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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 36 (1908)

Annalen der Hydrograpbie und Marktimen Meteorologie, Februar 1908, 
Demnach ist für M1=B=C=W=0 
& = ME ind = MOein2t 
Zur Kompensation bringen wir einen Quadrantalkorrektor mit den üblichen 
Symmetrieeigenschaften an. Er übt ein Drehmoment A’ auf die Rose aus, das 
als periodische Fanktim Ti & durch ame , 
= + bnf 4008 > san © 20528 
ad ken 
dargestellt werden kann. Da A' für 
= 0°; = 000; £= 18; € = 270° 
aus Symmetrierücksichten verzohwinden ph, BO dan angenommen werden, daß 
ü DC = €= [= x Cd = 
ist und die Reihe, wenn wir sie nach den zwölftelkreisigen Gliedern abbrechen, 
sich reduziert auf 
4 — dsin25-A hend + nsinGn 
Wenn für alle Kurse = — 4, ist, so erfährt die Rose keinerlei Dreh- 
moment mehr, sie verharrt also auch von ihrem Zwange befreit im Meridian. 
Damit für alle Kurse A’ = — 4, wird, ist außer passender Wahl des 
Koeffizienten d nötig, daß 
bh = 0 udn = 0 
ist. Um zu untersuchen, ob h==0 ist, lassen wir am Lande außer unserem 
Korrektor einen zweiten ebensolchen im Azimut £ ++ 90° auf die Rose wirken. 
Dieser zweite Korrektor erzeugt ein Drehmoment 
4” — Gi hinkt nah 
Da sich Drehmomente addieren, so ist das Gesamtdrehmoment beider Korrektoren 
d= 84 4 = 2heindg. 
Dieses d verschwindet dann und nur dann, wenn h=— 0 ist, 
Die Untersuchung, ob n= 0 ist, kann in analoger Weise unter Anwendung 
von drei unter Winkeln von je 60° gestellten Korrektoren erfolgen. 
So liegt in dem praktisch wichtigsten Fall der Nadelinduktion 
die Richtigkeit der Vierkorrektormethode auf der Hand. 
Im Falle der erdmagnetischen Induktion ist zu berücksichtigen, daß 
der Korrektor an Land den induzierenden Komponenten 
H cos 5 (längsschiffs}; — H sin f (querschiffs} 
an Bord dagegen den Komponenten 
(1 + 2) H cos £ (längsschiffe}; — (1-} e) H sin £ (querschiffs) 
ausgesetzt ist. Die Richtung dieses Feldes weicht im allgemeinen von der Richtung 
der im Meridian festgehalten gedachten Nadel ab. 
Herr Dr. Maurer hat mich in einer Korrespondenz über diesen Gegenstand 
darauf aufmerksam gemacht, daß der Vierkorrektorversuch nur für den speziellen 
Fall, daß die Nadel und das induzierende Feld gleiche Richtung haben, be- 
weise, daß das Drehmoment frei von oktantalen Störungen sei, Diesem an sich 
berechtigten Einwand läßt sich leicht begegnen, Sollte man Zweifel haben, 
ob die Proportionalität des Momentes mit sin 25 auch für Lagen der 
Nadel vorhanden sei, die von der Richtung des induzierenden Feldes 
abweichen, so lenke man die Rose durch einen kleinen Magnet, der 
auf die Rose, nicht aber auf den Korrektor wirkt, um einen beliebigen 
konstanten Winkel a@ ab, und wiederhole den Versuch, 
. Auf diese Weise kann man sich mühelos überzeugen, ob das Drehmoment 
[ür beliebige Werte des x frei von oktantalen Störungen ist, 
Es ist wahrscheinlich, daß, falls das Drehmoment für z= 0 proportional 
zin 2 ist, dieses auch für beliebige Werte des « gilt. Indem ich mir die weitere 
Verfolgung dieser Frage vorbehalte. führe ich als experimentellen Beleg nur 
folgendes Beispiel an. 
Die Untersuchung eines Systems von zwei 195 mm langen Nadeln im Ab- 
stand 95 mm (Pole annähernd auf den 30°-Linien) mit 17,5 em-Kugeln ergab für 
die Meridianlage der Rose (« = 0) 
H Ze EN —- — 39°. 
Die Nadeln sind demnach etwas zu weit voneinander entfernt!
	        
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