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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

Eingänge von meteorologischen Journalen ete.,, November 1883. 
Während der Zeit, in welcher die erforderliche Länge zurückgelegt wurde, 
hielt „Charlotte“ sich meistens in der Nähe von 41° S-Br. Es wurden dort fast 
nur aus westlicher Richtung wehende Winde, die häufig stürmisch auftraten, 
angetroffen. Nachdem die Bark von denselben bis zum 9. Dezember nach 
39,6° S-Br in 45,5° O-Lg geführt worden war, wurde ein etwas nördlicherer 
Kurs eingeschlagen. Später gelangte man bei umlaufenden Winden bis zum 
21. Dezember nach 26° S-Br in 62,9° O-Lg, einem Punkte, in dessen Nähe der 
kurze Zeit vorher schwach gewordene Wind sich von SSW durch S nach SSE 
veränderte und Passat wurde. Dieser führte „Charlotte“ bis zum 26, Dezember 
zur Rhede von Port Lowis. Zur Vollendung der Reise waren 92 Tage erforder- 
lich gewesen. Auf dem letzten in östlicher Länge liegenden Reiseabschnitt hatte 
die Bark: 35° S-Br in 56,5° O-Lg am 13. Dezember, 30° S-Br in 61° O-Lg am 
18. Dezember und 25° S-Br in 61,9° O-Lg am 22. Dezember, wie 20° O-Lg in 
40,6° S-Br am 1. Dezember und 50° O-Lg in 38° S-Br am 10. Dezember 
gekreuzt. 
Nachdem „Charlotte“ in Mauritius entlöscht worden war, trat sie am 
31. Januar 1881 eine Reise nach Algoa-Bai an. Sie verfolgte bei dem auf See 
gleich angetroffenen Passat einen südwestlichen Kurs, auf welchem man bis zum 
5, Februar zu der in 27,8° S-Br und 46° O-Lg liegenden polaren Passatgrenze 
gelangte. Der sich dort nach NE verändernde Wind drehte bald darauf durch 
N nach SW und kehrte, nachdem er sich mehrere Tage im südwestlichen Viertel 
gehalten hatte, nach S und SE zurück. Als sich später am 13. Februar, in 
geringer Entfernung von 32,0° S-Br und 32° O-Lg, der Wind noch einmal in 
rascher Weise durch N nach SW veränderte, betrug die Windstärke für mehrere 
Stunden mehr als 10. Bei leichtem südöstlichem Winde erreichte „Charlotte“ 
am 16. Februar die Rhede von Port Elisabeth, 
Schon am 28. Februar verliefs „Charlotte“ Algoa-Bai wieder, um nach 
Singapore zu segeln. Sie verfolgte bei dem auf See wehenden SW-Winde 
zunächst einen südöstlichen Kurs und legte später, zwischen 40° und 41° S-Br, 
die erforderliche Länge zurück. Da die herrschenden Winde nicht selten aus 
östlicher Richtung wehten, war der Fortgang des Schiffes kein ganz befrie- 
digender und gelangte man erst am 20. März zu dem in 40° S-Br überschrittenen 
Meridian von 80° Öst. Auf dem Wege zum Gebiete des SE-Passats wurden 
fast nur aus westlicher Richtung wehende Winde angetroffen, und indem der 
zuletzt aus SW wehende Wind sich am 31. März, in der Nähe von 26,5° S-Br 
and 104,3° O-Lg, durch S nach SSE veränderte, wurde derselbe zum Passat. 
Dieser gleich kräftig durchfassende Wind begleitete „Charlotte“ nicht weiter, 
als bis nach 15,3° S-Br in 104,5° O-Lg, einem Punkte, in dessen Nähe der 
Wind am 3. April in leichte Mallung überging. Bei dieser, die fast nur aus 
östlicher Richtung kam und welche wiederholt von Stille unterbrochen wurde, 
mufste „Charlotte“ den noch übrigen Theil des Weges zur Sunda-Strafse zurück- 
legen. Am 12. April gelangte die Bark in Sicht der Küste von Java, Es 
waren bis dahin 43 Tage nach dem Antritt der Reise vergangen. Auf dem 
letzten, südlich von der Sunda-Strafse liegenden Theil der Reise hatte man: 
30° S-Br in 103,2° O-Lg am 28. März, 20° S-Br in 104,4° O-Lg am 2, April 
und 10° S-Br in 103,8° O-Lg am 9, April gekreuzt. Am 22. April ankerte 
„Charlotte“ auf der Rhede von Singapore. Am 19. Mai wurde dort der Anker 
wieder gelichtet, um nach Mauritius zurückzukehren und am 8. Juni befand sich 
die Bark am südlichen Ende der Sunda-Strafse. Der hier wehende frische SE- 
Passat wurde unweit 8° S-Br in 100° O-Lg noch wieder für einen Tag durch 
ganz leisen südöstlichen Zug unterbrochen. Später wehte er aber für längere 
Zeit kräftig, die Bark begleitend, bis sie am 23. Juni nach 19,1° S-Br in 
61,4° O-Lg gelangt war. In der Nähe dieses Punktes veränderte sich der zum 
ganz leisen Zuge herabsinkende Wind vach S und SSW. Von kräftigem, sich 
am 25. Juni wieder einstellendem SE-Winde wurde „Charlotte“ am 26. Juni zum 
Bestimmungshafen geführt. Es waren dann 18 Tage seit der Abreise von der 
Sunda-Straße vergangen. Während dieser Zeit hatte man: 90° O-Lg in 11,5° S-Br 
am 14. Juni und 60° O-Lg in 19,4° S-Br am 25, Juni gekreuzt. Gleich südlich 
von der Sunda-Strafse bis nach 8° S-Br in 100° O-Lg hin waren von „Charlotte“ 
groß auf der Meeresoberfläche treibende, Massen von Bimsstein angetroffen 
worden. 
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