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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

Kleine hydrographische Notizen. 
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Aaii. d. Bjdr. etc., 1$$3, Hefl XIL 
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tuir iu deu „Auu. d. Hydr. clc.“ unter den Reiseberichten deutscher Schiffe 
keine Reise aufgefallen, bei welcher die Durchsegeluug der 0»ii>at/-Passitge so 
viel Zeit beansprucht hätte, als meine jetzige. In den Monaten November 1879 
und Dezember 1881 habe ich die Verhältnisse hier günstiger gefunden.“ 
5. (D. S.). Witterung in Corinto und Chira (Westküste von 
Ccntralamerika). Kapt. H. Kruse vom deutschen Schiffe „Palms“ berichtet: 
„Während unseres Aufenthalts in Corinto vom 20. August bis zum 6. Sep 
tember 1882 wehte am Tage eine flaue Seebriese aus SSE und in der Nacht 
Laudbriese aus NE. In deu Morgenstunden war der Monte Viejo stets klar zu 
sehen. Mit vorrückender Tageszeit häuften sich indefs Wolken um denselben, 
die ihn gegen 4 Uhr Nachmittags gänzlich einhüllten. In der letzten Zeit unseres 
Hierseins kamen von dort zur Zeit des Hochwassers plötzliche heftige Gewitter 
mit starkem Regen und Wind herüber, welche mit voller Kraft bis IO 1 Abends 
auhielten, worauf sieh die Luft bedeutend abkühlte und Landbriese folgte. Am 
5. September hatten wir von 4 Uhr Nachmittags bis zum folgenden Morgen um 
3 Uhr schwere Gewitter mit starkem Regen. Um 10 Uhr Abends schlug der 
Blitz dicht an der St-B.-Seite des Schiffes ins Wasser. Die Temperatur der 
Luft war im Mittel etwa 29° C. 
Vom 17. September bis zum 6. Dezember 1882 lagen wir in Clara, am 
Golf von Nicoya. Bis Mitte November war daselbst die Witterung sehr un 
beständig. Die Temperatur der Luft variirte zwischen 28° und 32° C. Gewitter, 
welche in NO aufkamen und nach West hinüberzogen und von anhaltendem 
schwerem Regen begleitet waren, traten fast täglich, besonders im Monat 
Oktober, auf. In dieser Zeit war der Wind vorherrschend E—NE. Zu Anfang 
des Monats November herrschte häufig am Tage Windstille Lei einer sehr hohen 
Luftwärme. Des Nachts dahingegen wehte meistens ein leiser Zug von NE bis 
NW. Thaubildung fand nicht statt. Vom 14. bis zum 17., vom 23. bis zum 26. 
und vom 30. November bis zum 2. Dezember hatten wir Norder zu bestehen, 
auf welche bis zum 6. Dezember, dem Tage unserer Abreise, vorwiegend Wind 
stille und eine grofse Wärme folgte.“ 
6. (D. S.) Färbung der See und Wasserhose im Indischen 
Occau. Kapt. ßonnhorst von der deutschen Bark „Capella“ berichtet 
Folgendes: 
„Am 8. Januar 1883, auf 40° 23' S-Br und 24° 31' O-Lg, sahen wir 
mehrere grofse gelbliche Flächen auf dem Meere. Bei genauer Untersuchung 
zeigte cs sich, dafs dieselben durch Quallen von 1 cm Länge und 4 mm Breite 
horvorgerufen wurden, dereu Köpfe eine gelbliche Farbe hatten. Die Er 
scheinung wiederholte sich am 20. Januar auf ungefähr 40° 20' S-Br und 
63° 15' O-Lg. 
Am 24. Januar um 6 Uhr Abends, [auf 36° 27' S-Br und 76° 34' O-Lg, 
beobachteten wir bei mäfsigem Nordwinde eine Wasserhose in NW, welche sich 
indefs nach einer halben Stunde und bevor sie das Schiff erreichte auflöste und 
mit einer dicken Nimbus-Wolke vereinigte. Nach dem Verschwinden dieser 
Wolke im SO trat erst Windstille und Staubregen auf, bis später der Wind 
aus seiner früheren Richtung wieder zu einer lebhaften Briese auffiischte.“ 
7. Ueber das Zufrieren und Anfthauen der unteren Donau 
zwischen den Mündungen des Sereth und Pruth haben wir in diesen 
Annalen, 1879, pag. 476 und 477 eine Zusammenstellung für die Jahre ;837 
bis 1879 nach deu Berichten des Handelshauses Fossold u. Co. zu Galats 
veröffentlicht; diese ist gegenwärtig bis zum Jahre 1883 erweitert worden. 
Wir theilen hier zur Vervollständigung jener ersten Tabelle nachstehende 
Daten mit. 
Winter 1879/80 1881 1882 1883 
Dat. d. Gefrier. Dez. 14 Febr. 23 Febr. 9 Jan. 23 
„ „ Aufth. März 18 März 7 Febr. 25 März 11 
Anz. d. Tage d. Gefrier. 96 13 17 47 
Aus diesen Angaben und den iu der Tabelle in den Annnalen 1879, 
pag. 477 mitgctheilten geht hervor, 1) dafs die Donau bei Galatz, für welchen
	        
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