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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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Eingänge von meteorologischen Journalen ete., August 1883. 
Auf dem Wege zum Passatgebiete fand „Polynesia** zunächst nordwestliche 
Winde von solcher Stärke, dafs dadurch eine rasche Fahrt verhindert wurde. 
Nördlich von 30° S-Br herrschten leichte, von Stillen unterbrochene Westwinde, 
und schliefslieh stellte sich, indem leichter Zug sich von SW dureh S nach SB 
veränderte und aus letzterer Richtung auffrischte, der SE-Passat ein. Der Luft 
druck, welcher in der Nähe der am 25. Dezember in 27° S-Br und 92,8° O-Lg 
überschrittenen, polaren Passatgrenze 763,8 mm betrug, stieg später bis zu dem 
unweit 23° S-Br beobachteten Maximum von 767,4 min. Der zwischen 24° und 
12° S-Br recht kräftig wehende Passat besafs nördlich vom letzteren Parallel 
nur geringe Stärke und endete, als das Schiff am 2. Januar 1883 nach 6,5° 
S-Br in 90° O-Lg gelangt war. Die Zurücklegung der zwischen diesem Punkte 
und Aequator liegenden Strecke erforderte infolge anhaltender östlicher Mal 
lung und Windstille eine solch lange Zeit, dafs „Polynesia“ erst am 12. Januar 
zu der in 88,5° O-Lg überschrittenen Linie gelangte. Auf dem Wege zu diesem 
Punkte hatte das Schiff vorher: 30° S-Br in 90,8° O-Lg am 21. Dezember, 
20° S-Br in 91,4° O-Lg am 27. Dezember und 10° S-Br in 89,5° O-Lg am 
31. Dezember gekreuzt. Der Mitsegler „Dorothea* war nach 20° S-Br in 110° 
O-Lg am 28. Dezember und nach 10° S-Br in 122,4° O-Lg am 6. Januar ge 
langt. In nördlicher Breite traf „Polynesia“ am 18. Januar in der Nähe von 
0,3° N-Br den frisch einsetzenden NE-Monsuu an, bei dem über B. B.-Bug ge 
segelt wurde. Indem „Polynesia“ später wiederholt Schläge über St. B.-Bug 
machte, gelangte sie bis zum 20. Januar nach 10,8° N-Br in 83,8 9 O-Lg. Man 
traf später etwas raumereu Monsun, und als das Schiff sich am 27. Januar 
UDweit 16° N-Br in 86,5° O-Lg befand, trat Mallung und Stille ein. Bei dem 
auf diesen Zustand folgenden, hoch nördlichen Winde legte „ Polynesia“ den 
letzten Theil der Reise zurück. Am 31. Januar befand sich das Schiff in Sicht 
vom Alguadu-Femr, und am 4. Februar ankerte dasselbe in der Nähe der 
Rango<?»• Flufsmündung. Es waren dann 116 Tage seit der Abreise vom Kanal 
verflossen. Um von der Linie im Indischen Ocean her den Bestimmungsplatz 
zu erreichen, wax-en 23 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit hatte 
man: 5° N-Br in 84,7° O-Lg am 15. Januar, 10° N-Br in 84° O-Lg am 20. Ja 
nuar und 15° N-Br in 84,7° O-Lg am 25. Januar überschritten. An demselben 
Tage, an welchem „Polynesia“ bei China Buchet/' ankerte, geschah es auch von 
dem eisernen Hamburger Vollschiffe „ Urania“. Dasselbe batte sich am 19. Sep 
tember bei Lizard befunden und war nach 0° Breite in 22,7° W-Lg am 20. Ok 
tober'. nach 0° Länge in 37,5° S-Br am 7. November, nach 80° O-Lg in 37,5° 
S-Br am 28. November und zur Liuie im Indischen Oeean in 93,2° O-Lg am 
17. Dezember gelangt. Nachdem dieses Schiff bei der in nördlicher Breite 
zunächst beobachteten, veränderlichen westlichen Briese in drei Tagen nach 
4,2° N-Br in 93,3° O-Lg gesegelt war, faud es dort den später heftig wehenden 
NE-Mqdsud, von welchem es bis zum 25. Dezember nach 14,2° N-Br in 89,9° 
O-Lg geführt wurde. Nach dieser Zeit wendete dasselbe häufiger, und nachdem 
es sich am 29. Januar in Sicht der nördlichsten Insel in der Andamanen-Gvu\)\)v 
befunden hatte, erreichte es am 4. Februar, 18 Tage später als mau wieder in 
nördliche Breite gelangt war, die Äawprotm-Flufstmindung. Noch ein anderer 
Mitsegler, das Bremer uach Singapcrc bestimmte Vollsehiff „Deike Rickmers 
welches 50° N-Br am 11. Oktober, die Linie iu 29° W-Lg am 7. November und 
wieder in 91° O-Lg am 9. Januar überschritten hatte, traf in nördlicher Breite 
derart anhaltende Stille und leichte Mallung, dafs nicht weniger als sechs Tage 
erforderlich waren, tun vom Aequator aus nach 0,8° N-Br in 91,5° O-Lg zu ge 
langen. Nachdem es später bei leichter westlicher und östlicher Mallung bis 
zum 22. Januar nach 5,1° N-Br iu 94,7° O-Lg gesegelt war, fand es dort den 
frischen, aus raumer Richtung wehenden NE-Monsun. Und als das Schiff bei 
ihm auf rechtweisendem Nordkurse bis zum 23. Januar nach 7,3° N-Br in 
94,3° O-Lg gelangt war, wurde gewendet und versucht, nach Osten hin zu 
kreuzen. Am 6. Februar erreichte „Deike Rickmers u die Rhedo von Singapore. 
Nachdem „Polynesia“ in Rangoon mit Reis beladen worden war, wurde 
am 28. Februar die Heimreise angetreten. Auf Soo steuerte man bei der dort 
herrschenden, leichten, meist nördlichen Mallung Kurs für den Zehn Grad Kanal 
und passirte denselben bei etwas frischerem NW-Win de am 7. März. Als man 
westlich von den Inseln gekommen war, hielt sich der leichte Wind im nord
	        
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