Wm der Ostknst« Australiens nach China ¡cur Zeit de* NW- resp. NE-Monsuns. 711
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ij Von 30° S-Br nach der Linie ....
| Von der Linie nach Hongkong . . .
1 Im Ganzen von Newcastle nach Hongkong
600 St«
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7 Tage
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690 Sm
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5280 Sm ' 48 Tage
5880 Sm
50 Tage |-
Das Schiff „Gei-d HeyeKapt. E. Ladewigs, trat die Reise von New
castle nach Hongkong am 24. Dezember 1882 an. Der Wind war gleich von
Anbeginn der Reise aus dem SE-Quadranten, doch anfänglich so südlich, dafs
man im ersten Etmal nahezu Ostkurs eiuhalten konnte. An den nächsten Tagen
holte der Wind mehr und mehr östlich; aber infolge der sehr verständigen
Mafsregel, dafs man immer ziemlich nahe am Winde und nicht gleich voll weg
nach Nordost gehalten hatte, war es doch möglich, auf einem Buge östlich von
Elizabeth-Hifi zu gelangen. Da der Wind frisch und stetig gewesen war, hatte
die Reise bis dahin die verhältnifsmafsig kurze Dauer von nur drei Tagen.
Der Wind, ohne wesentliche Aenderung der Richtung und Stärke durch
stehend, erwies sieh als der Passat. Er wehte, nachdem 30° S*Br überschritten
war, meistens recht ans Ost, frisch und bei durchweg schönem Wetter. Der
NzO- bis N-Kurs, den die von Kapitän Ladewigs nach Kapitän Allen’s An
weisungen eingeschlagene mittlere Route hier verfolgt, konnte damit bequem
eingehalten werden, und es wurden durchgehends gute Etmale von 150 bis
180 Sm gemacht. Mau passirte zwischen Fainoay-Riff und der Küste von Neu-
Caledonim und nahe den D'Entreea$teaux-H\ffen. Von hier wurde der Kurs
etwa NzOVsO rw. nach 11° S-Br und 163,9° O-Lg — nahezu die Mitte zwischen
San Christoval- und Santa Otts-Insel — gesetzt, was in Anbetracht, dafs weiter
hin westliche Winde zu erwarten standen, reichlich östlich war; doch wurde in
diesem Falle dadurch kein erwähnenswerther Zeitverlust herbeigoführt.
Der SE-Passat begleitete das Schiff bis nach etwa 13° S-Br und 163,5° O-Lg,
welche Position mau am 3. Januar 1883 erreichte. An den nächsten beiden
TageD wurde man durch Mallungen und Stillen aufgehalten; dann setzte am
5. Januar in 12,3° S-Br und 163,7° O-Lg mit einer Gewitterböe uud Regen der
Westmonsun ein. Die Richtung des Windes war ziemlich raum, gewöhnlich
zwischen W und WNW, so dafs man nahezu Nordkurs halten konnte. Das
Wetter war sehr böig mit häufigem Regen und Blitzen; doch war es bei dem
fast immer frischen Winde möglich, bis nach 1,5° S-Br täglich im Durchschnitt
2,5° Breit© zu machen.
In 0,7° S Br und 165,5° O-Lg nahm der NW-Monsuu atu 10. Januar ein
Ende. Auch in diesem Falle entsprach das Verhalten des Windes nicht der
gewöhnlichen Annahme, indem nicht sofort NE-Monsun, sondern erst wieder
Mallungen und Windstillen folgten, ln den Mallungen variirte der Wind zwi
schen W und NE. Windstillen herrschten besonders eben nördlich der Linie
am 13. und 14. Januar ununterbrochen. Trotz der geringen Breite des Kalmen
gürtels wurde infolge dieser ungünstigen Verhältnisse „Gerd Heye“ volle fünf
Tage in demselben aufgehalten. Erst am 15. Januar erhielt man in 0,8° N-Br
und 165° O-Lg den NE-Monsun.
Auf dem bisher zurückgelegten Wege hatte mau 30° S-Br in 159,6° O-Lg
am 27. Dezember, 20° S-Br iu 162,5° O-Lg am 31. Dezember 1882, 10° S-Br
in 163,9° O-Lg am 5. Januar 1883 und die Linie in 165,7° O-Lg am 11. Januar
geschnitten; 0° 13' S-Br und 165° 54' O-Lg war die östlichste Position, welche
man erreichte. Die Dauer der Reise bis zur Linie betrug 18 Tage.
Die nördlich der Linie eingehaltene Route führte ähnlich wie die des
amerikanischen Schiffes aufserhalb der Cavo/tWn-Grnppe und zwischen Tinian
Rota hindurch, welch letztere Insel man am 27. Januar sichtete; dann aber
nördlich von den ¿««Ai-Inseln in Sieht der Südspitze von Formosa Man kreuzte
0° Breite in 165,5° O-Lg am 11. Januar, 160° O-Lg in 7,9° N-Br am 18. Januar,