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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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Eingänge von meteorologischen Journalen etc., J uni 1883. 
wurde, nachdem 26° S-Br überschritten worden war, flauer, und mufste der 
letzte Theil der Reise bei flauen veränderlichen, meist südlichen Winden zuriiek- 
gelegt werden. Am 19. November konnte auf der Rhede von Iquique geankert 
werden. Nachdem die Bark dort entlöscht und wieder aufs Neue beladen wor 
den war, ging sic am 22. Januar 1883 wieder in See, um nach New-York zu 
segeln. Der in der Nähe der Küste herrschende Südwind besafs zunächst nur 
geringe Stärke und wurde erst etwas kräftiger, nachdem die Bark sich weiter 
vom Lande entfernt hatte. Gleichzeitig nahm er auch eine raumere Richtung 
an, und segelte die Bark dann bei ihm bis zum 3. Februar nach 32,6° S-Br 
in 86,5° W-Lg. In der Nähe dieses Punktes sauk bei einem höchsten Barometer 
stände von 768,7 mm dor südöstliche Wind zum ganz leisen Zuge herab. Nach 
dem dieser drei Tage angehalten, folgte auf ihn kurze Stille, und aus dieser 
entwickelte sich nach kurzer Zeit ciu frischer Westwind. Derselbe war indessen 
noch nicht durchstehend, souderu wurde später noch wiederholt von veränder 
lichen östlichen Winden unterbrochen. Westwinde von längerer Dauer setzten 
erst am 18. Februar in der Nähe von 47,5° S-Br und 83° W-Lg ein; von diesen 
wurde die Bark dann in rascher Fahrt zum Kap Horn geführt. Am 23. Februar, 
dem 32. Tage der Reise, überschritt „Jessonda“ die Länge dieses Vorgebirges. 
Auf dem Wege dahin war: 30° S-Br in 84,8° W-Lg am 1. Februar, 40° S-Br 
in 87,1° W-Lg am 10. Februar und 50° S-Br in 83.3° W-Lg am 19. Februar 
gekreuzt worden. 
Im Südatlantischen Ocean konnte „Jessonda“ bei den dort angetrofieneu, 
fast nur aus westlicher Richtung wehenden Winden ebenfalls einen befriedigend 
raschen Fortgang erzielen. Man war von ihnen nach 37° S-Br in 31,5° W-Lg 
geführt worden, bevor ein anderer Wind an ihre Stelle trat. Nachdem der 
Wind am 9. März in der Nähe dieses letzteren Punktes bis zum ganz leiseu 
Zuge abgenommen hatte, folgte nach kurzer Zeit ein leichter, allmählich etwas 
kräftiger werdender NNW-Wind, bei dem über St. B.-Bug gesegelt wurde. Das 
Barometer, welches, als der Westwind ein Ende nahm, auf 764,5 mm zeigte, 
stieg während der nächsten 48 Stunden auf 771,1 mm. Mau beobachtete diesen 
letzteren Stand in der Nähe von 35,5° S-Br und 31° W-Lg. Nachdem 
„Jessonda“ nördlich von 31° S-Br gekommen war, wurde der Wind stürmisch 
und drehte derselbe, als er später wieder schwächer wurde, nach W und S. 
Unweit 26° S-Br in 22° W-Lg wurde am 17. März die Windrichtung eine süd 
östliche. Man erreichte in dieser Weise den Passat, ohne dafs vorher irgend 
eine Störung angetroffeu wurde. Nachdem kräftiger Passat „Jessonda“ nach 
5° S-Br geführt hatte, wurde derselbe nördlich von diesem Parallelo schwächer, 
und als die Bark am 27. März nach 3° S-Br in 32,8° W-Lg gekommen war, 
gcrieth sie dort in MalluDg und Stille. Bei leichtem östlichem Winde ging 
„ Jessonda“ am 30. März in 33,6° W-Lg von der südlichen zur nördlichen Halb 
kugel über. Die Bark hatte die zwischen Kap Horn und Linie liegende Strecke 
in 35 Tagen durchsegelt und aut derselben: 50° S-Br in 44,6° W-Lg am 1. März, 
40° S-Br in 33,6° W-Lg am 7. März, 30° S-Br in 22,5° W Lg am 14. März, 
20° S-Br in 26° W-Lg am 20. März und 10° S-Br in 30,1° W-Lg am 23. März 
gekreuzt. 
In nördlicher Breite stellte sich iu etwa 0,5° N-Br der eigentliche Passat 
eiu. Anfänglich nur in geringer Stärke auftretend, wurde derselbe nach und 
nach stärker, bis er schliefslich auf der zwischen 3° N-Br in 35° W-Lg und 
20,5° N-Br in 56,5° W-Lg liegendon Strecke als frischer beständiger Wind 
wehte. Unweit 22° N-Br besafs derselbe au einigen Tagen nur geringe Stärke, 
doch herrschte er später wieder frischer. Die polare Grenze des Passats lag 
am 16. April in der Nähe von 29,5° N-Br und 68° W-Lg. Der ganz schwach 
werdende, später sogar in Stille übergehende Wind veränderte sich dort durch 
N nach NW. Der unweit jenes Punktes 763,3 mm betragende Luftdruck hatte 
in etwa 24,5° N-Br einen höchsten Stand von 765,4 mm erreicht gehabt. Per 
letzte Theil der Reise wurde bei veränderlichen, aus westlicher Richtung vor 
herrschenden Winden zurückgelegt. Am 27. April erreichte „Jessonda“ den 
Hafen von New-York. Die Dauer der Reise betrug 95 Tage. Iu nördlicher 
Breite hatte man 28 Tage verbracht und dort: 10° N-Br in 43,5° W-Lg am 
5. April, 20° N-Br in 54,8° W-Lg am 9. April und 30° N-Br in 69,2° W-Lg am 
17. April geschnitten.
	        
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