accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

Eingänge von meteorologischen Journalen ete., November 1883, 
erreichter Breite traf „Pacific“ keinen eigentlichen SW-Monsun mehr an, 
Nördlich von 7° N-Br trat an die Stello des bis dahin herrschenden mäfsigen 
Südwindes zunächst für kurze Zeit Stille und Mallung und darauf ein leichter 
3ich bald nach rechts verändernder SW-Wind. Unweit 9,3° N-Br in 24,6° W-Lg, 
wo der Wind am 6. Oktober eine östlich von N liegende Richtung annahm, 
betrat „Pacific“ das Gebiet des NE-Passats. Man durchsegelte dasselbe bei 
mäfsig starkem Wind bis zu der am 19. Oktober in 36,3° N-Br und 26,5° W-Lg 
gelegenen polaren Passatgrenze. In ihrer Nähe wurde ein höchster Barometer- 
stand von 772,6 mm abgelesen. Nachdem die nördlich von der Passatgrenze 
zunächst beobachtete leichte Mallung nach einem Tage ein Ende genommen 
hatte, folgte noch wieder ein längere Zeit anhaltender Ostwind. Später stellten 
sich umlaufende Winde ein, und wurden durchstehende Westwinde auf dem noch 
vorliegenden Reiseabschnitt gar nicht angetroffen, Am 5. November erreichte 
„Pacific“ schliefslich die Mündung des Tajo. Es waren damalsı99 Tage nach 
der Abfahrt von der Sunda-Strafse verflossen. In nördlicher Breite, wo man 
36 Tage zugebracht hatte, war 10° N-Br in 24,5° W-Lg am 7. Oktober, 20° 
N-Br in 27,5° W-Lg am 11. Oktober und 30° N-Br in 27,9° W-Lg am 16. Ok- 
tober überschritten worden. 
165 
17. Reise der Bremer Bark „Adele“, Kapt. H. Logemann. 
Die auf einer Reise von Cardıf nach Hongkong begriffene Bark „Adele“ 
befand sich am 25. Oktober 1882 in der Nähe von Scülly. Dieselbe segelte 
von dort bei umlaufenden, meist westlichen Winden südwärts und gelangte bis 
zum 3. November nach 38° N-Br in 13° W-Lg. In geringer Entfernung von 
diesem Punkte veränderte sich der Wind durch N nach NNE, um sich nun für 
längere Zeit im östlichen Halbkreise zu. halten. Nachdem die Bark von diesem 
Winde nach 28° N-Br geführt worden war, beobachtete sie dort noch wieder 
mehrere Tage lang anhaltende leichte Mallung und Stille, aus der sich erst am 
16. November in der Nähe von 25° N-Br und 22° W-Lg der NE-Passat entwickelte. 
Nach dem Einsetzen dieses letzteren Windes nahm die Reise einen rascheren 
Verlauf, und segelte „Adele“ dann bis zum 23. November zu der in 6,4° N-Br 
und 24,5° W-Lg liegenden aequatorialen Passatgrenze. Zur Ueberschreitung 
des sich bis nach 3,1° N-Br in 27° W-Lg ausdehnenden Stillengürtels waren 
4/2 Tage erforderlich. Nach Verlauf dieser Zeit trat an die Stelle der bis 
dahin herrschenden südöstlichen Mallung der SE-Passat, von dem „Adele“ bis 
zum 30. November zu der in 31° W-Lg überschrittenen Linie geführt wurde. 
Das Schiff hatte die zwischen 50° N-Br und Aequator liegende Strecke in 
36 Tagen zurückgelegt und auf derselben: 40° N-Br in 12,5° W-Lg am 2. No- 
vember, 30° N-Br in 20,3° W-Lg am 9. November, 20° N-Br in 25,3° W-Lg 
am 18, November und 10° N-Br in 25° W-Lg am 22. November geschnitten. 
Am 18. November war in 28,5° W-Lg die von Hamburg nach Hongkong 
bestimmte Bark „Adolph“ von der nördlichen zur südlichen Halbkugel über- 
gegangen. Dieselbe hatte den Kanal am 27. Oktober verlassen und sich am 
30. Oktober Mittags in 43,8° N-Br und 11,7° W-Lg befunden, während gleich- 
zeitig „Adele“ in 43,8° N-Br und 14° W-Lg gestanden hatte. Im Südatlantischen 
Ocean wurde „Adele“ bis nach 18,8° S-Br in 27,3° W-Lg vom Passat begleitet, 
Derselbe endete unweit dieses Punktes am 9. Dezember, indem sich der Wind 
nach NE veränderte. Später hielt sich derselbe, nachdem unweit 22° S-Br eine 
unregelmäfsig verlaufende Drehung nach links erfolgt war, für längere Zeit im 
östlichen Halbkreise und drehte erst wieder durch N, als „Adele“ am 20, De- 
zember in die Nähe von 36° S-Br in 14,5° W-Lg gelangt war. Nachdem dieses 
geschehen, blieb der Wind westlich, die Bark bis zum 25. Dezember zu dem 
in 40,2° S-Br erreichten Meridian von Greenwich führend. Der 25. Dezember 
war der 25. bis dahin in südlicher Breite verbrachte Tag. Während dieser 
Zeit hatte man: 10° S-Br in 31,7° W-Lg am 5. Dezember, 20° S-Br in 26,5° 
W-Lg am 10. Dezember und 30° S-Br in 22,2° W-Lg am 16. Dezember gekreuzt, 
Der Mitsegler „Adolph“ hatte 0° Länge in 39,7° S-Br schon am 10. Dezember 
erreicht. 
. Als Breite, in deren Nähe man sich beim Zurücklegen der erforderlichen 
Länge halten wollte, wählte Kapt. Logemann den Parallel von 45° Süd. 
Man traf dort fast nur aus nördlicher oder westlicher Richtung wehende Winde
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.