Eingänge von meteorologischen Journalen etc., Januar 1884.
aus demselben am 27. November in der Nähe von 35° N-Br und 14,3° W-Lg
der NE-Passat. Der Luftdruck, welcher beim Einsetzen desselben 765,0 mm
betragen hatte, erreichte zwei Tage später in geringer Entfernung von 28,5° N-Br
einen höchsten Stand von 771,8mm. Im Passatgebiete selbst wurde „C. R. Bishop“
bis nach. 7,5° N-Br hin von Kkräftigem Winde begünstigt. Südlich von dieser
Breite nahm der Wind derart rasch ab, dafs schon unweit 7° N-Br in 26,6° W-Lg
am 7. Dezember die äquatoriale Passatgrenze angetroffen wurde, Den Stillen-
gürtel überschritt man bei leichter östlicher Briese in vier Tagen. Nach Ver-
lanf derselben stellte sich am 11. Dezember in der Nähe von 3,3° N-Br und
27,4° W-Lg der SE-Passat wieder ein, bei welchem die Bark am nächsten Tage
den in 29,8° W-Lg überschrittenen Aequator erreichte. Es waren damals
24 Tage nach der Abfahrt vom Kanal verflossen, Während dieser Zeit hatte
man: 40° N-Br in 13,5° W-Lg am 23. November, 30° N-Br in 19,4° W-Lg am
29. November, 20° N-Br in 24,5° W-Lg am 3. Dezember und 10° N-Br in
27° W-Lg am 6. Dezember geschnitten, Die Hamburger, - von Hamburg nach
Salaverry bestimmte Bark „Elze“, welche den Kanal am 14. November verlassen
hatte, überschritt den Aequator in 30,3° W-Lg am 7. Dezember. Und in der-
selben Zeitdauer. legto auch die am 15. November von 50° N-Br abgegangeue,
nach Singapore bestimmte Bark „Charles. Lüling“ den Weg zur Linie zurück.
Dieselbe erreichte südliche Breite in 27,5° W-Lg am 8. Dezember,
Im Südatlantischen Ocean verlor der dort anfänglich sehr kräftig auf-
tretende Passat beim „C. R. Bishop“ schon unweit 7° S-Br seine Stärke. Süd-
lich von dieser Breite trat derselbe nur schwach auf, und er endete, als die
Bark sich am 17. Dezember in der Nähe von 12,5° S-Br und 34,5° W-Lg be-
fand. Bei einem nur 758,7mm betragenden Luftdruck veränderte sich dort der
schwache Wind nach NE, und indem er bald nachher durch N nach W gedreht
war, nahm er bis zur Stille ab. Auf diese folgte nach einiger Zeit wieder ein
leichter südöstlicher Zug, der erst auffrischte, als sich derselbe nach einigen
Tagen nach NE verändert hatte. Später folgten zwei regelmäfsiger verlaufende
Drehungen des Windes nach links, die deswegen auch dem Fortgange des
Schiffes nach SW hin günstiger waren. Südlich von 30° S-Br wurden meistens,
Winde angetroffen, die aus westlicher oder südlicher Richtung kamen und eben-
falls nur geringe Stärke besafsen. Nachdem 40° S-Br überschritten worden
war, beobachtete man zwar an verschiedenen Tagen kräftigere und günstigere
Winde, doch war auch dort die im allgemeinen nur geringe Windstärke, wie
selbst das Vorkommen von Stille bemerkenswerth. ‚Dor einzige, die Fahrt bis
dahin beunruhigende Sturm wurde hier beobachtet. . Derselbe wehte am 12. Ja-
nuar 1883 in der Näho von 43° S-Br und 60,5° W-Lg. Er begann aus NW
und endete, nachdem sich der Wind durch W und S nach SSE verändert hatte,
aus der letzteren Richtung am heftigsten. Das Barometer erreichte während
desselben einen niedrigsten Stand von 753,4mm. Am 17. Januar erreichte der
„C. R. Bishop“ den in 65° W-Lg überschrittenen Parallel von 50° Süd. Auf
dem Wege zu demselben war: 10° S-Br in 34,5° W-Lg am 16. Dezember,
20° S-Br in 37,6° W-Lg am 283. Dezember, 30° S-Br in 42,8° W-Lg am
30. Dezember und 40° S-Br in 59° W-Lg am 9. Januar gekreuzt worden. Auf-
fallend niedrig war der während der 36 bis dahin in südlicher Breite verbrachten
Tage herrschende mittlere Luftdruck. Die beiden höchsten,. während dieser Zeit
abgelesenen, auch nur kurze Zeit anhaltenden Barometerstände waren 763,8mm,
beobachtet in etwa 16,5° S-Br und 36,7° W-Lg am 21. Dezember, und 764,5mm,
abgelesen unweit 25,5° S-Br in 40,7° W-Lg am 24. Dezember, gewesen. Der
Mitsegler „Elze“ war nach 50° S-Br in 64,4° W-Lg am 8. Jauuar gelaugt.
‚Am 20. Januar durchsegelte der „C. R. Bishop“ die Stralse le Maire.
Der kräftige NW-Wind, bei dem dasselbe geschah, endete südlich von der
Strafe in Stille. Auf diese folgte bald wieder ein stürmischer Westwind, bei
dem der Luftdruck bis zu einem am 22. Januar in der Nähe von 56,2° S-Br
und 63,7° W-Lg beobachteten niedrigsten Stande von 720,6mm abnahm. Kurzo
Zeit nachdem derselbe eingetreten war, schofs der Wind aus nach SSW, von
daher stürmisch wehend und Schnec- und Hagelböen herbeiführend. Da das
Schiff bei dem vorhergehenden nördlichen und westlichen Winde leider noch
hicht weit genug nach SW hatte vorrücken können, um den folgenden südlichen
und westlichen Wind ausnutzen zu können, entstand nun eine längere Ver-
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