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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

Eingänge von meteorologischen Journalen etc., August 1883. 
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mehrere Tage später wurde in etwa 26° S-Br und 51° O-Lg ein Barometer 
stand von 767,1 mm abgelesen. Als „Wilhelm“, der bei den später südlich 
vom Passatgebiete angetroffenen, umlaufenden Winden einen einigermafsen be 
friedigenden Fortschritt hatte erzielen können, am 24. Mai nach 35,2“ S-Br in 
22,8° O-Lg gelangt war, nahm der Wind wieder westliche Richtung an, um 
dieselbe für längere Zeit zu behalten. Au demselben Tage, an welchem dieser 
Wind einsetzte, wurde auch dor einzige bei der Umsegelung des Kap der guten 
Hoffnung erlebte Sturm überstanden. Derselbe, welcher bei zunehmendem Luft 
drucke wehte, begann aus WNW und endete aus S. Bevor derselbe einsetzte, 
batte das Barometer mit 753,5 mm schon seinen niedrigsten Stand erreicht. 
Am 29. Mai kreuzte „ Wilhelm“ bei nordwestlichem Winde den Meridian der 
Kapstadt, und nachdem der Fortgang der Reise dann noch für längere Zeit 
durch NW-Wiod verzögert worden war, gelang es endlich, am 7. Juni 
30° S-Br in 44,4° O-Lg zu erreichen. Es waren damals 21 Tage vergangen, 
seit man denselben Parallel im Indischen Ocenn verlassen hatte. Während der 
Fahrt zur Südspitze Afrikas war: 10° S-Br in 82° O-Lg am 26. April, 20° S-Br 
in 66,5° O-Lg am 1. Mai, 30° S-Br in 37,2° O-Lg am 17. Mai, 90° O-Lg in 
2,5° S-Br am 18. April, 60° O-Lg in 22,5* S-Br am 3. Mai und 30° O-Lg in 
32,2° S-Br am 19. Mai geschnitten worden. 
Der frische WNW-Wind, bei dem „ Wilhelm“ wieder nördlich von 30° S-Br 
gelaugte, veränderte sieb noch an demselben Tage durch W und S nach SE, 
und wurde Passat. Die Grenze desselben schien unweit 29° S-Br in 14° O-Lg, 
wo ein höchster Barometerstand von 770,4 mm herrschte, zu liegen. Der 
kräftige, von Böen begleitete Passat wurde nördlich von 9,5° S-Br flauer und 
führte das Schiff bis zum 25. Juni zu der, in 20,8° W-Lg überschrittenen Linie. 
Um zu derselben von 30° S-Br zu gelangen, waren 18 Tage erforderlich ge 
wesen. 20° S-Br hatte man in 0° Lg am 13. Juni und 10° S-Br in 12,4° W-Lg 
am 19. Juni gekreuzt. In nördlicher Breite wurde „ Wilhelm“ bis nach 5,8° N-Br 
in 24,1° W-Lg vom SE-Passate begleitet. Den in der Nähe dieses Punktes 
erreichten Stillengürtel überschritt man bei leichter, meist westlicher und 
südlicher Briese in einer W f oche, nach welcher am 4. Juli, unweit 10,8° N-Br 
in 24,5° W-Lg, der NE-Passat wieder angetroffen wurde. Dieser zwischen 15° 
und 28° N-Br in gröfster Stärke wehende Wind dehnte sein Gebiet nordwärts 
aus bis nach 29,5° N-Br in 38,5° W-Lg. Als ,, Wilhelm“ diesen Punkt am 
15. Juli erreicht hatte, nahm der Wind bei auf 771,0 mm gestiegenem Luft 
drucke, bis zum leisen, später mehrere Male von Stille unterbrochenen Zuge ab. 
Am 18. Juli stellte sieh westlicher Wind ein, der allmählich auffrisehte und 
welcher auf dem noch vorliegenden Reiseabschnitt vorherrschend blieb. Am 
3. August gelang es die Mündung des Kanals zu erreichen. Zur Vollendung 
der Reise waren 132 Tage erforderlich gewesen. Im Nordatlantischen Ocean, 
wo 39 Tage zngebracht worden waren, hatte „ Wilhelm“: 10° N-Br in 24,3° W-Lg 
am 3. Juli, 20° N-Br in 33,2° W-Lg am 10. Juli, 30° N-Br in 38,9° W-Lg am 
16. Juli und 40° N-Br in 31,8° W-Lg am 24. Juli geschnitten. 
17. Reise der Elsflether Bark „Teutonia“, Kapt. A. Spieske. 
Die von Hamburg nach Valparaiso bestimmte Bark „ Teutonia“ befand 
sich am 1. September 1882, nicht weniger aU 20 Tage naeh dem Antritt der 
Reise, in der Nähe von Lizard, Gegenwinde, wie solche den Verlauf der Reise 
bis dahin verzögert hatten, verhinderten auch nun noch den Fortschritt nach 
Süden in solcher Weise, dafs am Mittage des 3. September der Sehiflsort noch 
49° N-Br in 5,6° W-Lg war. Am Nachmittage dieses Tages nahm endlich der 
schwach gewordene Westwind nördliche Richtung an, wurde dann bald kräftiger 
und gewährte der Bark endlich die ersehnte Gelegenheit, die Reise in rascherer 
Weise fördern zu können. Nach dieser Windvoränderuug wurde für lange Zeit 
kein ungünstiger Wind wieder an getroffen; denn indem der Wind später die 
Drehung nach rechts fortsetzte, ging derselbe unmittelbar in den Passat über. 
Die polare Grenze dieses letzteren Windes läfst sich deshalb mit einiger Sicher 
heit nicht angeben. Südlich von 44,5° N-Br war die Windrichtung eine östliche, 
ein höchster Barometerstand von 771,2 mm wurde in der Nähe von 46° N-Br 
und 9,8° W-Lg beobachtet. Der zwischen 32° und 14° N-Br am kräftigsten 
angetroffene Passat begleitete die Bark, bis sie am 19. September naeh 12,2° 
Juan. d. Hydr. etc.» 183$, Heft XII. 7
	        
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