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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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Vergleichende  Uebcrsieht  etc.,  August  1883

2.  Ein  an  der  Atlantischen  Küste
etwas  zu  niedriges,  sonst  normales
oder  (im  Nordwesten)  bis  2  mm  zu
hohes  Monatsmittel  des  Luftdrucks.
Die  Barometerschwankungen  waren  am
gröfsten  am  Oberen  Missouri,  viel
kleiner  in  Neuengland.

3.  Ziemlich  unbestimmte  Windverhältnisse, ­
  mit  Ausnahme  des  normalen ­
  Vorwaltens  der  Südwinde  im
Präriengebiet  von  Texas  bis  Nebrasca.
Von  den  beiden  tropischen  Orkanen,
welche  gegen  Sehlufs  des  Monats  auf
dem  Atlantischen  Ocean  in  einiger
Entfernung  von  der  Küste  Nordamerika^ ­
  vorbeizogen,  brachte  der
zweite,  welcher  am  Abend  des  29.  mit
einer  der  von  NW  gekommenen  Depressionen ­
  verschmolz,  eine  vielfach
verwüstende  Hocbflutk  an  der  Küste
von  Boston  bis  Nord-Carolina  hervor.
Der  hervorragendste  Tornado  trat  am
21.  in  Minnesota  auf  und  zerstörte
einen  Theil  der  Stadt  Rochester.
4.  Die  Regenarmuth  des  ganzen
Landes,  mit  Ausnahme  des  nördlichen
Theiles  des  Felsengebirges;  in  Neuengland, ­
  an  den  Oberen  Seen,  in  den
Thälern  des  Oberen  Mississippi  und
des  Ohio,  sowie  an  der  westlichen
Golf-  und  der  Pacifischen  Küste  fiel
nur  etwa  die  Hälfte  der  normalen
Menge  oder  noch  weniger.  Dabei  war
auch  die  Bewölkung  gröfstentheils  geringer ­
  als  normal.
5.  Die  niedrige  Temperatur  in
fast  dem  ganzen  Lande,  besonders
aber  im  oberen  Mississippi-Thale  und
den  angrenzenden  Distrikten;  in  der
letzten  Dekade  traten  nördlich  von
40°  an  vielen  Stellen  Nachtfröste  auf,
in  Pennsylvanien  schon  am  7.-8.  und
in  Michigan  schon  am  14.—15.,  vereinzelt ­
  sogar  im  Anfänge  des  Monats.
Die  Abweichungen  von  der  Normalen
betrugen:
New-England  .  .  .  —  0,8°  C.
Mittl.  atlant.  Staaten  .  —  0,8
Südl.  „  „  —  0,6
Florida  +0,4
Oestliche  Golfstaaten.  —0,1
Westliche  „  .  —  0,3
Ohio-Thal  u.  Tennessee  —  1,8
Untere  Seenregion  .  .  —  2,0
Obere  „  .  .  —  2,1
Oberes  Mississippi-Thal  —  2,4

2.  Der  in  Centraleuropa  um  etwa
1—2  mm  zu  hohe  mittlere  Barometerstand ­
  des  Monats,  dessen  absoluter
Stand  zwischen  765mm  am  Nordfufse
der  Alpen  und  755—757  mm  in  Südsehweden ­
  betrug.  Die  monatliche
Schwankung  des  Barometers  war  im
Norden  etwas  gröfser,  im  Süden  etwas
kleiner  als  normal.
3.  Das  ziemlich  stark  ausgeprägte
Vorherrschen  der  Winde  aus  SW  bis
NW,  welche  in  der  ersten  Hälfte  und
gegen  das  Ende  des  Monats  nicht
selteu  stürmisch  auftrateu.

4.  Die  Geringfügigkeit  derNiederschlage
  im  mittleren  und  südlichen
Deutschland,  wo  die  zweite  Monatshälfte ­
  fast  vollkommen  regenlos  blieb;
im  nördlichen  Deutschland  war  die
Regenmenge  ziemlich  normal,  an  der
Ostsee  etwas  zu  grofs,  au  der  Nordsee ­
  etwas  zu  klein.  Gewitter  waren
selten,  besonders  in  der  zweiten
Monatshälfte.

5.  Die  Gleichförmigkeit  des  Verlaufs ­
  der  allgemein  für  die  Jahreszeit
etwas  zu  niedrigen  Temperatur,  indem
gröfsere  Schwankungen  überall  gänzlich ­
  fehlten  und  im  Nordosten  selbst
kleinere  Schwankungen  sehr  selten
waren;  die  durchschnittlichen  Abweichungen ­
  des  Monatsmittels  von  der
Normalen  stellten  sieh  für  die  einzelnen ­
  Bezirke  wie  folgt:

wie
a.  östliches
b.  mittleres
c.  westliches
a.  östliches
b.  mittleres
e.  westliches
Bayern
Württemberg
Baden  .  .  .
d.linksrhein.Geb
4.  Dänemark

1.  Nord-  I
deutsches  {
Tiefland  (
2.  Mittel-  j
deutsches  j
Hügelland  |
3.  Süd
deutsch'
land

•Jt

c.

0,9°
LO
0,7
0,9
0,8
0,7
0,6
0,7
1,2
0,1
0,6

C.
            
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