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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

Eingänge von meteorologischen Journalen etc., Januar 1884. 
Nachdem der „C. R. Bishop“ in San Francisco eine für Antwerpen be- 
stimmte Ladung erhalten hatte, trat die Bark am 21. Juli die Reise nach diesem 
letzteren Platze an. Auf See konnte sie bei dort herrschendem leichtem un- 
beständigem Zuge anfänglich nur in langsamer Weise nach Süden hin fort- 
schreiten. Erst bei dem sich am 25. Juli einstellenden mäfigen NW-Winde 
nahm die Reise einen günstigeren Verlauf. Indem dieser Wind sich später 
allmählich nach links veränderte, entstand aus ihm schliefslich der Passat. 
Südlich von 25° N-Br in 123,2° W-Lg, wo am 31. Juli die polare Passatgrenze 
zu liegen schien, herrschte der nur in geringer Stärke wehende und sich bis 
nach 15° N-Br in 122,6° W-Lg ausdehnende Passat. Derselbe endete in der 
Nähe dieses Punktes, indem der Wind bis zum ganz leizen Zuge abnahm. 
„C. R. Bishop“ segelte dann bis zum 13. August nach 9,3° N-Br in 122° W-Lg. 
In geringer Entfernung von diesem Punkte nahm der leichte Wind, anstatt der 
bis dahin innegehaltenen nördlichen Richtung, die südwestliche an und frischte 
gleichzeitig auf, Man segelte darauf über St-B.-Halsen, bis am 17. August 
7,2° N-Brin 118,2° W-Lg erreicht worden war. Bei dem inzwischen nach Süd um- 
gelaufenen Winde wurde dann gewendet und ein südwestlicher Kurs eingeschlagen. 
So wie man auf demselben fortschritt, raumte allmählich der Wind, und endlich 
wurde am 22, August der Aequator in 126,2° W-Lg erreicht. Es waren damals 
32 Tage nach dem Antritt der Reise verflossen. Während dieser Zeit hatte 
man:, 30° N-Br in 123,2° W-Lg am 28. Juli, 20° N-Br in 123,1° W-Lg am 
3. August und 10° N-Br in 122° W-Lg am 12. August geschnitten. Auf der 
zwischen 9,3° N-Br in 122,1° W-Lg und 5,7° N-Br in 121,4° W-Lg liegenden 
Strecke war der „C. R. Bishop“ in 6 Etmalen 155 Sm nach östlicher Richtung 
hin versetzt worden, während zwischen 3° N-Br in 124,4° W-Lg und 2° S-Br 
in 127° W-Lg in zwei Tagen eine 88 Sm grofse Versetzung nach SW fest- 
gestellt wurde. 
Der frisch und beständig wehende SE-Passat begleitete die Bark, bis sie 
am 30. August nach 21,5° S-Br in 130,2° W-Lg gelangt war, In der Nähe 
dieses Punktes veränderte sich der kräftige Wind bei einem Barometerstande 
von 767,0mm nach NE und bald darauf nach N, um sich für längere Zeit in 
der letzteren Richtung zu halten. Nachdem der Wind am 3. September west- 
lich geworden war, nahm er derart an Kraft zu, dafs er vom 4. bis zum 7. Sep- 
tember auf der zwischen 35° S-Br in 125,5° W-Lg und 37° S-Br in 118,5° W-Lg 
liegenden Strecke als heftiger Sturm wehte, Der Luftdruck erreichte während 
desselben einen’ niedrigsten Stand von 750,7mm, Der Sturm mäfsigte sich, 
sachdem die Windrichtung eine südliche geworden war. Später folgten um- 
laufende, sich jedoch meist in westlicher Richtung haltende Winde, bei denen 
der fernere Verlauf der Reise zunächst ein ziemlich befriedigender wurde. Aus 
Windstille, die am 20. September in der Nähe von 54,5° S-Br und 86,8° W-Lg 
herrschte, entwickelte sich ein rasch an Stärke zunehmender Ostwind, der bis 
zum 24, September anhielt, und welcher am 23, September als heftiger Sturm 
wehte. Das Barometer erreichte an diesem letzteren Tage einen niedrigsten Stand 
von 748,1mm. Bei leichtem südöstlichem Winde gelangte der „C. R. Bishop“ 
am 30. September zur Länge des Kap Horn. Der 30. September war der 71. 
bis dahin auf See verbrachte Tag. In südlicher Breite hatte die Bark: 10° S-Br 
in 129,8° W.Lg am 26. August, 20° S-Br in 130,5° W-Lg am 30, August, 
30° S-Br in 127,8° W-Lg am 2, September, 40° S-Br in 113° W-Lg am 11. Sep- 
tember und 50° S-Br in 101,5° W-Lg am 16. September gekreuzt. 
Im Atlantischen Ocean wurde die Fahrt zunächst durch leichte östliche 
Winde bedeutend verzögert. Erst nachdem sich der Wind am 3. Oktober durch 
N yach NNW verändert hatte, konnte man in rascherer Weise vorrücken. 
„C. KR. Bishop“ segelte dann bis nach unweit 48,5° S-Br in 40° W-Lg bei 
nordwestlichem Winde, während der nördlich von diesem Punkte angetroffene 
Wind für längere Zeit aus dem südwestlichen Viertel wehte. Recht günstig 
für den Verlauf der Reise erwies sich später das frühzeitige Einsetzen des 
SE-Passats. Dasselbe geschah, indem sich der frische Wind am 14. Oktober 
in der Nähe von 35,5° S-Br und 3835,3° W-Lg von SSW durch S nach SSE 
veränderte. Eine spätere Störung oder Unterbrechung desselben machte sich 
nicht bemerkbar. Der in der Nähe des eben erwähnten Punktes 767,0mm be: 
tragende Luftdruck stieg bis zum nächsten Tage bis auf 770,5mm. Von dem 
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