Weyer: Bestimmung des Beobaehtungsortes etc.
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Versuch von besonderen Vorrichtungen zur genaueren Messung auf dem Globus
ausgeführt. Sodann behandelt Graham wohl zum ersten Male die Korrektion
der Beobachtung für den unvermeidlichen Fall, dafs das Schiff in der Zwischen
zeit seinen Ort verändert hat, und zwar sogleich mit glücklichem Erfolge, was
man nicht immer von späteren Vorschlägen darüber, selbst in der neuesten Zeit,
sagen kann.
Die Einrichtung des Instruments ist nach der beigegebenen Figur leicht
verständlich.
ABC ist eine Halbkugel, welche bis zum unteren Wendekreise DD ver
längert ist, AC der halbe Actjuntur, eiugethcilt iu 12 Stunde» oder 180 Grade
mit Unterabtheilungcn (iuto Minute«, sagt Graham), und eine ähnliche TheiluDg
findet sich auf dem unteren Wendekreise, welcher zur Einstellung dieut. EE ist
der um die Axe FF drehbare Meridian und G ein Index-Arm, um den Meridian
mittelst der Scheibe H für irgend einen Stundenwiukel zu befestigen. Zwischen
diesem beweglichen Meridian und dem Globus befindet sich der um seinen Null
punkt drehbare Kreisbogen fli (a circular Beam-compass), dessen Nullpunkt
einer Aufgabe gemal's zu sielten mul die gesuchten Grüben daran abzulcsen. Der Globus läfst siel:
auch bequem in die Höhlung des Stativs legen und durch einen elastischen Ana dort befestigen.
Diejenigen Aufgaben der Praxis, welche nicht mehr Genauigkeit als auf einen Grad erfordern, z. B.
Azimuthbestimmungen, sind demnach schnell und genügend mit dem Instrumente zu lösen. Ebenso
beim Segeln im gröbsten Kreise, wo die Kugel als Erdglobus zu betrachten ist, nachdem die ge
gebenen Oerter nach Breite und Länge abgemessen sind. Ferner dient das Instrument, wie jeder
andere Himmelsglobus, zur Orientirang über die nach Zeit nnd Ort sichtbaren Sterne, mithin auch
zur bequemen Vorbereitung für die Beobachtungen und endlich als brauchbares Anschauungsmittel
in der sphärischen Astronomie, überhaupt. Auerkennenswerth ist die sorgfältige Ausführung des
Instruments, von dem schon ein Exemplar in der Ausstellung maritimer Gegenstände zu Hamburg
bei der Einweihung der neuen Deutschen Seewarte sich befand. Seitdem hat sich der gelegentliche
Gebrauch desselben auch auf der hiesigen Marine-Akademie befriedigend gezeigt, war jedoch dem
Globus mit gewöhnlicher Aufstellung nicht in allen Fällen vorznzieben.