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Kleine hydrographische Notizen.
Jan. Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Sept, Okt. Nov. Dez. Jahr
Island und Faröer.,
Stykkisholm (16) 36 35 36 12 00—03 09 14 24 34 38 40 23
Thorshavn (16) 26 26 26 12 04-08 -11 06 09 26 37 835 14
Westküste von Schottland,
Sandwick (Orkneys) (24) 3,9 29 26 12 00-—12-—07 00 16 32 42 38 18
Stornoway (Hebrid.) (23) 2,9 24 23 15 09 00 04 0©6 16 29 36 32 18
Oban (14) 36 28 16-—07 —17 —16 —13 —0,5 11 33 44 38 17
Ostküste von Schottland,
Peterhead (5) 26 19 0,9 -—08 —1,7 —24 —23 —0,8 08 22 36 40 ©6
Dunbar (14) 13 03 —0,7 —0,6 —1,22 —2,2 —13 —11 01 17 35 20 01
Infolge der vorherrschenden WSW-Winde ist der Einfluß des Oceans
auf die Lufttemperatur im Westen viel gröfser als im Osten, und die Meeres-
temperatur ist daher an der Westküste höher als an der Ostküste.
5. Ueber die Stürme vom 7. bis 9. und vom 12. bis 13. Oktober
1883 in Japan hat Herr E. Knipping, der jetzige Direktor der Wetterwarte
in Tokio, in „The Japan Daily Mail“ vom 22, Oktober 1883 einen Bericht
veröffentlicht, dem wir Nachstehendes entnehmen:
1) Der Sturm vom 7. bis 9. Oktober schritt mit grofser Geschwindig-
keit und Stärke von SW nach NE fort; er ging wahrscheinlich zwischen den
Riukiu Inseln hindurch oder nahe bei diesen vorbei, schnitt 30° N-Br in ca
130° O-Lg, erreichte am 8. Oktober 6® a. m. den Ki Kanal, zog um Mittag
östlich von Wakayama und Osaka vorbei, erreichte um 1* p. m. Kioto, 2* p. m.
Kanazawa in KEchizen, 5* p. m. Niegata, passirte 10* p. m. nahe bei Aomori und
alsdann die Tsugar Strafse und kurz vor 6" a. m. am 9. Oktober Sapporo.
In diesen 24 Stunden legte das Centrum des Sturmes im Durchschnitt mehr
als 25 Sm per Stunde zurück (die Entfernung Sapporo’s von Wakayama beträgt
505 Sm); von Oktober 8 Mittags bis 5" p. m. war die Geschwindigkeit 45 Sn
per Stunde.
Die Wetterkarte für Oktober 7 2* p. m. zeigte zuerst die Annäherung
dieses Sturmes von Süden her an; das Barometer war zu Kagoshima seit dem
Vormittag über 3 mm gefallen und in der Iulandsee und Ost-Nippon um 2 mm
gestiegen. Um 9* und 10* p. m. wehten zu Nagasakı und Kagosima bereits
heftige Stürme; über ganz Süd-Nippon fiel starker Regen. Um 2* p. m. war
das Barometer nahe bei Kanazawa innerhalb 8 Stunden um 17 mm gefallen;
von 2* bis 10* p. m. fanden die stärksten Barometerschwankungen statt; zu
dieser Zeit war das Barometer zu Aomori um 17 mm gefallen und bei Kanazawa
um 20mm gestiegen. Der erstere Ort hatte um 10* p. m. Windstille, gerade
als das Centrum des Sturmes beinahe vorbei passirte, während zu dieser selben
Zeit zu Hakodate westlicher Sturm und in ganz Ost-Nippon Stürme aus Süd bis
West wehten.
Am Vormittag des 9. Oktober hatte in ganz Süd-Nippon der Sturm nach-
yelassen, dagegen wehten in der Tsugar Strafse und in Nord-Nippon heftige
SW-Stürme, die später nach West drehten.
Der niedrigste Luftdruck war in Wakayama 738 mm, in Ozaka und Kiyoko
737 mm, in Kanazawa und Nügata 738 mm, in Aomori und Sapporo 743 mm.
An zwei Orten trat die Aenderung der Windrichtung erst beträchtliche Zeit
nach dem Passiren des niedrigsten Luftdrucks ein, nämlich zu Ozaka, wo das
Minimum des Luftdrucks um Mittag eintrat, der Wind aber erst um 1* p. m.
nach Nord drehte, und zu Niegata, wo um 5* p. m. der niedrigste Luftdruck
war und um 6* p. m. der Wind nach SE herumging.,
2) Der Sturm vom 13. Oktober erreichte Wakayama um 6° a. m. mit
einem. niedrigsten Barometerstand von 746 mm, durchkreuzte aber nicht, wie der
Sturm vom 8. Oktober das Japanische Meer, sondern nahm eine fast geradlinige
Richtung von Niegata nach Tokio und trat gegen 4" p. m. nahe bei Urbiru in
den Stillen Ocean ein.