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Eingänge von meteorologischen Journalen etc,, Dezember 1883.
Während dieser Zeit war: 40° S-Br in 79,8° W-Lg am 22. April und 50° S-Br
in 82,8° W-Lg am 28. April geschnitten. worden. Der Verlauf des übrigen
Theiles der Reise läfst sich, wegen Unvollständigkeit des meteorologischen
Journals, nicht beschreiben. „Aeolus“ erreichte die Rhede von Queenstown am
11. Juli, 85 Tage später als Talcahuano verlassen worden war.
4, Reise der Rostocker Bark „Emma Römer“, Kapt. P. Albrand.
Die in der Ausführung ‚einer Reise von Rotterdam nach Soerabaya be-
griffene Bark „Emma Römer“ befand sich am 11. Januar 1883 in der Nähe
von Lizard. Auf den dort damals wehenden SE-Wind folgte nach wenigen
Tagen ein ungünstiger Westwind. Bei diesem konnte nur ein derart langsamer
Fortgang erzielt werden, dafs am 23. Januar das Schiff noch nicht weiter als nach
47° N-Br in 17,4° W-Lg vorgerückt war. Hrst nachdem der Westwind an
diesem Tage eine etwas raumere Richtung angenommen hatte, vahm die Reise
einen günstigeren Verlauf, Unweit 30,5° N-Br veränderte sich der Wind am
2, Februar durch Nord nach NNE, doch wurde derselbe noch nicht zum Passat,
vielmehr wurde später in der Nähe von 26° N-Br noch wieder an einem Tage
nordwestlicher Wind beobachtet. Erst von 25,5° N-Br in 23,6° W-Lg ab
wurde die Fahrt vom kräftigen beständigen Passate begünstigt. Als derselbe
die „Emma Römer“ bis zum 13, Februar nach 4,5° N-Br in 25,6° W-Lg geführt
hatte, endete er in Mallung, und nachdem diese 3 Tage lang angehalten hatte,
wurde auch sie wieder von dem in geringer Entfernung von 1,3° N-Br in
26,3° W-Lg einsetzenden SE-Passat verdrängt. Bei diesem letzteren Winde
segelte „Emma Römer“ bis zum 17. Februar zu dem in 28,5° W-Lg über-
schrittenen Aequator, Um zu demselben von Lizard ab zu gelangen, waren
37 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit hatte die Bark: 40° N-Br
in 14,7° W-Lg am 27. Januar, 30° N-Br in 20° W-Lg am 2. Februar, 20° N-Br
in 25,8° W-Lg am 7. Februar und 10° N-Br in 26,6° W-Lg am 11. Februar
gekreuzt. Im Südatlantischen Ocean begleitete der nicht sehr beständige Passat
die Bark bis nach 18° S-Br in 34° W-Lg. Unweit dieses Punktes veränderte
sich der Wind am 28, Februar nach NE und wurde gleichzeitig schwach. Eine
Drehung durch Nord und die westlichen Striche führte der Wind in diesem
Falle nicht aus, er hielt sich vielmehr für längere Zeit im nordöstlichen Viertel,
und stellten sich westliche Winde, folgend auf kurze Stille, nicht eher als am
L1. März in der Nähe von 33° S-Br und 25° W-Lg ein. Den übrigen Theil
des Weges zum ersten Meridian legte „Emma Römer“ bei fast nur aus nörd-
licher oder westlicher Richtung kommenden Winden zurück. Am 21. März
vertauschte die bei stürmischem NW-Winde segelnde Bark in 38,3° S-Br die
westliche Länge mit östlicher. Der 21. März war der 32. bis dahin auf der
südlichen Halbkugel zugebrachte Tag. 10° S-Br war dort in 33,2° W-Lg am
24. Februar, 20° S-Br in 33,7° W-Lg am 1. März und 30° S-Br in 25,7° W-Lg
am 9. März überschritten worden. Am 16. März hatte die Bark sich in Sicht
der Insel Tristan da Cunha befunden. Während der Zeit, in welcher die
erforderliche Länge zurückgelegt wurde, hielt „Zmma Römer“ sich am längsten
in der Nähe von 45° S-Br. Sie fand dort vorherrschend westliche und hoch
nördliche Winde, die häufig stürmisch waren, jedoch in keinem Falle bis zum
angewöhnlich heftigen Sturme zunahmen. Die Reise nahm bei denselben einen
wenn auch nicht sehr schnellen, so doch befriedigend raschen Verlauf, und am
15. April, dem 25. bis dahin in östlicher Länge erlebten Tage, gelang es,
30° O-Lg in 41° S-Br zu erreichen. Die auf dem Wege zum Passatgebiet an-
getroffenen Winde kamen ebenfalls vorherrschend aus nördlicher und westlicher
Richtung. Der Passat selbst stellte sich am 27. April in geringer Entfernung
von 28,5° S-Br und 107,7° O-Lg ein, indem sich der frische Wind ganz plötzlich
von NNW nach Süd veränderte. Der nördlich von diesem Punkte anfangs recht
kräftig auftretende Passat sank, nachdem 22° S-Br überschritten worden war,
zur leichten unbeständigen Briese herab. Bei solcher gelangte „Emma Römer“
auch am 9. Mai in Sicht der Insel Bali, Der 9. Mai war der 118. nach der
Abreise vom Kanal verflossene Tag. Auf dem letzten Reiseabschnitt hatte die
Bark: 30° S-Br in 106,5° O-Lg am 26. April, 20° S-Br in 113,2° O-Lg am
2. Mai und 10° S-Br in 115,6° Ö-Lg am 9. Mai gekreuzt. Nachdem die Lombock-
Straßfse bei südöstlichem Winde am 10. Mai durchsegelt worden war, legte