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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

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Eingänge von meteorologischen Journialen etc., November 1883. 
anhaltende Ostwinde ein. Da man bei diesen den ganzen noch übrigen Theil der 
Reise vollenden mufste, verzögerte sich die Ankunft im Bestimmungshafen noch 
in solcher Weise, dafs erst am 1. November in Hobsons-Bai geankert werden 
konnte. Es waren dann 115 Tage nach der Abreise vom Kanal verflossen. 
{n östlicher Länge hatte „Pacific“ 53 Tage zugebracht und dort: 20° O-Lg in 
40,4° S-Br am 18. September, 50° O-Lg in 42,1° S-Br am 27. September, 
30° O-Lg in 40,7° S-Br am 5. Oktober und die Länge der SW-Spitze von 
Australien in 40,2° S-Br am 14. Oktober gekreuzt, Der Mitsegler „Herkules“ 
hatte den Meridian von Kap Leeuwin in 45,2° S-Br am 30. September gekreuzt 
and vom „Canopus“ geschah dasselbe in 39,7° S-Br am 14. Oktober. 
Nachdem „Pacific in Australien noch mehrere andere Häfen besucht 
hatte, trat die mit Mehl beladene Bark am 18, April von Port Adelaide aus 
eine Reise nach Batavia an. Sie erreichte im Verlaufe derselben am 20, April 
die offene See und am 29. April den Meridian des Kap Leeuwin. Nachdem 
man westlich von dem letzteren gekommen war, wurde bei umlaufenden, der 
Richtung nach jedoch meist günstigen Winden ein nördlicher Kurs eingehalten, 
auf dem das Schiff bis zum 3. Mai nach 30° S-Br in 112,7° O-Lg vorrückte. 
Unweit dieses Punktes nahm der frische seit mehreren Tagen in langsamer 
Drehung nach links begriffene Wind eine östlich von Süd liegende Richtung an 
and wurde, ohne dafs eine fernere Störung beobachtet wurde, Passat. Bei 
demselben legte „Pacific“ den noch übrigen Theil der Reise bis zur Sunda- 
Strafse zurück. Am 14. Mai befand sich die Bark in Sicht von Java Head 
and am 18. Mai ankerte dieselbe auf der Rhede von Batavia. Zur Voll- 
endung der Reise waren 30 Tage erforderlich gewesen. 30° S-Br war in 
112,7” O-Lg am 3. Mai, 20° S-Br in 107,6° O-Lg am 8. Mai und 10° S-Br in 
106,5° O-Lg am 13. Mai gekreuzt worden. Während die Bark auf der Rhede 
von Batavia war, vernahm sie dort am 20. und 21. Mai donnerähnliches, durch 
einen Ausbruch des Krakatoa-Vulkans verursachtes Geräusch. Von Batavia 
aus trat „Pacific“ am 27. Juli die Rückreise nach dem Orderhafen Lissabon an. 
Am 29. Juli befand sich das Schiff südlich und frei von der Sunda-Strafse, wo 
gleich der frische SE-Passat angetroffen wurde. Man verfolgte bei demselben 
sinen südwestlichen Kurs, auf dem „Pacific“ bis zum 10. August nach 21,5° S-Br 
in 60,5° O-Lg gelangte. In der Nähe dieses Punktes lag die polare Passat- 
grenze, denn der Wind nahm dort bis zum ganz leisen Zuge ab und veränderte 
sich darauf nach SSW. Als der Wind aus dieser letzteren Richtung wieder 
kräftiger geworden war, kehrte er durch eine Drehung nach links zum östlichen 
Halbkreise zurück, um sich in demselben für längere Zeit zu halten. Unweit 
24,5° S-Br in 51° O-Lg vollendete der Wind in rascher Weise einen zweiten 
Rundlauf nach links, nach welchem er wieder mehrere Tage aus östlicher 
Richtung wehte. Indem sich der Wind dann auch noch fernerhin in mehr oder 
minder regelmäfsig verlaufenden Drehungen nach links bewegte, gewährte er 
dem Schiffe eine meistens günstige Gelegenheit, um nach Westen hin vorzu- 
rücken. Anhaltende Westwinde wurden nicht eher angetroffen, als bis „Pacific“ 
am 1. September nach 35,4° S-Br in 19,7° O-Lg vorgerückt war. Da diese 
indessen auch nicht stürmisch wehten, konnte „Pacific“ am 3. September die 
Länge der Kapstadt kreuzen und am 11. September zu dem in 10,5° Lg über- 
schrittenen Parallel von 30° Süd zurückkehren. Es waren bis dahin 21 Tage 
vergangen, seit dieselbe Breite im Indischen Ocean verlassen worden war, 
Während der Fahrt über dieses Meer hatte die Bark: 10° S-Br in 93,6° O-Lg 
am 30. Juli, 20° S-Br in 65,5° O-Lg am 8. August und 30° S-Br in 38,8° O-Lg 
am 21. August, wie 90° O-Lg in 11,2° S-Br am 1. August, 60° O-Lg in 21,5° 
S-Br am 11. August und 30° O-Lg in 33,6° S-Br am 27. August gekreuzt. 
Der frische Westwind, bei dem im Atlantischen Ocean 30° S-Br über- 
schritten wurde, veränderte sich in den nächsten Tagen nach links, und 
schliefslich entwickelte sich aus ihm ohne irgend welche vorhergehende Störung 
der Passat. Unweit 27° S-Br in 8° O-Lg, wo die Windrichtung am 13. Sep- 
tember eine südöstliche wurde, zeigte das Barometer auf einen höchsten Stand 
von 771,5 mm. Bei dem in mäfsiger und beständiger Weise wehenden Passat 
legte „Pacific“ den noch übrigen Weg zur Linie in 19 Tagen zurück, 20° S-Br 
wurden in 0,7° W-Lg am 17. September und 10° S-Br in 12° W-Lg am 
24, September geschnitten. In nördlicher am 30. September in 21,9° W-Lg
	        
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