Eingänge von meteorologischen Journalen etc., November 1883. 155
dort ebenfalls in ziemlich rascher Weise nach Westen hin -vorrücken und am
1. April in 81,2° W-Lg den Parallel von 50° Süd wieder überschreiten.
Während der 16 Tage, welche man südlich von demselben zugebracht hatte,
war nur an einem Tage stürmisches Wetter beobachtet worden. Das Vollschiff
„Argo“ war nach 50° S-Br in 81,8° W-Lg am 27. März gelangt. Auf dem
letzten Theil der Reise traf „Dione“ zunächst noch anhaltende NW- Winde an,
die den Fortgang nach Nord erschwerten. Erst nachdem sich am 10. April in
der Nähe von 43,5° S-Br in 80,5° W-Lg südlicher Wind eingestellt hatte,
konnte man in rascherer Weise fortschreiten, bis schliefslich am 16, April der
Bestimmungshafen erreicht wurde, 40° S-Br war in 78,4° W-Lg am 12. April
geschnitten worden. Der Mitsegler „4rgo“ war nach Valparaiso am 4. April
gelangt.
_ Nachdem „Dione“ in Talcahuano entlöscht worden war, versegelte sie nach
Zquique. Sie trat diese Reise am 6. Mai an und vollendete sie bei ungewöhnlich
schwachen unbeständigen Winden in 15 Tagen. Später. versegelte die Bark
auch nach Prisagua und diesen Platz verliefs sie am 24. Juli, um nach Hamburg
zurückzukehren. Sie segelte bei dem auf See angetroffenen frischen Passate
über St. B.-Bug, bis man am 31. Juli nach 27,9° S-Br in 83° W-Lg gelangt
war... Unweit dieses Punktes endete der Passat in Stille, und als diese nahezu
einen Tag lang angehalten hatte, folgten Westwinde, bei denen ein südöstlicher
Kurs eingeschlagen wurde. Nachdem man 40° S-Br überschritten hatte; wurde
die Fahrt durch wiederholt auftretende Stürme erschwert, und schliefslich er-
reichte „Dione“ am 20. August den Meridian des Kap Horn. Der 20. August
war der 27. bis dahin auf See zugebrachte Tag. Während dieser Zeit hatte
man: 30° S-Br in 84,3° W-Lg am 3. August, 40° S-Br in 87,3° W-Lg am
10. August und 50° S-Br in 84° W-Lg am 14. August. gekreuzt. Im. Atlan-
tischen Ocean nahm die Reise bei den dort beobachteten Westwinden. zunächst
einen recht befriedigenden Verlauf, Derselbe wurde jedoch ein langsamerer,
nachdem „Dione“ am 29. August nach 43° S-Br in 44° W-Lg gesegelt war,
denn nach dieser Zeit beobachtete man Windstille und später umlaufenden, oft
nördlichen und östlichen Wind, Nachdem der für längere Zeit herrschende
nördliche Wind schliefslich ein Ende genommen hatte, stellte sich am 15. Sep-
tember in der Nähe von 26° S-Br und 30,8° W-Lg der SE-Passat ein, bei dem
die Bark den letzten Theil .des Weges zum Aequator zurücklegte. Am 27, Sep-
tember, 38. Tage später, als man sich beim Kap Horn befunden hatte, ging
„Dione“ in 30° W-Lg von der südlichen zur nördlichen Halbkugel über. Vorher
war: 50° S-Br in 49,8° W-Lg am 26. August, 40° S-Br in 44,8° W-Lg am
2. September, 30 S-Br in 35° W-Lg am 11. September, 20° S-Br in 30,7° W-Lg
am 18. September uud 10° S-Br in 31,8° W-Lg am 22, September gekreuzt
worden..
In nördlicher Breite wurde von „Dione“ ein südwestlicher Monsun nicht
mehr angetroffen. Nachdem der SE-Passat die Bark bis zum 30. September
nach. 4,6° N-Br in 28,8° W-Lg geführt hatte, endete derselbe in Stille. Auf
diese. folgte bald leichte, vorherrschend aus südwestlicher oder südöstlicher
Richtung kommende Mallung, die sich bis nach 10° N-Br hin erstreckte, während
nördlich von diesem Parallel an mehreren Tagen frischer, unbeständiger Ost-
wind beobachtet wurde, Regelmäfsiger Passat wurde nicht eher als am
11. Oktober in der Nähe von 15° N-Br und 29° W-Lg angetroffen. Nach dem
Einsetzen dieses zwischen 16° und 25° N-Br am kräftigsten wehenden Windes
nahm die Reise für längere Zeit einen befriedigenden Verlauf. Der Passat
dehnte sein Gebiet aus bis nach 34° N-Br in 30° W-Lg, einem Punkte,.in
dessen Nähe derselbe am 19. Oktober, bei einem Barometerstand von 771,3 mm,
bis zum ganz leisen Zuge abnahm. Aus diesem, der mit Stille abwechselte,
entwickelte sich nach zwei Tagen wieder ein frischer Ostwind, der sich allmählich
nach rechts veränderte, bis aus ihm unweit 39,5° N-Br in 29° W-Lg ein
SW-Wind entstand. Da indessen später noch wiederholt östliche Winde beob-
achtet wurden, verzögerte sich der Fortgang der Reise in solcher Weise, dafs
erst am 3. November die Mündung des Kanals erreicht werden konnte. Es
waren damals 102 Tage nach der Abfahrt von Pisagua vergangen. In nörd-
licher Breite hatte man von dieser Zeit 37 Tage zugebracht und dort: 10° N-Br
in 27,4° W-Lg am 8. Oktober, 20° N-Br in 30° W-Lg am 13, Oktober, 30°.N-Br