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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

Ergebnisse der Dänischen internationalen Polar-Expedition etc. 1882—1883. 253 
Quecksilber sich sehr seinem Gefrierpunkte näherte, erstarrte es doch erst nach 
dem 22, Januar, indefs nur für. einen halben Tag; am 24., 25. und 26. dess. Mis. 
thaute aber das Quecksilber nicht auf; am 24. Januar wurde ein Minimum von 
—47,9° notirt. Während der genannten Tage wehten leichte Winde aus dem 
nordöstlichen Quadranten; ein SE-Wind führte ein Steigen der Temperatur 
herbei, und gefror darauf das Quecksilber nicht mehr. Aber erst Ende Mai 
herrschte während mehrerer Tage eine mittlere positive Temperatur, und selbst 
im Juni war die Temperatur am Tage nicht stets positiv, während der Nacht 
fast immer negativ. Während des Juli, und zwar ganz zu Anfang und am Ende 
desselben, fror es nur ein oder zwei Mal während der Nacht; an einem einzigen 
Tage herrschte während seiner ganzen Dauer Kälte, Die erste Hälfte des 
August glich dem Juni; es gab selbst mehrere Tage, an denen die mittlere 
Temperatur unter —3° war. September 1883 begann mit leichten Winden aus 
SE und hatte die ganze erste Hälfte des Monats fast stets positive Temperatur; 
am Ende der Mitte des September kam indefs infolge veränderlicher, meist 
leichter Winde von neuem Frost. Erst nach dem Verlassen des Eises stieg die 
Temperatur über Null. 
b) Der Luftdruck war während der verschiedenen Monate sehr ver- 
änderlich. Die Bewegungen des Barometers waren im allgemeinen wenig schnell; 
während eines Sturmes betrug die Schwankung gewöhnlich 1mm p. h. Schnelle 
Bewegungen waren selten. Der höchste mittlere monatliche Druck herrschte 
im April 1883, nämlich 767,8mm; im voraufgehenden März hatte dagegen der 
mittlere Luftdruck dem kleinsten Werth, nämlich 753,1mm. Das absolute 
Maximum wurde am 5. April 1883 mit 782,7mm verzeichnet, das absolute 
Minimum mit 729,0mm am 4. März. Die Differenz zwischen dem gröfsten und 
kleinsten Luftdruck während der 14 Monate betrug daher 53,7mm. 
c) Richtung und Stärke des Windes zeigt folgende Zusammenstellung: 
1882 
Monat Windrichtung Geschwindigkeit 
August . . , . NIE 670 Sm pro. Monat 
September (1L—18). E1/AN 1100 „ 1.—18, 
„  (19—30). E12N 1500 „ 19.—30. 
Oktober . . . ; NWIAW 23800 „ pro Monat 
November. . . . 5W WO » 
Dezember. „ 54W O0 
1883 
Januar. , 
Februar 
März . 
April 
Mai. . . 
Juni . 
Juli. 
August 
800 
1700 
1100 
800 
xl, 1370 
N1/E 960 
ENE 1800 
NE 2500 
Bei Kombination der Winde des Sommers und derjenigen des Winters 
erhält man: 
Zeit Windrichtung Geschwindigkeit 
September bis April SW1/2W 7880 Sm pro 8 Monat 
Mai bis August NE 6000 „„ 4 » 
Für das ganze Jahr WNW 3400 , „ dJahr 
Die Tafel zeigt, dafs das Eis sehr genau der Windrichtung gefolgt ist, 
und wahrscheinlich macht jedes Jahr das Eis denselben Weg wie den, welchen 
die „Dümphna“ mit dem Eise zurücklegte. 
Die mittlere Stärke des Windes war ziemlich schwach; auch die Stürme 
iraten nicht sehr heftig auf. Es trugen letztere einen gleichmälsigen Charakter: 
alle barometrischen Minima passirten nördlich von der Position im Winter; der 
Wind frischte aus SW bei Schneefall und fallendem Barometer auf. Kurze Zeit, 
nachdem das Barometer zu steigen begann, drehte der Wind nach W, und nach 
zwei Stunden war klares Wetter bei NW-, an Stärke schnell abnehmendem 
Wind. Im allgemeinen dauerten die Winterstürme nicht länger als 12 Stunden, 
denn sofort mit dem Herumgehen des Windes von W nach N nahm die Stärke 
ab; frisch wehte der Sturm fast ausschliefslich aus SW.
	        
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