Vergleichende Uebersicht ete., Februar 1884.
für einen Tag herrschende Stille folgte westlicher Wind, bei dem man bis zum
4. Januar 1884 zur Mündung des Kanals segelte. Die durch das unter der
Mannschaft stark herrschende Klimafieber aufs äufßserste erschwerte Ausführung
der Reise war in 67 Tagen erfolgt. In nördlicher Breite hatte man 48 Tage
zugebracht, und dort war während dieser Zeit: 10° N-Br in 26,8° W-Lg am
25. November, 20° N-Br in 29,9° W-Lg am 7. Dezember, 30° N-Br in 32,6° W-Le
am 13. Dezember und 40° N-Br in 325° W-Lg am 21. Dezember gekreuzt
worden.
302
Vergleichende Uebersicht der Witterung des Monats Februar 1884
in Nordamerika und Centraleuropa.
(Mittheilung von der Deutschen Seewarte,)
Nach der „Monthly Weather Review“ des „Signal Office“ in Washington
und der von der Deutschen Seewarte herausgegebenen Uebersicht der Witterung
stellen wir im Folgenden die Hauptzüge im Witterungs-Charakter des Monats
Februar 1884 in Nordamerika und Centraleuropa einander gegenüber.
Nordamerika.
1. Die ziemlich erhebliche Anzahl
barometrischer Minima, welche mit
grofser Geschwindigkeit meistens nörd-
lich vom Ontario-See vorbeizogen und
die Atlantische Küste in hohen Breiten
erreichten.
Die barometrischen Maxima er-
schienen meistens zuerst im Nordwesten
und bewegten sich dann nach östlicher
Richtung. Das ausgebreitetste der-
selben zog ungewöhnlich hoch im
Norden vorüber und erreichte die
Atlantische Küste nördlich von New-
England.
Centraleuropa.
1. Die normale Anzahl barometri-
scher Depressionen über Europa, von
denen ein ziemlich grofser Theil von
Skandinavien aus ganz Russland durch-
wanderte; mit Rücksicht auf die Jahres-
zeit ist die Tiefe derselben als unbe-
trächtlich anzuschen.
Die Häufigkeit barometrischer
Maxima, besonders im Süden und
Nordosten des Erdtheils; am höchsten
(auf 783mm) stieg der Luftdruck in
einem Maximum, welches vom 14. bis
18. im Nordosten von Centraleuropa
lagerte.
2. Der zu hohe mittlere Luftdruck
im äufsersten Nordwesten und an den
nördlicher gelegenen Stationen der
oberen Seenregion, dagegen der zu
geringe in dem ganzen übrigen Ge-
biete, aufser New-England, wo der-
selbe normal war. Am geringsten
war das Monatsmittel an der Pacif-
schen Küste von Süd-Californien bis
Süd-Oregon und in dem Gebiete vom
centralen Ohio-Thal und Tennessee
bis zur Atlantischen Küste, Hier be-
trugen die Abweichungen von der
Normalen 2'/2—3 mm.
2. Der hohe mittlere Luftdruck,
indem derselbe über der Osthälfte
Centraleuropa’s um 2—4mm, über der
Westhälfte um 1—2mm den normalen
übertraf; die Geringfügigkeit der
monatlichen Schwankung des Baro-
meters, nur im Nordosten (Provinz
Preufsen) erreichte sie die Normale,
sonst meistens nur %/s—2%/4 derselben.
3. Das Vorwalten der nördlichen
bis westlichen Winde in der oberen
Seenregion, im oberen Mississippi- und
Missouri-Thal, der südlichen in den
Golfstaaten und Tennessee. Variable
Winde herrschten in der unteren Seen-
3. Das Vorwalton der südöstlichen
bis westlichen Winde in der ersten,
der östlichen bis südwestlichen in der
zweiten und dritten Dekade; dio rela-
tive Seltenheit stürmischer Winde, in
der Zeit vom 1. bis 5. und in der-