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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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Di« drei norwegischen Nordmeer-Kxpeditionen 1876—78. 
zugleich mit Angabe des Ortes, der Tiefe, des speeifischeu Gewichtes und des 
Salzgehaltes der gewonnenen Wasserproben. Diese Tabelle ergiebt u. A... dafs 
der Gehalt an Kalk (CaO) in der offenen See (bei einem specifischen Gewichte 
der Wasserproben zwischen 1,0260 und 1,0270) nur innerhalb der engen Grenze 
0,0560 und 0,0598 Procent schwankt. Die Differenzen zwischen den einzelnen 
Messungen an verschiedenen Orten und in verschiedenen Tiefen sind so klein, 
dafs sie zum gröfsten Theile durch Fehler der Analyse erklärt werden können. 
Die Schwankungen des Gehaltes an Magnesia (zwischen 0,2037 und 0,2290 Proc.) 
und Schwefelsäure (zwischen 0,2160 und 0,2273 Proc.) sind allei'dings bedeutend 
gröfser, als die des Kalkgehaltes, lassen sich aber nach Schmelck durch die 
Verschiedenheiten des specifischen Gewichts und die Fehler bei den Analysen 
erklären. 
Die durchschnittlichen Beträge des specifischen Gewiehtes und des Ge 
haltes an Kalk, Magnesia, Schwefelsäure und Chlor an der Oberfläche, am 
Boden und in den zwischenliegendcn Tiefen sind folgende: 
f Durchschnitts wertht 
von 
Oberfläche 
Boden 
Zwischen’ 
tiefen 
Mittel 
i. 
Kalk Proc. 
0,0676 
0,0581 ' 
0,0577 
0X1578 1 
f Magnesia „ 
0,2205 
0,2207 
0,2200 
0,2203 
Schwefelsäure , 
0,2211 
0,2208 
0,2223 
0,2214 
1 Chlor 
1,930 
1,933 
1,934 
1,932 i! 
Spezifisches Gewicht 
1,0265 
1,0265 ! 
1,0266 
1,0265 ! 
Auf 100 Theile Chlor kommen 
Theile: 
Kalk 
2,98 
3,01 
2,98 
2,99 ; 
Magnesia 
11,42 
11,42 
11,37 
11,40 
: Schwefelsäure 
11,46 
' 
11,42 , 
11,49 
11,46 
Aus dieser Tabelle geht hervor, dafs die Durehschnittswerthe der Procent- 
theile von Kalk und Magnesia in den verschiedenen Tiefen so wenig von 
einander abweichcn, dafs man diese Unterschiede ganz vernachlässigen kann. 
Das animalische Leben, welches in der unmittelbaren Nähe des Bodens aui 
stärksten vorherrscht, hat hiernach keiuen Einflufs auf die Zusammensetzung des 
Seew assers. Die gröfseren Schwankungen, welche der Gehalt an Schwefelsäure 
zeigt, lassen sich, wie oben erwähnt, durch Fehler iu den Analysen erklären, 
ebenso der höhere Betrog in den Zwischentiefen, als an der Oberfläche und 
am Boden, welcher a priori überhaupt unwahrscheinlich ist. 
Hinsichtlich der geographischen Verkeilung der oben erwähnten vier 
Ilauptbestandtheile des Seewassers innerhalb der einzelnen Breitenzonen stellt 
sich ebenfalls eine gleichmäfsige Zusammensetzung des Wassers des norwegischen 
Nordmeeres heraus: 
Breitenzone 
80°—71° 
71°—66° 
66®~62» 
| Kalk 
Proc. 
0,0580 
0,0579 
0,0577 
j Magnesia 
ff 
0-2190 
0,2219 
0,2205 
! | Schwefelsäure 
n 
0,220« 
0.2210 
0,2223 
ji Chlor 
1,929 
1,937 
» 
1 Specifisches Gewicht 
1 0264 
1,0265 
1,026« 
Auch die Znhlenwcrthe dieser Tabelle geben keiuen Anhalt für die An 
nahme eines veränderlichen Verhältnisses der einzelnen Bestacdtheiio des Seo- 
wassers zu einander. Es ist vielmehr nach don Angaben in den letzten beiden 
Tabellen als höchst wahrscheinlich anzunehmen, dafs das occanische Wasser 
von der Oberfläche bis zum Boden eine chemisch homogene Flüssigkeit ist. 
Dor Gehalt an Chlor (s. die erste der beiden letztem Tabellen) ist 
mafsgebend für den Geholt der andern drei Hauptbestandteile des Seewassers, 
so dafs man, wenn jener bekannt ist, die Beträge dieser letzteren aus den für 
sie iu dieser Tabelle gegebenen proportionalen Werthen mit solcher Genauig 
keit berechnen kann, dafs sie bezw. nur höchstens um 0,002, 0,005 und 0,003 
Proceut von den directen Bestimmungen abweicheu.
	        
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