Eingänge von meteorologischen Jaurnalen etc., Öktober 1888.
20. August, und „Caroline Behn‘“, welche durch die Banka-Straße gesegelt
war, hatte dasselbe in 105° O-Ly am 14. August gethan. Während der Fahrt
durch die China-Sce traf „Hans“ cinen beständigen SW-Monsun gar nicht an.
Allerdings war bis nach 10° N-Br hin die vorherrschende Windrichtung eine
westliche und südliche, doch war der Wind sowohl in Richtung wie Stärke un-
beständig. Nördlich vom letzteren Parallel herrschten zunächst an mehreren
Tagen umlaufende nördliche und östliche Winde, und schließlich stellte sich
am 3. September in der Nähe von 13,5° N-Br uud 113,5° O-Lg ein kräftiger
SE-Wind ein, der sich allmählich nach links veränderte und die Bark bis zum
7. September nach 22,5° N-Br in 119° O-Lg führte. Auf in der Nähe dieses
Punktes an zwei Tagen beobachtete Stille folgte am 9. September ein fast
stürmisch wehender NE-Wind, gegen den die Bark am 10. September auf der
Rhede von Amoy Schutz suchte. Da der Wind auch während der folgenden
Tage stürmisch aus NE und N wehte; wurde erst am 13. September der Anker
wieder gelichtet und die Reise fortgesetzt. Man konnte auch dann bei dem
sich meistens im nordöstlichen Quadranten haltenden leichten Winde nur in
sehr langsamer Weise nach Norden hin vorrücken.‘ Nachdem endlich am
1. Oktober 32° N-Br überschritten worden war, gewährte der sich nun häufiger
in westlicher oder südlicher Richtung haltende Wind eine etwas günstigere
Gelegenheit, und schliefslich erreichte ‚Hans‘ am 13, Oktober einen in der
Nähe des Bestimmungshafens gelegenen Ankerplatz. Es waren damals 158 Tage
nach der Abreise vom Kanal verflossen. Nachdem die Bark wieder nördliche
Breite erreicht hatte, war von ihr: 5° N-Br in 109,1° O-Lg am 26. August,
10° N-Br in 110,4° O-Lg am 30, August, 15° N-Br in 114° O-Lg am 3. Sep-
tember, 20° N-Br in 119,3° O-Lg am 6. September, 25° N-Br in 121° O-Lg am
17. September, 30° N-Br in 123,5° O-Lg am 27. September, 35° N-Br in
130,2° O-Lg am 5. Oktober und 40° N-Br iu 132,1° O-Lg am 8. Oktober über-
schritten worden. „Dido“ war nach Manila am 7, September gelangt, und
„Caroline Behn“ ankerte im Hafen von Hongkong am 29. August,
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17. Reise der Elsflether Bark „Hermes‘“, Kapt. D. Grube,
Am 4. September 1882 überschritt die auf einer Reise von Liverpool
nach‘ Rosario begriffene Bark „Hermes“ den Parallel von 50° N. Der mäfsige
dort damals herrschende Westwind veränderte sich während der nächsten Tage
allmählich nach rechts und drehie am 6. September durch N nach NE, Nach
dieser Veränderung wurde ein ungünstiger Wind nicht wieder angetroffen, und
nahm die Reise daher, und besonders auch nachdem sich am 11. September
in der Nähe von 37° N-Br in 19° W-Lg der Passat eingestellt hatte, einen
recht befriedigenden Verlauf, Eine Störung stellte sich erst ein, nachdem
„Hermes“ am 20, September zu der in 15,6° N-Br und 25,5° W-Lg gelegenen
äquatorialen Passatgrenze gelangt war. Der schon vorher allmählich ganz
schwach gewordene Wind ging dort in Stille über, auf die später ein, Vvor-
herrschend aus nördlicher oder westlicher Richtung kommender, loichter Zug
folgte. Unweit 6,8° N-Br in 20,5° W-Lg wurde am 29. September schwache
südsüdwestliche Briese angetroffen, von welcher die Bark bis zum 4. Oktober nach
3° N-Br in 15,2° W-Lg geführt wurde. Nachdem in der Nähe dieses Punktes
zum letzten Male gewendet worden war, veränderte sich der Wind allmählich
nach SSE und führte das Schiff bis zum 7. Oktober zu der in 20,4° W-Lg
überschrittenen Linie. Um zu derselben von 50° N-Br ab zu gelangen, waren
33 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit hatte man: 40° N-Br in
17,8° W-Lg am 10. September, 30° N-Br in 22,6° W-Lg am 14. September,
20° N-Br in 25° W-Lg am 17. September und 10° N-Br in 23,4° W-Lg am
26. September überschritten. Am 8. Oktober ging in 18,5° W-Lg auch die,
von Hamburg nach Sydney bestimmte Elsflether Bark „Vorwärts“ von nörd-
licher in südlicher Breite über. Dieselbe hatte den Kanal am 3. September
verlassen. Dagegen war ein anderer Mitsegler, die auf einer Reise von Cardiff
nach Singapore begriffene Bark „Madeleine Rickmers“, welche sich am 3. Sep-
tember in Sicht von Scilly befunden batte, schon am 25. September in 25,5°
W-Lg von nördlicher in südliche Breite übergegangen. Im Südatlantischen
Ocean wurde „Hermes“ bis nach 21,5° S-Br in 365° W-Lg vom Passat be-
Au. d. Hydr. etc. 1984 Heft IL