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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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Eingänge  von  mcteoiologi  scheu  Journalen  cU\ s  Juli  188i>.

reichte,  und  welcher  erst  endete,  als  „Rossini*  von  ihm  bis  zum  21.  Juli  nach
38°  S-Br  in  13°  W-Lg  geführt  worden  war.  Als  liier  der  sich  nach  links  verändernde ­
  und  nach  kurzer  Zeit  in  Stille  übergehende  Wind  nordöstliche  Richtung
annahm,  war  das  Barometer  bis  auf  755,5  mm  gesunken,  und  nachdem  der  nach
einem  Tage  folgende  frische  SE-Wind  mehrere  Tage  angehaltcn  hatte,  stieg
der  Luftdruck  wieder  bis  zu  dem,  unweit  36°  S-Br  in  6°  W-Lg  abgelesenen
Maximum  von  774,5  mm.  Bei  kräftigem  Westwinde  ging  „Rossini“  am  28.  Juli
in  37,5°  S-Br  von  westlicher  in  östliche  Länge  über.  Der  28.  Juli  war  der  26.
bis  dahin  in  südlicher  Breite  verbrachte  Tag.  Während  dieser  Zeit  war:  10°  S-Br
in  28°  W-Lg  am  6.  Juli,  20°  S-Br  in  33°  W-Lg  am  10.  Juli  und  30°  S-Br  in
33°  W-Lg  am  15.  Juli  überschritten  worden.  Der  Mitsegler  „Prinz  Albert
welcher  30°  S-Br  in  35,7°  W-Lg  am  15.  Juli  gekreuzt  hatte,  gelangte  nach
0°  Länge  in  41°  S-Br  am  31.  Juli.  Die  Bark  „Niagara“  schnitt  20°  S-Br  iu
37,5°  W-Lg  am  11.  Juli.
Während  der  Zeit,  iu  welcher  die  erforderliche  LäDge  zurückgelegt  wurde,
hielt  „Rossini“  sich  meistens  zwischen  39°  und  40°  S-Br.  Die  dort  angetroffenen
Winde  waren  nicht  stürmisch,  wehten  vorherrschend  aus  günstiger  Richtung  und
führten  die  Bark  bis  zum  21.  August  zu  der  in  37,5°  S-Br  überschrittenen
Länge  von  80°  O.  Am  21.  August  waren  24  Tage  seit  der  Zeit,  zu  welcher
westliche  Länge  verlassen  worden  war,  verflossen.  Der  Mitsegler  „Prinz  Albert“
passirte  80°  O-Lg  in  46,3°  S-Br  am  19.  August.  Auf  dem  Wege  zum  Passat
traf  „Rossini“  keino  besonders  günstigen  Verhältnisse  an.  Der  dort  zwar
meistens  aus  westlicher  Richtung  wehende  Wind  war  wiederholt  fiir  längere
Zeit  flau  und  unbeständig.  Auf  Windstille,  die  am  2.  und  3.  September,  in  der
Nähe  von  25°  S-Br  und  103,3°  O-Lg  beobachtet  wurde,  entwickelte  sich  bei
einem  Barometerstände  von  768,4  mm  ein  leichter  Ostwind,  der  bald  Passat
wurde.  Von  diesem  rasch  auffrischenden  Winde  wurde  „Rossini“  bis  zum
9.  September  zur  Swwdn-Strafse  geführt.  Es  waren  damals  110  Tage  vergangen,
seit  man  von  50°  N-Br  abgegangen  war.  Auf  dem  letzten  Reiseabsehnitt  hatte
mau:  30°  S-Br  in  99°  O-Lg  am  29.  August,  20°  S-Br  in  104,6°  O-Lg  am
4.  September  und  10°  S-Br  in  105°  O-Lg  am  8.  September  gekreuzt.
Nachdem  „Rossini“  bei  leichten  unbeständigen  südöstlichen  Winden  die
¿wndft-Strafse,  Sutula-See  und  Gasjjör-Strafse  durchsegelt  hatte,  gelang  es,  am
17.  September  die  in  107,8°  O-Lg  überschrittene  Linie  zu  erreichen,  in  nördlicher ­
  Breite  nahm  die  dort  zunächst  herrschende  leichte  Briese  bald  südwestliche ­
  Richtung  an,  wurde  dann  kräftiger  und  entwickelte  sich  sehliei'slieh  zu
dem  zwischen  6,5°  und  14°  N-Br  recht  frisch  wehenden  SW-Monsun.  Dieser
letztere  Wind  begleitete  das  Schiff  jedoch  nicht  gauz  bis  zum  Bcstimmungsplatze.
  Nördlich  von  16°  N-Br  wurde  ein  mäfsiger,  ziemlich  beständiger  NE-Wind
  angetroffen,  durch  den  die  Ausführung  des  letzten  Theils  der  Reise  noch
bedeutend  verzögert  wurde.  Bei  Westwind,  der  sich  den  Tag  vorher  eingestellt
hatte,  gtdang  es  sehliei'slieh,  am  7.  Oktober  die  Rhede  von  Hongkong  zu
erreichen.  Zur  Vollendung  der  Reise  von  50°  N-Br  her  waren  138  Tage  erforderlich ­
  gewesen.  Auf  der  Fahrt  durch  die  Ckina-See  war:  5°  N-Br  in
109,1°  O-Lg  am  20.  September,  10°  N-Br  in  110,2°  O-Lg  am  23.  September,
15°  N-Br  in  113,5°  O-Lg  am  25.  September  und  20°  N-Br  iu  113,6°  O-Lg  am
2.  Oktober  gekreuzt  worden.
Nachdem  „Rossini“  iu  Hongkong  die  Ladung  gelöscht  hatte,  ging  die
Bark  am  4.  November  wieder  iu  Sec,  um  nach  lloilo  zu  segeln,  ln  diesem  am
20.  November  erreichten  Platze  wurde  das  Schiff  mit  Zucker  beladen,  und  nachdem ­
  dieses  geschehen,  am  6.  Januar  1883  die  Reise  nach  New-  York  angetreten.
Auf  See  wurde  gleich  der  NE-Monsun  angetroffen,  bei  welchem  auf  südwestlichem ­
  Kurse  die  S«/«-See  durchsegelt  wurde.  Am  10.  Januar  befand  sich  die
Bark  in  der  Nähe  der  Iuscl  Balabak  und  am  18.  Januar  überschritt  sie  den
Aequator  iu  107,5°  O-Lg.  Bei  dem  in  südlicher  Breite  heftig  aus  N  und  NNW
wehenden  Winde  passirte  „Rossini“  am  19.  Januar  die  öaspar-Strafse,  und
nachdem  dann  auch  Sunda-iiec  und  Sunda-Strafse  durchsegelt  worden  waren,
gelang  es,  am  22,  Januar  den  Indischen  Ocean  zu  erreichen.  Hier  versuchte
die  Bark,  bei  der  zunächst  angetroffenen  IciehteD,  meist  aus  nördlicher  Richtung
kommenden  Mallung  nach  Süden  hin  vorzurücken.  Als  sie  bis  zum  28.  Januar
nach  10,6°  S-Br  in  102,8°  O-Lg  gelangt  war,  entwickelte  sich  dort  aus  kurzer
            
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