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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

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Eingänge von metevrologischen Journalen etc., Januar 1884, 
zögerung der Reise, Am 28. Januar war der Schiffsort 56,7° S-Br in 66,7° W-Lg, 
und am 3. Februar befand man sich noch nicht weiter, als in 57,5° S-Br und 
68,4° W-Lg. Am 30. Januar war in 56,8° S-Br die Länge des Kap Horn 
überschritten worden, Nach dem 3. Februar konnte bei dem sich von nun an 
mehr in nördlicher Richtung haltenden Winde Länge in etwas rascherer Weise 
zut gemacht werden. Am 11. Februar, als man schon nach 80° W-Lg in 
56,8° S-Br vorgerückt war, überstand die Bark dort einen orkanartigen, aus N 
beginnenden und WSW endenden Sturm, bei dem der Luftdruck einen niedrigsten 
Stand von 728,2mm erreichte. Bei dem folgenden mäfsigen Westwinde segelte 
die Bark bis zum 16. Februar nach 50° S-Br in 80° W-Lg. Es waren dann 30 Tage 
vergangen, seitdem man denselben Parallel im Atlantischen Ocen verlassen 
aatte. Der Mitsegler „Kize“ war nach 50° S-Br in 81,4° W-Lg am 29, Januar 
gelangt. Auch nördlich von 50° S-Br stellte sich anfänglich noch keine Ver- 
änderung zum Besscren ein. KErst uachdem der Wind am 20. Februar in der 
Nähe von 46° S-Br und 81,5° W-Lg eine raumere westliche Richtung ange- 
nommen hatte, konnte man in rascherer Weise nach Norden hin vorrücken, 
Unweit 31,3° S-Br in 90° W-Lg veränderte sich der mäfsige Wind am 27. Fe- 
bruar von SSW durch S nach SSE und wurde Passat. Der Luftdruck, welcher, 
als die Windrichtung eine südöstliche wurde, auf 766,8mm zeigte, stieg am 
nächsten Tage bis zum höchsten Stande von 769,4mm. Der anfänglich nur 
Haue Passat wurde, nachdem 21° S-Br überschritten worden war, kräftiger, um 
in dieser Weise bis nach 9° S-Br anzuhalten. Unweit 4° S-Br wurde der 
Wind und das Wetter unbeständig, das letztere aufserdem regnerisch, und als 
die Bark am 14. März nach 3° S-Br in 117,5° W-Lg gekommen war, erreichte 
sie dort den hier, wie es im Atlantischen Ocean zur entsprechenden Zeit so 
oft der Fall ist, in südliche Breite hinüberragenden Stillengürtel. Am 17. März 
ging der „C. R. Bishop“ in 120° W-Lg von der südlichen zur nördlichen Halb- 
kugel über. Die Bark hatte die zwischen 50° S-Br und Aequator liegende 
Strecke in 29 Tagen vollendet und auf derselben: 4U° S-Br in 82,7° W-Lg am 
22. Februar, 30° S-Br in 91° W-Lg am 28. Februar, 20° S-Br in 100,5° W-Lg 
am 6. März und 10° S-Br in 109,5° W-Lg am 10. März gekreuzt. Der leichte 
nordöstliche Wind, bei dem der „C. R. Bishop“ die südliche Halbkugel verliefs, 
aahm in nördlicher Breite bald zu an Kraft, um dann später für mehrere Tage 
als stürmischer NE-Passat zu wehen. Nuchdem 12° N-Br überschritten worden 
war, trat der Passat wieder schwächer auf. Am 1. April gelangte die Bark 
in Sicht der Insel Maut, und am 2. April aukerte sie im Hafen von Honolulu. 
Ds waren dann 135 Tage seit der Abreise vom Kanal verflossen. In nördlicher 
Breite im Stillen Ocean hatte die Bark: 10° N-Br in 133° W-Lg am 23. März 
und 20° N-Br in 153,8° W-Lg am 31. März gekreuzt. 
Von Honolulu aus ging der „C. R. Bishop“ wieder am 16. Mai in See, 
am eine Reise nach San Francisco auszuführen. Man umsegelte zunächst dio 
Westseite der Insel Oahu und stand dann mit St-B.-Halsen durch das Passat- 
gebiet nordwärts. Der Passat nahm dabei allmählich, so wie man nach Norden 
hin fortschritt, eine raumere Richtung an. Unweit 31,5° N-Br in 158° W-Lg, 
wo die Windrichtung am 22, Mai eine südöstliche wurde, schien die “polare 
Passatgrenze zu liegen. In ihrer Nähe wurde ein höchster Barometerstand von 
769,5 mm beobachtet. Als der nördlich vom Passatgebiet wehende frische 
SE-Wind das Schiff bis zum 28. Mai nach 37,6° N-Br in 40,7° W-Lg geführt 
hatte, giug derselbe in Stille über, und auf diese folgte einen Tag später nord- 
östlicher Wind. NNW-Wind stellte sich am 4. Juni in geringer Entfernung von 
36,8° N-Br und 129,5° W-Lg ein. Bei einem Barometerstande von 773,8 mm 
einsetzend und am zweiten Tage seiner Herrschaft stürmisch wehend, nahm 
derselbe doch bald wieder bis zum ganz leisen Zuge ab. Am 7. Juni herrschte 
für mehrere Wachen Windstille, und mufste man den letzten kurzen Theil der 
Reise bei leichten umlaufenden Westwinden vollenden. Am 9. Juni führte ein 
leichter SSW-Wind die Bark zum Eingange des Goldenen Thores. Es waren 
dann 24 "Tage nach dem Antritt der Reise vergangen. Während derselben hatte 
man: 30° N-Br in 159° W-Lg am 21. Mai, 150° W-Lg iv 34,8° N-Br am 25. Mai, 
140° W-Lg in 37,6° N-Br am 28. Mai und 130° W-Lg in 36,7° N-Br am 4. Juni 
gyekreuzt.
	        
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