Kieme hydrographische Nolizeu.
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Bei der Whiukall-Gruppe ist die Hafenzeit ungefähr V” 20™; die Fluthhöhe bei
Springzeit beträgt 7,4 m.
Die zum Prince /»ipmai-Archipel gehörende Insel Shopaioul scheint auf der
Karte hinsichtlich der Inseln Fernande und Sou heng tau zu nördlich angegeben
zu sein; es ist deshalb Vorsicht geboten, wenn man den Flufs Salie auf diesem
Wege ansteuert.
Die im Prime Jerome Golt liegende Untiefe, welche noch nicht geuügend
uutersucht ist, und deren Sudende 1V-’ Sin Nord von Seg gumee auf A San-
Ankerplatz liegt, scheint sich mehrere Seemeilen weit in der Richtung auf die
Insel Eugenie zu erstrecken.
Die Nordseite der Insel Eugenie kann in einem Abstand von 1 Sm mit
Sicherheit passirt werden, und sobald man die Südspitze der Insel in einem
Abstand von ca 2'/* * Sm West peilt, mufs man SO’/sS auf die kleine 15m hohe
Insel zusteuern, welcho sich auf dem Felsenriff im Norden des Bapswg-Riffes
befindet, um in tiefes Wasser zu gelangen.
8. (D.S.) Lage der Dormido-Klippe, vor der Araueo-Bai (Süd-
Chile). Kapitän J. H. Bannau, Führer der Deutschen Bark „Papa“, berichtet:
„Am 18. Februar 1882, 7 Uhr Morgens, passirteu wir in einem Abstande von
etwa 1 Sm die Brandung auf der Dormtdo-Klippe. Diese gefährliche Klippe
liegt nicht, wie in dem „South Pacific Directory“ angegeben ist, 3 Sm von dem
NW-Endo der Insel Santa Maria entfernt, sondern mindestens 2 Sm aufserhalb,
oder im NW eines ungefähr 24m (80 Fufs) hohen pyramidenförmigen Felsens,
welcher seinerseits 3 Sm nach NW von der NW-Spitze der Insel Santa Maria
entfernt liegt. Freilich beruhen meine Angaben nur auf einer Schätzung, die
ich im Vorbeisegeln machte. 1 ) In der Richtung mv.NW—SO sind die Dormido-
Klippe, der hohe pyramidenförmige Felsen und die NW-Spitze der Insel Santa
Maria in eins.“
9. (D. S.) Ueber die Tiefenverhältnisse auf der Barre von
Altata, an der Westküste von Mexico*), berichtet Kapt. C. J. Steincke
vom Deutschen Schiffe „Profmor“, in seinem bei der Seewarte eingegangenen
meteorologischen Journale, wie folgt: „Zur Zeit meines Aufenthaltes in Altata
kam am 24. April 1882 das V. St. Vermessungsschiff „Ranger“, welches die
Aufgabe hatte, die Küste neu aufzunehmen, vor die Barre von Altata. Da es
mir gestattet wurde, mit der Dampfbarkasse desselben an Land zu fahren, so
nahm ich die Gelegenheit wahr, einige auf dieser Tour gemachte Lothungen zu
notiren. Bei der Aufsenboje vor dem Fahrwasser betrug die Wassertiefe 5,4m
(18 Fufs), bei der Boje No. 3 5,1m (17 FufB), bei der Boje No. 4 4,8m (16 Fufs)
und bei der Boje No. 5 4,2 m (14 Fufs). Diese Messungen wurden zur Zeit der
halben Ebbe angestellt. Der Strom lief mit einer Geschwindigkeit von 3,5 Sm
die Stunde.
Vom Kommando des „Ranger“ wurde auf Lightkome Point eine weifs
aDgestricheue Bake errichtet, welche oben mit einem schwarzen C’yliuder versehen
war. Durch diese Bake ist eine sehr gute Landmarke geschaffen und einem fühl
baren Mangel abgeholfen; denn das hohe Land der Küste ist wegen der diesigen
Luft meistens schlecht zu sehen und das Vorland aus einer grösseren Entfernung
um deswillen nicht zu erkennen, weil es zu niedrig ist.
Auf der Barre war das Wasser gewöhnlich von 2 Uhr bis 8 Uhr Morgens
am ruhigsten, an allen anderen Tagesstunden lief meistens eine sehr hohe
brechende See, hauptsächlich bei der Boje No. 5. Es ist alsdaon für ein Fahrzeug
unmöglich, die Barre zu passiren. Wir gebrauchten vor der Barre von Altata
14 Tage, um 135 Tonnen Brasilholz zu laden.“
10. (D.S.) Bemerkungen über Nuka-Hiwa, Marquosas-Inseln. 3 )
Kapitän J. Zimdars vom Deutschen Schiffe „Beatrice*, welcher Nuka-Hiwa im
April 1882 besuchte, berichtet:
*■) Pie Englische Admiralitäts-Karte No. 1288 (verbessert 1874) and die »South Pacific
Directory by Findlay*, 1877, pag. 187, stimmen ia ihren Angaben bezüglich der Domrrfo-Klippe
überein.
*) Vgl. „Aon. d. Hydr. etc.* 188], pag. 24; Findlay's »North Pacific Directory*, 1870,
pag. 124.
*) Vgl. Findlay's »South Pacific Directory“, 1877, pag. 735.