I
Alin. (1. Hy «Ir. ete., XI. Jalirg. (1883), Heft 1,
1
Die physische Oceanographie und Meteorologie der das Kap der
guten Hoffnung umgebenden Meerestheile im Südatlantischen und
Indischen Ocean, zwischen 30° bis 50“ S-Br und 10° bis 40° O-Lg.
Nach Abschluß der Diskussion der oceanograpliischen und raaritim-
raeteorologiscken Beobachtungen in dem äquatorialen Gebiete des Atlantischen
Oceans, in den neun Zehngrad-Feldern zwischen 20° N-Br bis 10° S-Br und
10° bis 40° W-Lg, durch Kapt. Henry Toynbee, Marine-Superintendent des
„Meteorological Office“ in London, im Jahre 1875 (s. „Ann. d. Hydr. etc.“ 1876,
pag. 376—383; 1877, pag. 309—329 und 359—381) wurde noch in demselben
Jahre, nach Anordnung des „Meteorological Committee of the Royal Society“,
mit der Bearbeitung derjenigen sechs Zehngrad - Felder begonnen, welche
zwischen 30° bis 50° S-Br und 10° bis 40° O-Lg liegen und von den die
Route um das Kap der guten Hoffnung sowohl nach Australien als auch nach
und von Indien und China einschlagenden Segelschiffen durchschnitten werden.
Dieses Gebiet ist für die physische Oceanographie und für die praktische Navi
gation um so wichtiger, als innerhalb desselben starke und zuweilen miteinander
zusammentreffende Strömungen Vorkommen, welche erhebliche Unregelrnäfsig-
keiten der Oberflächentemperatureu des Meeres bedingen, ferner plötzliche und
gefährliche Wechsel von Wind und Wetter sich ereignen, und als es in seinem
südlichen Theile in gewissen Monaten häufig von Treibeis heimgesucht wird.
Diese Bearbeitung ist ebenfalls von Kapt. Toynbee ausgeführt; die Er
gebnisse derselben hat das „Meteorological Council“ im Jahre 1882 veröffent
licht, in einem Atlas von 27 Karten und in einem Schriftwerk mit Erläuterungen
zu diesen Karten. 1 )
Das Material, welches dieser Arbeit zu Grundo liegt, besteht aus ca
147 000 Beobachtungssätzen (also 12 250 für jedon Monat), welche sich aus
den gleichzeitigen Notirungcn über Luftdruck, Temperatur der Luft und des
Meeres, das specifische Gewicht des Wassere an der Oberfläche, Wind, Wetter
und Wolken zusammensetzen und sich über einen Zeitraum von 24 Jahren (1855
bis incl. 1878) erstrecken; die Beobachtungen selbst sind meistens vierstündlich
angestellt; für die Darstellungen der Strömungen sind die in der Regel täglich
einmal von den betreffenden Schiffen bestimmten Stromversetzungen benutzt
worden.
Von den 147 000 Beobachtungssätzeu sind 94 000 den in dem „Meteoro
logical Office“ auf bewahrten Logbüchern entnommen, welche zum gröfsten Theile
von Handelsschiffen hemihrc», — 10 000 den Logbüchern der Schiffe der
•) Die vo list« ml ¡gen Tirol dieser Werke Mind:
1. Meteorological Charts for the Ocean District adjacent to the Cape of good hope. Publi
shed under the authority of the Meteorological Council. London 1882. Official No. 43. Price 2;> sh.
2. Remarks explanatory of the Charts of Meteorological Data for tile Ocean District adjacent
to the Cape of good hope, Tb. Price 7 sh.