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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

Konkurrenzprüfung von Marine-Chronometern in Hamburg 1883—84. ZET 
Bericht 
über die siebente auf der Deutschen Seewarte im Winter 1883—84 
abgehaltene Konkurrenzprüfung von Marine-Chronometern. 
An der in Gemäfsheit der von dem Herrn Chef der Admiralität unter 
dem 2. Dezember 1875 erlassenen Instruktion für die Deutsche Seewarte, inner- 
halb der Tage vom 5. Oktober 1883 bis 2. April 1884 in der der Leitung der 
Hamburger Sternwarte unterstellten Abtheilung IV der Seewarte (Chronometer- 
Prüfungs-Institut) veranstalteten - siebenten Konkurrenzprüfung von Marine- 
Chronometern haben sich nachstehende deutsche Fabrikanten durch Einsendung 
ihrer Instrumente betheiligt: 
Verfertiger 
W. Bröcking 
W, G. Ehrlich 
E. Kutter 
Matthias Petersen 
Ehrich Petersen 
A. Kittel . 
M. Gerlin 
SS Albers 
Zahl der eingelieferten 
Wohnort - Uhren 
Hamburg 
Bremerhaven 
Stuttgart 
Altona 
Hamburg 
Altona 
Rostock 
Bremerhaven 
Im Ganzen 28 Chronometer. 
Ein aufserdem von einem Fabrikanten eingesandtes Chronometer erwies 
sich gleich in den ersten Tagen durch mehrmaliges Stehenbleiben als augen- 
scheinlich schadhaft und wurde infolge dessen dem Verfertiger sogleich wieder 
zugestellt. . 
Die Chronometer wurden während der Untersuchungszeit jeden zweiten 
Tag durch den Abtheilungs-Assistenten oder dessen Vertreter, nämlich den Herrn 
Dr. Battermann vom 5. Oktober 1883 bis 1. November 1883, Herrn Dr. Lieben- 
thal vom 8. Dezember bis 4. Januar, und die übrige Zeit Herrn L. Ambronn, 
Morgens 10 Uhr mit der Normaluhr der Sternwarte auf chronographischem 
Wege verglichen; außerdem wurde an jedem Dekadentage durch den jeweiligen 
Observator der Sternwarte — vom 5, Oktober. bis 4. Januar Herr Dr. Küstner 
und vom 5. Januar bis 2, April Herr Dr. Schrader — zwischen 10* und 11" 
Vormittags eine zweite unabhängige Vergleichung zur Herstellung der erforder- 
lichen Kontrolle ausgeführt. Die zur Ermittelung des Standes der Normaluhr 
erforderlichen Zeitbestimmungen wurden durch den betreffenden Abtheilungs- 
Assistenten ausgeführt, nur während des Zeitraums vom 1. November 1883 bis 
4. Januar 1884 wurden die von dem Observator der Sternwarte erhaltenen 
Werthe den Berechnungen zu Grunde gelegt. . 
Die durch den verschiedenen Wechsel der Beobachter hervorgerufenen 
Unterschiede wurden bestimmt, konnten aber wegen ihrer Kleinheit durchweg 
unberücksichtigt bleiben, ohne die erforderliche Kontinuität zu beeinflussen, 
Das in den Protokollen über die Sitzungen der Chronometer-Konferenz 
vom 18. bis ‚20. März 1878 für die Prüfung der Uhren fostgesetzte Verfahren 
wurde auch in diesem Jahre, genau eingehalten, und es wurden daher die 
Temperaturen, denen die Uhren ausgesetzt wurden, in 10- resp. 20tägigen 
[ntervallen von 5° zu 5° geändert, die Instrumente somit folgenden Temperaturen: 
5°, 10°, 15°, 20°, 25° und 30° C. ausgesetzt, wobei jedoch für jede Temperatur 
ein durch Zwischenräume getrennter Gosammtzeitraum von 30 Tagen inne- 
gehalten wurde.
	        
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