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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

Kleine hydrographische Notizen. 
gänzlich gegen die, bei südlichen Winden laufende mächtige Brandung ab- 
geschlossen werden kann.“ 
2. Ueber den Sylvia Channel (West-Patagonien) berichtet der 
Kommandant S. M. Kbt. „Albatrofs“, Korv.-Kapt. Plüddemann, welcher mit 
Aufnahmen und Vermessungen in den westpatagonischen Gewässern im Monat 
Dezember 1883 beschäftigt war, zum Theil nach Mittheilungen von Kapitän 
Wharton von I. Br. M. S. „Sylvia“, theils nach eigenen Erfahrungen, dafs 
dieser Kanal für kleinere Schiffe auf einem Theile ihres Weges durch den 
Sea reach zum Smith Channel bei schlechtem Wetter eine geschützte Passage 
bietet. . Der Weg ist zwar etwas länger als der direkte, aber man kann sich 
leicht in dieser engen Passage orientiren, welche auch zwei etwas tiefe, aber 
— wie Kapt. Plüddemann mitgetheilt wurde -— von Sturzböen freie Anker- 
plätze besitzt. 
3. (D.S.) Ueber Port Salaverry in Peru berichtet Kapt. J. Jorjan 
vom Schiffe „Else“ in seinem meteorologischen Journal, wie folgt: „Am 16. Fe- 
bruar 1883 ankerten wir um 4 Uhr Nachmittags, nach einer Reise von 94 Tagen 
von Lizard, auf der Rhede von Salaverry. Mein Aufenthalt daselbst dauerte 
40 Tage. Die Verhältnisse sind noch so, wie sie Kapt. Hendorff von der 
deutschen Bark „/da“ im Jahrgang 1881, pag. 217 bis 222, dieser Annalen 
beschrieben hat. Die Theile der projektirten Mole liegen noch gröfstentheils 
am Strande; indessen ist mit dem Bau derselben an der Nordseite des Hügels 
Carretas doch schon der Anfang gemacht. 
Mein Schiff war nicht zurück befrachtet, und da ich in Salaverry die 
ganze Ladung löschen mufste, hätte ich, wenn mein Schiff nicht so steif wäre, 
hier entweder den sehr theueren Ballast nehmen oder eine Fracht von 27 sb. 
für Zucker nach Liverpool acceptiren müssen. Wie gesagt, hatte ich aber 
ersteren nicht nöthig und zog deshalb vor, nach Guayaquil zu versegeln. Ein 
Schiff, welches unbefrachtet hierher kommt und nicht ohne Ballast versegeln 
kann, ist gezwungen, zu irgend einer Fracht eine Chartepartie anzunehmen, denn 
für die Beschaffung des Ballastes muß ungefähr die halbe Ausfracht aufgewendet 
werden, und dieser Umstand iet den Kaufleuten in Zruxillo wohl bekannt.“ 
4. Beschreibung der Wasserfall - Bucht. Auckland - Inseln. 
(„Notice to Mariners“ No. 1, Wellington 1884.) Nach der „New South Wales 
Government Gazette“ No. 50 vom 1. Februar d. J. hat das Marine-Department 
zu Wellington die nachstehende Beschreibung der Wasserfall- Bucht auf den 
Auckland-Inseln vom Kommandanten des Regierungsschoners „Kekeno“, Kapitän 
Greig, veröffentlicht. 
Die Wasserfall-Bucht (Waterfall Inlet) liegt 5 Sm nordöstlich von der 
Einfahrt in den Carnley Harbour und hat ihren Namen nach einem von See aus 
sichtbaren, vom hohen Lande herabstürzenden Flusse erhalten; an diesem 
Wasserfall ist die Bucht auch leicht zu erkennen. Der Einsegelungskurs ist auf 
3/4 Sm Entfernung ungefähr WSW. Die Einfahrt ist am KEingange 3 Kblg, 
weiter einwärts 1,5 Kblg breit, und zwar an der Aufenseite einer niedrigen 
stumpfen Landspitze, welche rechtwinklig von der Südküste ausläuft und einem 
Theil der Bucht Schutz gegen Seegang giebt. Von See aus gesehen erscheint 
diese Landspitze, welche den Namen Shelter erhalten hat, als das Ende der 
Bucht, weil an dieser Stelle eine dichte Masse Seegras von dem Nordende der 
Spitze Shelter sich nach dem nördlichen Ufer zu erstreckt und dort nur eine 
schmale Durchfahrt zu unterscheiden ist. Die Wassertiefe beträgt aufßserhalb 
dieser Durchfahrt 25,6m und in dem Mittefahrwasser 12,8 bis 20m. Das nörd- 
liche Ufer ist steil und -frei von Untiefen, auf 3,6m Abstand von den über 
Wasser liegenden Steinen sind bereits 5,4m und längs dem Rande des Seegrases 
an der südlichen Seite des Fahrwassers findet man 9 bis 13m Wasser. Diese 
Wassertiefe findet man auch noch auf eine kurze Strecke innerhalb des See- 
granes, Der Grund besteht aus Schlamm und weichem Thon; gefährliche 
ntiefen konnten nicht aufgefunden werden, 
Zwischen der Spitze Shelter und dem nördlichen Ufer ist die Bucht 
144m breit, davon sind jedoch 46m wit Seegras bedeckt und nur 98m klares 
offenes Wasser. Die schmalste Stelle des Fahrwassers ist ca 1 Kblg lang, .und 
nachdem man diese passirt hat, verbreitert sich die Bucht bassinartig bis '/4 Sm 
Breite... Nahe dem südlichen Ufer findet man auf 6,4m Wasser einen gegen 
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