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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

Eingänge von meteorologischen Journalen etc, Oktober 1883. 
den‘ Vorgang begleitete, der SE-Passat_in den südwestlichen Monsun und dieser 
wieder später, indem sich der Wind am 5. August in der Nähe von 10,5° N-Br 
und 33,5° W-Lg von NW durch N nach NNE veränderte, in den NE-Passat 
über. Der zwischen 14° N-Br in 39,5° W-Lg und 17° N-Br in 44,5° W-Lg an 
drei Tagen nur schwach und unbeständig auftretende Passat begleitete die Bark 
ungewöhnlich weit nach Norden. Kine polare Passatgrenze läfst sich deshalb 
auch mit einiger Genauigkeit gar nicht angeben. . Unweit 37,5° N-Br sank der 
NE-Wind am 23. August zum ganz leisen Zuge herab, und bei dem am 
24. August wieder kräftiger werdenden NE-Winde erreichte „Adolph“ am 
26. August den Hafen von New York. Zur Vollendung der ganzen Reise waren 
120 Tage erforderlich gewesen. Seit die Bark die Lombock-Strafse verlassen 
hatte, waren 93 Tage vergangen, und von dieser Zeit hatte man 26 Tage im 
Nordatlantischen Ocean zugebracht. 10° N-Br hatte die Bark in 33,2° W-Lg 
am 4. August, 20° N-Br in 53,2° W-Lg am 13. August und 30° N-Br in 
68,7° W-Lg am 19. August gekreuzt. Kapt. Mohr berichtet am Schlusse seiner 
Reise, dafs ein norwegisches Schiff, welches 27 Tage vor dem „Adolph“ von 
Zioilo aus in See. ging, mit .ihm zugleich ‚im Hafen von New York ankerte. 
Dasselbe hatte die durch die Makassar- und Sunda-Strafse führende Route ein- 
gehalten und sich am 35. Tage der Reise bei Anjer befunden. Ein amerikanisches 
Schiff, welches 18 Tage früher als „Adolph“ von [/loilo abgegangen war, hatte 
New York am 26. August noch nicht erreicht. 
16. Reise der Flensburger Bark „Hans‘, Kapt. A. Thomsen. 
Die auf einer Reise von Hamburg nach Wladiwostock begriffene Bark 
„Hans“ befand sich am 8. Mai 1882 in der Nähe von Lizard. Dieselbe konnte 
von dort aus bei den zunächst angetroffenen leichten veränderlichen Gegen- 
winden nur langsam nach Süden hin vorrücken, so dafs am 15. Mai der Schiffs- 
ort noch 45° N-Br in 14,3° W-Lg war. Nachdem die unweit dieses Punktes 
herrschende Stille durch allmählich auffrischenden Ostwind verdrängt worden 
war, nahm die Reise einen rascheren Verlauf, und ebenso geschah dasselbe 
bei dem südlich von 36,5° N-Br herrschenden NW-Winde, Kine längere Ver- 
zögerung erfolgte wieder, nachdem „Hans“ bis zum 23. Mai nach 26,5° N-Br 
in 24° W-Lg gesegelt war. Der sich von NW nach N verändernde Wind sank 
dort zum ganz leisen Zuge herab, und dauerte es dann nahezu vier Tage, 
bevor sich aus demselben -der Passat entwickelte, Unweit 24,5° N-Br in 
25,5° W-Lg, wo am 27. Mai der nordöstliche Zug zur leichten Briese wurde, 
schien die polare Passatgrenze zu liegen. In ihrer Nähe wurde. ein höchster 
Barometerstand von 767,6 mm beobachtet. Der Passat begleitete „Hans“ bis 
nach 8,4° N-Br in 27,5° W-Lg. In geringer Entfernung. von diesem Punkte 
betrat die Bark am 2, Juni den Stillengürtel, in welchem bis nach 5,4° N-Br 
in 25,8° W-Lg südliche und östliche Mallung, südlich von diesem Punkte leichte 
südwestliche Briese vorherrschte. Als die Bark bei derselben bis zum 9. Juni 
nach 5° N-Br in 23° W-Lg vorgerückt war, stellte sich der anfänglich ganz 
faue SE-Passat ein, von welchem „Hans“ bis zum 12. Juni zu dem in 27,2°. W-Lg 
äberschrittenen Aequator geführt wurde. Um zu demselben von Lizard aus 
zu gelangen, waren 35 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit hatte 
man: 40° N-Br in 18,5° W-Lg am 17. Mai, 30° N-Br in 22,8° W-Lg am 21. Mai, 
20° N-Br in 27,8° W-Lg am 28. Mai und 10° N-Br in 27,7° W-Lg am 1.. Juni 
gekreuzt. Am 7. Juni war in 31,1° W-Lg die von Hamburg nach Hongkong 
bestimmte Bark „Caroline Behn“ von der nördlichen zur südlichen Halbkugel 
übergegangen. Dieselbe hatte den Kanal.am 12. Mai verlassen und sich am 
Mittage des 5. Juni in 5,2° N-Br und 27° W-Lg befunden, während damals 
gleichzeitig „Hans“ in 5,3°.N-Br und 26° W-Lg gestanden hatte. „Caroline 
Behn“ segelte von dort über St. B.-Bug, während „Hans“ noch für mehrere 
Tage nach SO lag, und erreichte als Folge dieses verschiedenen Verfahrens 
die erstere Bark die Linie nicht weniger als fünf Tage früher als „Hans“. 
Ein anderer Mitsegler, die eiserne, auf einer Reise von Hamburg nach Manila 
begriffene Bark „Dido“, verliefs nördliche Breite in 28,2° W-Lg am 11.. Juni. 
Dieses Schiff war vom Kanal ebenfalls am 12. Mai abgegangen, hatte jedoch 
später. die östlich von der Kap Verde-Gruppe nach Süden führende Route ein-
	        
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