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Eingänge von meteorologischen Journalen ete., Oktober 1883.
angetroffen und sich am Mittage des 6. September in 58° S-Br und 76° W-Lg
befunden, während gleichzeitig die hölzerne Bark in 59,3° S-Br und 77,8° W-Lg
stand. Am 1. Oktober, dem Tage, an welchem „Frieda Grampp“ ihren Bestim-
mungsplatz erreichte, befand sich „Fulda“ schon in 29,3° S-Br und 92,1° W-Lg.
Nachdem „Frieda Grampp“ später mehrere, an der Westküste Süd-
amerikas gelegene Häfen besucht hatte, trat sie am 13. Juni von Pisagua aus
die Rückreise nach Hamburg an. Sie fand zu Anfang derselben an zwei Tagen
leichte Mallung und Stille, und erst, nachdem man sich etwas von der Küste
entfernt hatte, einen etwas frischeren südöstlichen Wind. Bei demselben wurde
über St. B.-Bug gesegelt, bis man am 23. Juni nach 25° S-Br in 80° W-Lg
gekommen war. Unweit dieses Punktes, wo der Luftdruck einen höchsten
Stand von 769,5 mm erreicht hatte, veränderte sich der bis zum ganz leisen
Zuge abgenommene Wind durch S nach SW und nahm dann wieder an Stärke
zu. Später wurde jedoch noch wiederholt leichte Mallung wie auch südöstlicher
Wind angetroffen, und gewährten erst die südlich von 39° S-Br auftretenden,
jedoch auch nicht ununterbrochen herrschenden Westwinde eine erwünschte
Gelegenheit zur Förderung der Reise. Am 26. Juli, dem 43. bis dahin auf See
zugebrachten Tage, überschritt „Frieda Grampp“ den Meridian des Kap Horn.
Auf dem Wege zu demselben hatte die Bark: 30° S-Br in 83,2° W-Lg am
2. Juli, 40° S-Br in 87,7° W-Lg am 11. Juli und 50° S-Br in 83,5° W-Lg am
18. Juli gekreuzt. Am ersten, östlich von der Länge des Kap Horn verbrachten
Tage wurde die Fahrt der Bark durch nordöstlichen Wind verzögert; und
nachdem dieser Wind ein Ende genommen hatte, folgten zwei Tage, während
welcher leichte westliche Winde und selbst Stille beobachtet wurden. Erst bei
dem am 30. Juli einsetzenden kräftigen Westwinde nahm die Fahrt einen
befriedigenden Verlauf. Am 6. und 7. August überstand „Frieda Grampp“ in
der Nähe von 49° S-Br und 46° W-Lg einen ungewöhnlich heftigen Sturm, der
aus NE begann und von daher die Stärke 11 erreichte; der, als der Luftdruck
mit 718,5mm bis auf seinen niedrigsten Stand gesunken war, plötzlich nach
SW umsprang, dann bis zur Stärke 5 abnahm und für kurze Zeit in solcher
wehte; welcher schliefslich aber, als das Barometer zu steigen begann, rasch
wieder bis zum orkanartigen Sturme zunahm. Nach diesem Sturme hielt sich
der Wind für längere Zeit ungestört im westlichen Halbkreise, und folgte auf
den unweit 35° S-Br angetroffenen leichten Ostwind später auch noch wieder
westlicher Wind. Nördlich von 31° S-Br herrschten nordöstliche und nord-
westliche, wiederholt von Stillen unterbrochene Winde vor, und schlie(slich
stellte sich am 29. August in geringer Entfernung von 19° S-Br und 24° W-Lg
der SE-Passat ein. Derselbe, welcher entstand, indem der vorher herrschende
leichte SW-Wind sich durch S nach SSE veränderte, führte die Bark bis zum
7. September zu dem in 23,6° W-Lg überschrittenen Aequator. Die Bark hatte
die zwischen Kap Horn und Linie liegende Strecke in 43 Tagen vollendet und
auf derselben: 50° S-Br in 46° W-Lg am 5. August, 40° S-Br in 35,5° W-Lg
am 11. August, 30° S-Br in 28° W-Lg am 19. August, 20° S-Br in 24° W-Lg
am 29, August und 10° S-Br in 23,5° W-Lg am 3. September gekreuzt. In
nördlicher Breite ging der SE-Passat unmittelbar in den südwestlichen Monsun
über. Mallung, welche auch fast nur aus westlicher Richtung kam, wurde
angetroffen, als „Frieda Grampp“ bis zum 12, September nach 9° N-Br in
24,5° W-Lg gesegelt war. Am 18. September entwickelte sich aus kurzer
Stille in geringer Entfernung von 13,7° N-Br in 24° W-Lg der sich bis nach
34,5° N-Br in 29,8° W-Lg ausdehnende NE-Passat. In der Nähe dieses letzteren
Punktes, wo ein Barometerstand von 772,1 mm beobachtet wurde, veränderte
der Wind sich nach SE, und folgte nun noch ein längere Zeit anhaltender
Ostwind, bei dem der Luftdruck einen unweit 37° N-Br abgelesenen höchsten
Stand von 778,0 mm erreichte. Westliche Winde wurden nicht eher als am
10. Oktober in der Nähe von 41,5° N-Br und 26° W-Lg angetroffen. Nach
dem Einsetzen derselben wehten sie auch ununterbrochen und führten die Bark
bis zum 18. Oktober zur Mündung des Kanals. Es waren dann 127 Tage nach
dem Antritt der Reise vergangen. Im Nordatlantischen Ocean hatte man
41 Tage zugebracht und dort: 10° N-Br in 23,8° W-Lg am 14. September,
20° N-Br in 30° W-Lg am 22. September, 30° N-Br in 31,3° W-Lg am
29. September und 40° N-Br in 26,.5° W-Le am 8. Oktober gekreuzt.