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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

Reiseberichte der deutschen Bark „Papa“. 
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Ein täglicher Gang im Luftdruck geht deutlich aus den Zahlen der 
Tabelle hervor. Der Unterschied zwischen dem mittleren Luftdruck um 8 Uhr 
Morgens und dem um 4 Uhr Nachmittags beträgt 2,4mm. Die gröfste während 
eines Tages beobachtete Schwankung betrug 3,0mm, die kleinste 1,2mm. Das 
absolute Maximum des Luftdrucks von 763,0mm fand am 11. Oktober um 8 Uhr 
Morgens bei ESE-Wind 1, das Minimum von 756,7mm am 12. September um 
4 Uhr Nachmittags bei mäfsigem ENE- und böigem Winde statt. Die absolute 
Schwankung während der ganzen Zeit betrug mithin 6,3mm. 
Die Temperatur der Luft veränderte sich wegen der Lage der Insel 
recht im Passat und wegen der geringen Gröfse derselben im Laufe eines Tages 
sehr wenig; der gröfste Unterschied, der im Laufe eines Tages beobachtet 
wurde, war 4,3°, der kleinste betrug 1,2° C. Die höchste überhaupt beobachtete 
Temperatur war 30,8° C. am 6. Oktober 12 Uhr Mittags bei leichtem NNE- 
Winde, die niedrigste wurde am 19, September um 8 Uhr Abends bei leichtem 
ENE-Winde zu 25,7° C, gefunden. 
Die relative Feuchtigkeit der Luft war in Anbetracht der oceanischen 
Lage des Ortes nicht bedeutend. Ihren höchsten Werth erreichte sie mit 88 %%, 
ihren kleinsten mit 65%. Der Gang der relativen Feuchtigkeit während eines 
Tages entsprach vollständig demjenigen der Lufttemperatur, indem bei Zunahme 
der Letzteren die Erstere abnahm, während bei Abnahme der Lufttemperatur 
die relative Feuchtigkeit gröfser wurde. 
Die mittlere Bewölkung des Himmels erreichte nur den niedrigen Grad 
von 2,3 der zehntheiligen Skala, obwohl ein vollständig klarer Himmel nur 
zweimal beobachtet wurde. Dahingegen ist in den 120 Fällen der Grad 1 der 
Bewölkung 41 Male verzeichnet, während bedeckter Himmel (9) nur an zwei 
verschiedenen Beobachtungsterminen wahrgenommen wurde. 
Die vorherrschendste Wolke war der kleine Cumulus. Unter den 
139 Notirungen sind Cum. 106, Cu-s. 12, Cir-s. 10, Nim. 5, Cu-c. 3 und Cir, 
3 Mal aufgeführt. 
Wie zu erwarten, war das Wetter im allgemeinen schön und beständig, 
Während der 34tägigen Beobachtungszeit bei Sydney-Insel traten nur am 
ersten Tage viele Böen und heftige, anhaltende Regenschauer auf. Später 
aber wurde die ruhige, schöne Witterung nur an 7 Tagen, und zwar im ganzen 
nur durch acht, kurze Zeit andauernde Regenschauer unterbrochen, . 
Am zweiten Tage seines Aufenthalts, am 13. September, beobachtete 
Kapt. Bannau zum letzten Male, wie schon vorher an mehreren Tagen während 
seiner Reise von Wiadiwostock, eine gelbliche Färbung der oberen Luftschichten, 
deren Ursache bekanntlich von vielen Seiten auf vulkanische Ausbrüche zurück- 
geführt wird, 
Den Angaben der Tabelle über die Meerestemperatur ist nichts hinzu- 
zufügen. 
Aus den Reiseberichten des Kapitän C. Wilts, Führer der 
deutschen Bark „Annie“. 
(Mittheilung von der Deutschen Seewarte,) 
Am 26. August 1882 ankerte „Annie“ nach einer Reise von 90 Tagen von 
Hamburg auf der Rhede von Callao. Kapt. Wilts führt weiter aus: „Da die An- 
segelung der Rhede von Callao, sowie die meisten Verhältnisse des Ortes bekannt 
sind, so habe ich denselben nur noch hinzuzufügen, dafs für ein mit Stückgütern 
(Mafsgut) einkommendes Schiff die Unkosten sehr hoch sind, denn allein für 
das Löschen der Ladung hat man an die Dock-Kompagnie 75 Cents Silber für 
die Tonne = 40 Kubikfufs spanisch zu bezahlen. Die „Annie“, ein Schiff von 
505 Reg.-Tonnen Gröfse, ladet kaum 700 Tonnen Schwergut, und doch hatte 
ich für ungefähr 1200 Tonnen Ladung nach Mafs Löschgeld zu entrichten.
	        
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