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Eingänge von meteorologischen Journalen etc., Dezember 1883.
änderte, wurde die polare Passatgrenze angetroffen. Das Barometer, welches
hier auf einen Stand von 764,0 mm zeigte, hatte unweit 24,5° S-Br in 53° O-Lg
ein Maximum von 769,6 mm eingenommen gehabt. Südlich von der polaren
Passatgrenze drehte der Wind bald, indem er gleichzeitig bis zur Stille abnahm,
durch N nach W. Nachher waren wieder für längere Zeit östliche und südliche
Winde vorherrschend, und wurden selbst bei der Umsegelung des Kap der
guten Hoffnung anhaltende Westwinde nicht angetroffen. Am 14. Oktober be-
fand sich „/da“ in Sicht des Tafelberges, und am 17. Oktober kehrte sie zu
dem in 11,3° O-Lg überschrittenen Parallel von 30° S zurück. Südlich von
demselben hatte man 14 Tage zugebracht. Auf der zwischen Sunda-Stralse
und Südspitze Afrikas liegenden Strecke war: 10° S-Br in 99° O-Lg am
11. September, 20° S-Br in 65,5° O-Lg am 20. September und 30° S-Br in
37,5° O-Lg am 3. Oktober; wie 90° O-Lg in 14° S-Br am 13. September, 60°
O-Lg in 21,8° S-Br am 22. September und 30° O-Lg in 33° S-Br am 6. Oktober
gekreuzt worden. Von der Agulhas-Strömung war „Ida“ während der Um-
segelung des Kaps in 45 Stunden 158 Sın nach WSW versetzt worden.
Der frische sich unweit 30° S-Br, bei einem höchsten Barometerstande
von 766,4 mm, durch S nach SE verändernde Wind wurde Passat. Derselbe
wehte bis nach 14° S-Br hin ziemlich frisch und beständig, während er nörd-
lich von diesem Parallele nur in geringer Stärke auftrat. Man konnte daher
dort nur langsam vorrücken, und erst am 6. November den Aequator in 24,8°
W-Lg erreichen. Das Schiff hatte die zwischen 30° S-Br und diesem Punkte
liegende Strecke in 20 Tagen zurückgelegt und auf derselben: 20° S-Br in
2,1° W-Lg am 23. Oktober und 10° S-Br in 12,6° W-Lg am 29. Oktober ge-
schnitten. Der SE-Passat dehnte sein Gebiet anscheinend bis nach 2° N-Br in
25,2° W-Lg aus. Den unweit dieses Punktes am 8. November betretenen
Stillengürtel überschritt „Zda“ bei leichter östlicher Briese in 6'/2 Tagen. Nach
Verlauf dieser Zeit stellte sich am 13. November in geringer Entfernung von
9,7° N-Br und 26,5° W-Lg der NE-Passat wieder ein, der später bis zu seiner
am 22. November in 30° N-Br und 30,8° W-Lg erreichten polaren Grenze
kräftig wehte. Nachdem man diese, in deren Nähe ein höchster Barometer-
stand von 769mm herrschte, überschritten hatte, beobachtete man noch zunächst
leichte nordöstliche Winde. Westwinde stellten sich erst am 26. November in
etwa 33° N-Br und 32° W-Lg ein. Auch diese wurden später noch wieder
durch Ostwinde unterbrochen. Da dieselben indessen aus südöstlicher Richtung
kamen, waren sie doch nicht ganz ungünstig. Von einem, seit dem 8, Dezember
wehenden, kräftigen Westwind wurde „Zda“ am 10, Dezember zur Mündung des
Kanals geführt. Es waren damals 135 Tage nach der Abreise von Hongkong
verflossen. Im Nordatlantischen Ocean hatte das Schiff 34 Tage zugebracht
und dort: 10° N-Br in 26,6° W-Lg am 13. November, 20° N-Br in 30,7° W-Lg
am 18. November, 30° N-Br in 30,8° W-Lg am 22. November und 40° N-Br in
29,4° W-Lg gekreuzt,
13. Reise der Elsflether Bark „Spekulant“, Kapt. 0. Kampehl.
Die auf einer Reise von Schweden nach Port Adelaide begriffene Bark
„Spekulant“ befand sich am 17. Oktober 1882 in der Nähe von Lizard, Dieselbe
konnte bei dem fast stets aus westlicher Richtung wehenden, wiederholt bis
zum heftigen Sturme zunehmenden Winde nur einen derart langsamen Fortschritt
erzielen, dafs am 27. Oktober der Schiffsort noch in 44° N-Br und 11,3 W-Lg
war. Nach diesem Tage wehte der Wind häufiger aus raumerer Richtung, so
dafs infolge dessen der Fortgang ein günstigerer wurde. Auf kurze, am
3. November in 36° N-Br und 18,7° W-Lg beobachtete Stille folgte ein rasch
auffrischender Ostwind, der zum Passat wurde. Zur Zeit, als derselbe einsetzte,
wurde ein höchster Barometerstand von 771,0 mm beobachtet. Der bis nach
12° N-Br recht kräftig auftretende Passat wurde südlich von diesem Parallele
schwächer und endete, als das Schiff sich am 15. November in der Nähe von
6,5° N-Br und 23,7° W-Lg befand. Von einem Stillengürtel traf „Spekulant“
beim Uebergange zum Gebiete des SE-Passats kaum eine Spur an. Der Ost-
wind sank nur zur flauen Briese herab, und indem er sich dann gleichzeitig
nach rechts veränderte und wieder an Stärke zunahm, wurde derselbe zum
SE-Passat. Von diesem Winde wurde die Bark bis zum 18. November zu der