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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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Versuche mit registrirenden Dogapparaten. 
Der verhältnifsmäfsig geringe Procentsatz an kohlensaurcm Kalk und 
anorganischen Thierresten in dem Nordmeere unterscheidet überhaupt dieses 
scharf von den südlicheren Meeren des Atlantischen Oceaus, in welchen nach 
den Analysen von Prof, ßrazier der Globigerinensclilamm in seiner Haupt 
masse aus kohlensaurem Kalk besteht (s. Wyv, Thomson: „The Atlantic“, 
Vol. II, App. A; hiernach ist die Angabe in diesen Annalen, 1881, pag. 581, 
Anm. 4, zu berichtigen). 
3. Der flache Meeresboden zwischen Norwegen, der Bären Insel, Spitz 
bergen und Nowaja Semlja bis nur 400 m Tiefe ist mit einem homogenen feinen 
und leicht zerreibbaren dunkelgrünen Thon von nur geringer Mächtigkeit 
bedeckt, dessen Hauptbestandteil scharfkantige Quarzpartikelchen sind. Er 
enthält nur wenige Thierreste, unter ihnen herrscht aber das zu den Foramini 
feren gehörende Geschlecht der Rhabdammina vor, weshalb Schmelck diesen 
Thon Rhabdamminen-Thon genannt hat. An vielen Stellen lagert er über 
der Bodenschicht von grauem Thon; südlich von der Bären Insel (zwischen 
20° und 25° O-Lg) geht er ganz in diesen grauen Thon über; nördlich von dieser 
Insel erstreckt er sich bis zur Südküste von Spitzbergen, In seinem chemischen 
Verhalten zeichnet er sich durch grofsen Kieselreichthum und den geringen 
Grad seiner Oxydirung aus. Die grüne Farbe rührt von dem Gehalt an Eiscn- 
oxydul her. 
Versuche mit registrirenden Logapparaten und dem gewöhnlichen Log. 
Seitens der Kaiserlichen Werft zu Kid sind auf Veranlassung des Hydro 
graphischen Amtes Versuche angestellt worden, durch welche die Brauchbar 
keit der verschiedenen, in der Kaiserlichen Marine gebräuchlichen Systeme 
registrirender und gewöhnlicher Logapparate als Weg-, wie als Fahrtmesser 
erprobt werden sollten. 1 ) 
Zur gleichzeitigen Feststellung der Vor- und Nachtheile der verschiedenen 
Form der Schraubenflügel, sowie der Stellung des Zählwerks zum Propeller 
kamen zur Verwendung: 
a) das Massey’sehe Log mit nachgeschlepptem Zählwerk, 
b) das Massey'sche Decklog, 
beide mit nicht gekrümmten Schraubenflügeln, 
c) das ßliss’sehe Dccklog mit gekrümmten Schraubenflügeln. 
Angestellt wurden die Versuche bei größerer Fahrt von S. M. A. „Blitz“, 
bei Geschwindigkeiten unter 3 Sm von dem Werftwasserfahrzeug aus unter sonst 
völlig gleichen Bedingungen. 
Der wahre zurüekgelegte Weg wurde theils durch Winkelmessung von 
Landobjekten, theils durch Ablaufen von gemessenen Meilen unter sorgfältiger 
Berücksichtigung des zur Zeit herrschenden Stromes berechnet. Zur Fest 
stellung der wirklichen Fahrt diente das Reolingslog, welches sich bei Be 
nutzung von Tertienzähler und besonderer Visireinrichtung am Anfang uud Ende 
der 118 Meridiantertien langen Basis selbst für grofse Geschwindigkeiten als 
sehr zweckmäfsig erwiesen hatte. 
Durch Versuche war zuvor festgestellt worden, dafs mit demselben bei 
Benutzung mehrerer hinter einander beobachteter Zeiten sich die Fahrt durch 
das Wasser auch bei Geschwindigkeiten vou 14 Sm p. h. noch bis auf 0,1 Sm 
genau bestimmen läfst. 
1. Einflufs der Leinenlänge auf die Fahrtmessung bei Deck 
logs. Zweckmäfsigste Leine für letztere. Zur Feststellung der zweck 
mäßigsten Leineulänge für S. M. Av. „Blitz“ und des Einflusses der Leineu- 
Jänge auf die Fahrtmessung bei Dccklogs wurden zwei Logs Bliss’scben Systems 
gleichzeitig in Thätigkeit gesetzt. Dieselben ergaben nachstehende Resultate: 
! ) Da das End ergebnes der Verwiche zeigt, dafs keines der geprüften Instrumente als ein 
allen Anforderungen genügender Logapparat bezeichnet werden kann, liegt es in der Absicht, noch 
meiere I.o■'Systeme der Prüfung zu unterziehen.
	        
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