Hingänge von irjileorologischiii Jouniuk-n de.- Juli 18ho
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gekommen war. Der schwach gewordene Wind veränderte sich dort zuerst
nach NE, bald darauf nach N und wehte aus dieser letzteren Bichtung für
zwei Tage wieder recht kräftig. Als er schwächer wurde, vollendete er eine
Drehung nach links um den ganzen Kompafs, und nachdem er sich nach dieser
für einige Tage im südöstlichen Quadranten gehalten hatte, wiederholte er noch
einmal einen ähnlichen Bundlauf durch alle Kompafsstriche. Bei dem darauf
folgenden kräftigen SE-Winde segelte die dabei wieder in unerwünschter Weise
uach Norden hin verdrängte Bark längere Zeit über B. B.-Bug. Als sie in
dieser Weise bis zum 7. Dezember nach 91,4® S-Br in 6,5°W-Lg gelangt war,
wurde dort gewendet und bei dem noch immer östlichen Winde ein südlicher
Kurs eingehalten. Nun lief der Wind jedoch bald raumer, am 9. Dezember
wurde seine Bichtung eine nordwestliche und am 10. Dezember konnte bei
frischem Westwinde in 36,2° S-Br der erste Meridian überschritten werden.
Der 10. Dezember war der 22. bis dahin von „Triton“ iu südlicher Breite zu
gebrachte Tag. Während dieser Zeit war: 10° S-Br iu 30,5° W-Lg am 21. No
vember, 20° S-Br in 29,5° W-Lg am 25. November und 30° S-Br in 23,5° W-Lg
am 30. November gekreuzt worden. Von den beiden Mitseglern ging „Adolph“
in 39,7° S-Br ebenfalls am 10. Dezember in östliche Länge über, dagegen konnte
„Melpomene“ erst am 19. Dezember iu 44,6° S-Br zum ersten Meridian gelangen.
Um die Länge zurüekzulegen, suchte „Triton“ bald höhere Breiten auf.
Indem er sich später in der Nähe von 46° S-Br hielt, konnte bei den dort au-
getroffeneu, meist westlichen Winden ein befriedigend rascher Fortgang erzielt
werden, ohne dafs dabei die Beise durch heftige Stürme erschwert wurde. Am
14. Januar 1883 gelangte die Bark bei stürmischem Westwinde in Sicht der
kleinen Inseln Snares, worauf, nachdem dieselben passirt worden waren, ein
hoch nördlicher Kurs eingeschlagen wurde. Da, nachdem derselbe kurze Zeit
verfolgt worden war, sieh der störende Kinfiufs des zu luvwärts gelegenen Landes
geltend machte, mufste der letzte kurze Tbeil der Beise bei flauer unbeständiger
Briese zurückgelegt werden. Am 18. Januar gelang es, auf der Rhede von
Littleton zu aukern. Zur Vollenduug der Reise waren nur 83 Tage erforderlich
gewesen. Auf dem in östlicher Länge gelegenen Reiseabschnitt hatte man:
20° O-Lg in 40,6° S-Br am 14. Dezember, 50° O-Lg in 45° S-Br am 22. De
zember, 80° O-Lg iu 45° S-Br am 28. Dezember, die Länge des Kap Leemoin
in 45° S-Br am 4. Januar und die des Südkaps von Tasmanien in 47,3° S-Br
am 10. Januar überschritten. Am 6. Januar hatte mau an Bord des in 46° S-Br
und 129° O-Lg stehenden „Triton“ ein sehr schönes Südlicht beobachtet. Der
Mitsegler „Adolph“ war nach 80° O-Lg in 40° S-Br am 30. Dezember gelangt.
Nachdem „Triton“ in Littleton seine Ladung entlöscht hatte und mit
Weizen wieder aufs Neue beladen worden war, trat derselbe am 21. März seine
Rückreise nach einem englischen Orderhafen an. Auf den zu Anfang derselben
wehenden leichten nördlichen Wind folgte schon am zweiten Tage der Beise
ein stürmischer Westwind, der auch am 23. März anhielt und am 24. März fast
orkanartige Stärke erlangte. Furchtbare, von Blitz begleitete Hagelböen trateu
während desselben auf, und in einer solchen Böe sah man auch eine grofse
Wasserhose, die sich dem Schiffe bis auf 1 Sm näherte, und, die zu vermeiden,
längere Zeit vorn Kurse abgewichen werden mufste. Der Luftdruck erreichte
während dieses Sturmes oiuen niedrigsten Stand von 740,4 mm. Die Bark war
im Stande, vor dem Sturme wegzulenzen und überstand ihn, ohne beizudrehen.
Aufser diesem Sturme wurden von „Triton“ auf der Beise zum Kap Horn keine
der Erwähnung werthen Stürme angetroffen, obgleich stürmisches Wetter durch
aus nicht selten war. Die Reise nahm einen derartigen Verlauf, dafs 180° Länge
in 45.4° S-Br am 23. März, 150° W-Lg in 47,3° S-Br am 29. März, 120° W-Lg
in 49° S-Br am 4. April und 90° W-Lg in 55,5° S-Br am 11. April geschnitten
wurde. Am 1(3. April, dem 26. Tage nach dom Antritt der Reise, überschritt
»Triton“ den Meridian des Kap Horn.
Nachdem „Triton“ durch leichte südliche und östliche Winde zwei Tage
lang in der Nähe des Kap Horn festgehalten worden war, stellte sich wieder
kräftiger Westwind ein, bei dem die Reise einen weiteren günstigen Verlauf
nahm. Als die Bark am 23. April nördlich von 44° S-Br gekommen war, ver
änderte sich dort der Wind nach N und nahm dann während der nächsten Tago
bei abnehmendem Luftdruck derartig an Stärke zu, dafs er scbliefslich am