Höhenverhältnisse der Europa umschliefsenden Meere,
Nach dem österreichischen Nivellement liegt Eger über dom
Adriatischen Meere . . 0.0.0.0... 4 .= -+466,703 ,
Folglich Ostsee über dem Adriatischen Mecre. .... .= + 0499m
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Nach dem Generalbericht pro 1881/82, pag. 113, ergeben sich aufserdem
für die Höhenverhältnisse ‘der Europa. uwmschliefsenden Mecre die folgenden
Größen:
Nach . dem Nivellement von Swinemünde über die Schweiz nach
Marseille liegt die Ostsee über dem Mittelmeer . . .
Es liegt der Nullpunkt des Amsterdamer Pegels über der Ostsce.
Ferner liegt das Mittelwasser der Nordsee am Amsterdamer Pegel
über der Ostsee . .. 0... 0.0.4 ;
Es liegt das Mittelwasser bei Ostende über der Ostsee , . . .
Nach dem Nivellement von Swinemünde über Amsterdam und Ostende
nach dem Mittelmeer liegt die Ostsee über dem Mittelmeer
Nach dem spanischen Nivellement liegt der Occan bei Santander
höher als das Mittelmeer bei Alicanto. . . . +. +
Ostsee und Ocean gehören also bis auf 1mm derselbe Niveaufläche
an. Nach der obigen Zusammeznstellung liegt die Ostsee
über dem Adriatischen Meere, . .. . . - .
+ 0,664 m
ÖL
0,093
oe
+ 0,658 »
+ 0,663
+0,499
Hiermit ist eine Grundlage gewonnen, auf der die Feststellung der
Niveauverhältnisse der Europa umschliefsenden Meere cndgültig herbeigeführt
werden kann.
Längenbestimmung wichtiger Küstenpunkte.
Nach einer Mittheilung des Vorsitzenden der Deutschen Kommission für
die Beobachtung des Venusdurchgangs im Jahre 1882, Herrn Prof, A. Auwers,
jst durch die Arbeiten der in Punta Arenas gewesenen Deutschen Beobachtungs-
station die Position dieses Ortes sehr genau bestimmt worden,
Die Koordinaten sind, bezogen auf den Louchtthurm:
Breite 53° 9‘ 38,6“ Süd
Länge 4» 43‘ 36,26“ West v. Gr.
. Zufällig war die deutsche Sternwarte genau auf demselben Fleck errichtet
worden, wie 15 Jahre vorher die von M. G. Flouriais, welcher — theilweise
im Verein mit dem Ingenieur-Hydrographen M. Germain — auf Veraulassung
des Bureau des Longitudes im Jahre 1867 die Bestimmung einer Anzahl aus-
gewählter Fundamental - Meridiane für unautische Vermessungen von trans-
oceanischen, damals noch nicht durch telegraphische Verbindungen zugäuglichen
Küsten durch Beobachtung von Mond-Kulıninationen begonnen und bis zum
Anfang des Jahres 1870 fortgesetzt hatte. .
Diese Längenbestimmungen sind in den Additions der Connaissance des
Temps für die Jahre 1870 bis 1874 in ausführlicher Weise mitgetheilt und machen
durchweg den Eindruck höchst solider, mit grofsem Geschick ausgeführter,
sorgfältig berechneter und in ihren Resultaten sehr verläfslicher Arbeiten. Als
Prof. Auwers die Länge der deutschen Station. in Punta Arenas beinahe eine
volle Bogenminute gröfer als das in der C. d. T. abgeleitete Resultat fand, sah er
sich veranlafst, die Beobachtungen von Fleuriais völlig neu zu berechnen,
wobei sich der vorher gewonnene Eindruck von der ausgezeichucten Qualität der
Beobachtungen bestätigte, die Pariser Berechnung derselben sich indeß als schr
verbesserungsfähig herausstellte. Das Resultat dieser Untersuchungen hat