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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

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Vergleichende Uebersicht etc., Dezember 1883. 
der mittleren Geschwindigkeit von 
15m p. Sek. durchzogen. Die mäfsige 
Anzahl barometrischer Maxima, welche 
in den verschiedenen Gebietstheilen 
erschienen und alle gut ausgebildet 
und von gröfserem Umfange waren. 
Theile Europa’s, während im Süd- 
westen meistens ein Gebiet hohen 
Luftdrucks lagerte. Das letztere er- 
schien in der Zeit vom 10.—15. un- 
gewöhnlich weit südwestwärts zurück- 
yedrängt; in den fünf letzten Tagen 
des Monats wanderte es dagegen über 
Centraleuropa nach Südwestrussland. 
2, Der um etwa 1-—2!/2mm zu hohe 
mittlere Luftdruck an der nordpacifi- 
schen Küste. Im übrigen waren die 
Abweichungen von der Normalen nicht 
sehr erheblich. Die aufserordentlich be- 
trächtlichen Barometerschwankungen 
in New-England. 
2. Das in der Südwesthälfte Central- 
guropa’s um 1—3mm zu hohe, in der 
Nordosthälfte um etwa 2mm zu nie- 
drige Monatsmittel des Luftdrucks. 
Die in Südwestdeutschland nahezu 
normale, sonst aber gröfstentheils um 
10—25 % zu grofse Monatsschwankung 
des Barometers. 
3. Das Vorwalten der nördlichen 
und nordwestlichen Winde an der 
atlantischen Küste nördlich von Vir- 
ginien, der nordöstlichen und süd- 
westlichen an der südatlantischen 
Küste, der nördlichen an der Golf- 
küste, der südlichen und südwestlichen 
in der unteren Seenregion und im Ohio- 
Thal, der südlichen und südöstlichen 
in Tennessee, der nördlichen bis west- 
lichen in der oberen Seenregion, dem 
oberen Mississippi- und Missouri-Thal, 
der südöstlichen bis südwestlichen in 
Oregon, Wash. Territ., und der süd- 
östlichen in Südealifornien. Die Häufig- 
keit der stürmischen Winde in der 
Seenregion und die heftigen Stürme, 
welche vom 24, bis zum 27. sich über 
fast das ganze nördliche Gebiet aus- 
breiteten. 
3. Das entschiedene Vorwiegen 
der südwestlichen bis nördlichen 
Winde und die vorwiegend starke 
Luftbewegung. Stürmisch war diese 
am 4. und 5., am 12. und 23.; die 
ungewöhnlich hohe Sturmfluth im west- 
lichen Theile der deutschen Ostsee- 
küste, welche durch die stürmischen 
Nordwinde am 4. und 5, hervorgerufen 
wurde. 
4. Die ausgedehnte Regenarmuth 
in den an der Südatlantischen Küste 
liegenden Staaten, auf dem nördlichen 
Plateau und in den nördlichen und 
mittleren Pacifischen Staaten, dagegen 
der grofse Regenreichthum auf dem 
züdlicehen Plateau. 
4. Das vorwiegend trübe oder 
wolkige Wetter mit grofser Nieder- 
schlagshäufigkeit. Die Regenmenge 
erreichte in Norddeutschland durch- 
schnittlich 134, in Süddeutschland 
170 % der Normalen. 
5. Die etwas zu niedrige Monats- 
temperatur im äufsersten Nordwesten, 
der oberen Seenregion, New-England 
and der nördlichen und mittleren 
Pacifischen Küste, In allen übrigen 
Staaten lag das Monatsmittel über 
der Normalen, Die Abweichungen 
der Temperatur von den Normal- 
werthen betrugen in: 
5. Die allgemein etwas zu hohe 
mittlere Monatstemperatur. Die starke 
Abkühlung am Schlusse der IT. Dekade, 
dagegen die beträchtliche Erwärmung 
um die Mitte des Monats. Die Ab- 
weichungen der Temperatur von der 
Normalen hatten für die einzelnen 
Distrikte folgende Werthe:
	        
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