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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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Eingänge  von  meteorologischen  Journalen  etc.,  Augnst  18S3.

Am  19.  JaDuar  1883  vcrliefs  die  mit  Mehl  beladene  und  nach  einem
englischen  Orderhafen  bestimmte  „Fulda“  den  Coiwm£>i«-Flufs  wieder.  Sie  überschritt:
  40°  N-Br  in  126,8°  W-Lg  am  28.  Januar,  30°  N-Br  in  122,7°  W-Lg  am
1.  Februar,  20°  N-Br  in  120°  W-Lg  am  5.  Februar  und  10°  N-Br  in  118,5°  W-Lg
am  8.  Februar.  Am  13.  Februar,  an  welchem  Tage  der  Aequator  in  120,5°
W-Lg  erreicht,  wurde  wieder  mit  der  Führung  des  meteorologischen  Journals
begonnen.  Nachdem  in  südlicher  Breite  noch  zwei  Tage  bei  leichter  östlicher
Mallung  und  Stille  verbracht  worden  waren,  traf  „Fulda“  am  15.  Februar  in
der  Nähe  von  0,6°  S-Br  in  121,2°  W-Lg  den  SE-Passat  an,  bei  dem  das  Schiff
bis  zum  23.  Februar  nach  18,2°  S-Br  in  123,7°  W-Lg  segelte.  In  der  Nähe
dieses  Punktes  endete  der  Passat.  Der  Wind  veränderte  sich  dort  nach  NE
und  hielt  sich  darauf  für  längei’e  Zeit  vorherrschend  in  hoch  nördlicher  Richtung.
Südlich  von  44°  S-Br  stellten  sieh  durchstehende  Westwinde  ein,  die  das  Schiff
in  rascher  Fahrt  zur  Länge  des  Kap  Horn  führten.  Dieselbe  wurde  am  21.  März,
36  Tage  später  als  der  Aequator  verlassen  worden  war,  überschritten.  Auf
dem  Wege  zu  derselben  hatte  man:  10°  S-Br  in  124,8°  W-Lg  am  19.  Februar,
20°  S-Br  in  123,4°  W-Lg  am  24.  Februar,  30°  S-Br  in  121°  W-Lg  am  1.  März,
40°  S-Br  in  116,5°  W-Lg  am  6.  März  und  50°  S-Br  in  105,5°  W-Lg  am  12.  März
f eschnitten.  Am  14.  März  hatte  „Fulda“  in  der  Nähe  von  52°  S-Br  und  95°
7-Lg  einen  von  orkanartigen  Hagelböen  begleiteten  SSW-Sturm  überstanden,
durch  den  das  Schiff  zum  Beidrehen  gezwungen  wurde.
Im  Südatlantischen  Ocean  traten  die  hier  zunächst  meistens  aus  nördlicher
Richtung  wehenden  Westwinde  nicht  so  beständig  auf,  wie  man  sie  im  Grofsen
Ocean  beobachtet  hatte.  Unweit  53,5°  S-Br  in  53,5°  W-Lg  wehte  der  Wind
am  25.  März  stürmisch  aus  E  und  am  darauf  folgenden  Tage  herrschte  leichte
östliche  Mallung.  Im  Allgemeinen  waren  jedoch  die  Verhältnisse  keine  ungünstigen ­
  und  daher  der  Fortgang  des  Schiffes  auch  ein  befriedigender.  Nachdem ­
  44°  S-Br  überschritten  worden  war,  veränderte  sich  der  Wind  nach  SW,
und  nördlich  von  34°  S-Br  stellte  sich  abermals  Ostwind  ein.  Derselbe  entstand,
indem  der  frische  Wind  durch  S  nach  SE  drehte,  und  führte  er  dann  im  Laufe
der  folgenden  Tage  diese  Drehung  noch  weiter  aus,  bis  seine  Richtung  NNE
geworden  war.  Nachdem  dieser  Strich  unweit  22°  S-Br  erreicht  worden  war,
hielt  der  Wind  in  seiner  Drehung  eiD,  und  indem  er  langsam  nach  NE  zurückging, ­
  entstand  in  dieser  ungewöhnlichen  Weise  aus  ihm  schliefslich  der  Passat.
In  der  Nähe  von  19,5°  S-Br  in  32°  W-Lg,  wo  die  Windrichtung  am  11.  April
eine  östlich  von  NE  liegende  wurde,  schien  die  polare  Passatgrenze  zu  liegen.
Als  später  der  nur  zwischen  13,5°  und  5,5°  S-Br  kräftig  herrschende  Passat
das  Schiff  bis  zum  20.  April  nach  2,1°  S-Br  in  29,5°  W-Lg  geführt  hatte,  endete
derselbe  in  leichte  Mallung  und  Stille.  Der  in  diesem  Falle  so  weit  in  südliche
Breite  hinüberroichcnde  Stillengürtel,  in  welchem  ein  starker  Oststrom  beobachtet
wurde,  war  so  schwierig  zu  überschreiten,  dafs  „Fulda“  nicht  eher  als  am
24.  April  zu  der  in  27,9°  W-Lg  gekreuzten  Linie  gelangen  konnte.  Um  zu
derselben  vom  Kap  Horn  zu  gelangen,  waren  34  Tage  erforderlich  gewesen.
Während  dieser  Zeit  hatte  man:  50°  S-Br  in  48,2°  W-Lg  am  28.  März,  40°  S-Br
in  32°  W-Lg  am  2.  April,  30°  S-Br  in  28,3°  W-Lg  am  6.  April,  20°  S-Br  in
31,8°  W-Lg  am  10.  April  und  10°  S-Br  in  31°  W-Lg  am  16.  April  geschnitten.
In  nördlicher  Breite  dehnte  sich  der  Stillengürtel  aus  bis  nach  1,1°  N-Br
in  27°  W-Lg.  Nachdem  sich  der  Passat  unweit  dieses  Punktes  am  27.  April
eingestellt  hatte,  nahm  die  Reise  bei  diesem  frisch  und  beständig  wehenden
Winde  wieder  für  längere  Zeit  einen  befriedigenden  Verlauf.  Nachdem  24,5°  N-Br
überschritten  worden  war,  wurde  der  Passat  flauer,  uud  als  „Fulda“  am  11.  Mai
nach  28,7°  N-Br  in  39,5°  W-Lg  gekommen  war,  ging  derselbe  in  leisen  südöstlichen ­
  Zug  über.  Es  schien,  als  ob  schon  hier  die  polare  Passatgrenze  erreicht ­
  sei;  doch  wurde  später  noch  wieder  ein  längere  Zeit  anhaltender,  passatähnlicher ­
  NE-Wind  angetroffen.  Durchstehender  Westwind  stellte  sich  erst  ein,
nachdem  die  Bark  am  25.  Mai  nach  43,5°  N-Br  in  37,5°  W-Lg  gelangt  war.
Nachdem  „Fulda“  von  diesem  Winde  bis  zum  1.  Juni  in  Sicht  der  irischen
Küste  geführt  worden  war,  bewirkte  dort  angetroffener  leichter  Ostwind  noch
eine  Verzögerung  der  Reise  von  mehreren  Tagen.  Erst  am  4.  Juni  gelang  es,
den  Hafen  von  Queenstown  zu  erreichen.  Es  waren  damals  136  Tage  nach  dom
Antritt  der  Reise  verflossen.  Von  dieser  Zeit  waren  41  Tage  im  Nordatlantischen
            
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