Von Uer Ostkiiste Australiens nach China zur Zeit des NW- resp. NB-Mn nsuns.
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„Humboldt“ hatte zu Au fang der Reise nordöstlichen Wind, womit Kapt,
Stoll auf B-B.-Halsen bei dem Winde von der Küste ab steuern liefs und etwa
OSO-Kurs gutmaehte. Am 7. Februar, vier Tage nachdem Newcastle verlassen
worden war, in 34,5° S-Br und 158° O-Lg, holte der Wind, der zuletzt aus N
stürmisch und mit Regen geweht hatte, durch W nach S. Damit wurde es
möglich, einen nördlichen Kurs aufzunehmen, und dieser führte das Schiff schou
am nächsten Tage iu etwa 33° S-Br und 159° O-Lg in das Passatgebiet. Zu
nächst wurde immer noch etwas Ost angeholt. Am 9. Februar, als man in
Sicht der Lord Howe-Insel gelangt war, wurde der Wind jedoch nordöstlich,
und dies veranlafste Kapitän Stoll, da er sich nicht mit Kreuzen anfhalten
wollte, westlich von ß«mpto«-Riff zu passiven und später die innere Route ein
zuschlagen.
Der Strom setzte zwischen Newcastle und Lord flowe-lnsrl östlich und
südöstlich etwa 20 Sra im Etrnal, dann auf der zwischen 159° und 157° O-Lg
nordwärts führenden Strecke zunächst bis nach 24° S-Br nordöstlich und mm
bis an die Grenze des Passatgebietes uach NNW bis NW.
Die Nordgreuze des Passatgebietes wurde am 17. Februar in 14° S-Br
uud 157° O-Lg gefunden. „Humboldt“ stand hier in Anbetracht der zu erwarten
den Verhältnisse ziemlich weit östlich, doch kam der Wind im Westmonsun
gebiet, welches man nach einiger Mallung am nächsten Tage iu 13° S-Br er
reichte, in der ersten Zeit vorwiegend aus einer südlieh von West liegenden,
mitunter selbst aus einer südlichen Richtung, so da Cs cs möglich wurde, nahe
der Ostsette von Pocklington R\& zu passiren und die Südostecke von Neu-Irland
auf einem Bug zu erreichen. Bis hier konnten im Westmonsun durchschnittlich
100 bis 120 Sm im Etrnal zurückgelegt weiden. Der Strom setzte östlich, etwa
18 Sm im Etrnal, in der Durchfahrt zwischen Neu-Irland und Bmgait,vi/le-lnscl
aber nach NzW bis NNW, 12 bis 15 Sm im Etrnal.
Auf der Höhe von Kap St. George, Neu-Irland, welches am 23. Februar
gesichtet wurde, setzte ein ziemlich frischer und beständiger NW-Wind ein,
der, begleitet von einer östlichen Strömung, die sich bald wieder entstellte, das
bei dem Winde auf B-B.-Halsen segelnde Schiff wieder ziemlich weit nach Osten
führte. Am 26. Februar gelangte „Humboldt“ nach 2,5° S-ßr und 155,5° O-Lg.
Hier nahm der regelmäfsige Westmonsun ein Ende, und es kam leichte Briese
au3 nordöstlicher Richtung durch. Bevor man aber beständigen NE-Monsun
erhielt, mufste man noch einen Gürtel von etwa 3° Breite überschreiten, wo
Mallungen, vornehmlich aus nordöstlicher und nordwestlicher Richtung, und an
haltende Windstillen herrschten. Diese Strecke war die schwierigste des ganzen
Weges. In 8 Tagen, vom 26. Februar bis zum 6. März, konnten nicht mehr
als 247 Sm, und zwar in der Richtung NWzN, zurückgelegt werden. Erst an
dem letztgenannten Tage erreichte man in 0,5° N-Br und 153° O-Lg die eigent
liche Grenze des NE-Monsungebiets. Auf der nunmehr vollendeten südlichen
Wegeshälfte hatte man 30° S-Br in 159,5° O-Lg am 10. Februar, 20° S-Br in
157,7° O-Lg am 15. Februar, 10° S-Br in 155,8° O-Lg am 20. Februar und
die Linie in 155,1° O-Lg am 2. März gekreuzt.
Mit dem nördlich der Linie angetroffenen frischen und beständigen Winde
wurde die zweite Hälfte des Weges, welche durch den westlichen Theil der
Carob'nen-Gruppe und die Balingiang-Strnfse führte, rasch zurückgclegt. Die
im Mittel täglich gutgemachte Distanz betrug 162 Sm. Man schnitt 150° O-Lg
in 3,7° N-Br um 8. März, 140° O-Lg in 10,9° N-Br am 12. März, 130° O-Lg
in 16,5° N-Br am 16. März und 120° O-Lg iu 20,4° N-Br am 21. März. Die
vorherrschende Windrichtung war bis nach etwa 12° N-Br NE bis NN'E, weiterhin
bis zur Balingtang-Stvnke N E bis ENE und selbst südlich von E, in der China-
See aber wieder ENE bis NE. Die Stärke war gewöhnlich 5—4, frische Briese;
nur in der Nähe der Balingtang-Strafse, zwischen 125° und 120° O-Lg, wurden
an mehreren Togen auch leichte Winde und zeitweilig selbst Windstillen an
getroffen. Der westliche Strom begann schon in 1,5° S-Br. Im Gürtel der
Mallungen setzte er durchschnittlich nach SWzW 15 Sm im Etrnal, von 1° N-Br
an, also im Gebiete des regelmäfsigen NE-Monsuns, aber nördlich von West,
und zwar im Mittel uach WN W 3 /*W 21 Sm im Etrnal. In der Balingiang-Strafse
wurde die Strömung am stärksten gefunden, nämlich 58 Sin nach N 61° W;
An», i. KytU. etc., 1833, H.ft XII. 4