N-Br recht kräftig, wurde
schwächer, nachdem .15,5° S-Br überschritten worden war, und endete, als die
Bark sich am 3, Februar unweit von 13,3° N-Br in 86° W-Lg befand. Kin
Gürtel leichter östlicher Winde und Stille begrenzte das Passatgebiet an seiner
Nordseite. Um denselben zu überschreiten, waren für „Kuterpe“ zwei Tago
erforderlich. Nach Verlauf derselben drehte der schwache Wind, in der Nähe
von 11,7° S-Br und 85,9° O-Lg, durch S nach SW, wurde dann kräftiger und
hielt sich für längere Zeit im westlichen Halbkreise. Von diesem, von starker
östlicher Strömung begleiteten Winde wurde „Kuterpe“ bis zum 11. Februar zu
der in 93,7° O-Lg überschrittenen Linie geführt. Auf dem Wege zu derselben
hatte die Bark: 30° S-Br in 85,7° O-Lg am 27, Januar, 20° S-Br in 85,7° O-Lg
am 31. Januar und 10° S-Br in 86,8° O-Lg gekreuzt. Der Mitsegler „Mel-