.Eingänge von meteorologischen Journalen eie,, Juni 1S83.
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Dieselbe, welche am 30. März in 29,5° W-Lg von der südlichen zur nördlichen
Halbkugel übergegangen war, erreichte die AC««öZ-Mündung am 14. Mai. Am
Mittage des 24. April, als „ Vesta’s“ Schiffsort 34,9° N-ßr in 38,8° W-Lg war,
befand sich gleichzeitig „Salisbury“ in 34,7° N-Br und 38,1° W-Lg.
9. Reise des eisernen Elsflellier Vollschiffes „Industrie“, Kapt. J. Kireliliolf.
Am 2. Juli 1882 überschritt das von Liverpool nach Melbourne bestimmte
Vollschiff „Industrie“ den Parallel von 50° N. Dasselbe segelte von dort bei
frischen, meist aus raumer Richtung wehenden Winden, von denen es bis zum
10. Juli nach 34° N-Br in 17° W-Lg geführt wurde, südwärts. In der Nähe
dieses Punktes veränderte sich der schwach gewordene Wind, bei einem höchsten
Barometerstände von 771,0 mm, durch N nach NNE und wurde Passat. Derselbe
trat bis nach 13° N-Br hin in mäfsiger Stärke auf, wurde südlich von diesem
Parallele schwächer und endete am 21. Juli unweit 11,7° N-Br iu 24,8° W-Lg.
Südlich vom Passatgehiete wurde zunächst an einem Tage leichte östliche Mal
lung angetroffen, und nach dieser der in der Nähe von 11,5° N-Br und 24,8°
W-Lg einsotzende kräftige Westmonsun. Das Vollschift' segelte bei demselben
über B. B.-Bug, bis cs am 26. Juli nach 6,5° N-Br in 15,8° W-Lg gelangt war.
Hier wurde gewendet und auf südwestlichem Kurse am 29. Juli der Aequator in
20,7° W-Lg erreicht. Um zu diesem Punkte von 50° N-Br ab zu gelangen,
waren 27 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit hatto man: 40° N-Br
in 12,1° W-Lg am 7. Juli, 30° N-Br in 20° W-Lg am 12. Juli, 20° N-Br in
24,8° W-Lg am 17. Juli und 10° N-Br in 23,8° W-Lg am 23. Juli gekreuzt.
Im Südatlantischen Ocean begleitete der zeitweise sehr sch rale Passat
das Schiff bis nach 30,7° S-Br in 31,5° W-Lg. Erst in der Nähe dieses unge
wöhnlich weit südlich liegenden Punktes veränderte sich der Wind am 12. August
nach NE, um sich später, nachdem die Drehung nach N und W ausgeführt
worden war, für längere Zeit im westlichen Halbkreise zu halten. Iu Ueber-
einstimmung mit der so ungewöhnlich weit nach Süden verschobenen polaren
Passatgrenze war auch die allmählich erfolgende Zunahme des Luftdrucks, wie
man sich jener von Norden her näherte. Unweit 28° S-Br in 32,5° W-Lg
wurde ein höchster Barometerstand von 778,1 mm beobachtet. Am 23. August,
dem 25. bis dahin in südlicher Breite verbrachten Tage, giug и Industrie“ iu
38,9° S-Br von westlicher in östliche Länge über. Das Schiff hatte auf dem
Wege zum ersten Meridian: 10° S-Br in 34° W-Lg am 2. August, 20° S-Br
in 34° W-Lg am 8. August und 30° S-Br in 32° W-Lg am 12. August über
schritten.
Beim Verfolgen eines Ostkurses hielt „Industrie“ sich zunächst zwischen
43° und 44° S-Br. Als das tief beladene Schiff in dort angetroffenen heftigou
Stürmen aber schwer litt, wurden wieder niedriger gelegene Breiten aufgesucht.
Die Richtung der beobachteten Winde war fast stets eine westliche, und war
der Verlauf der Reise daher auch ein befriedigender. Man schnitt: 20° O-Lg in
43,4° S-Br am 27. August, 50° O-Lg in 41,7° S-Br am 5. September, 80° O-Lg
iu 41,1° S-Br am 11. September und den Meridian des Kap Leemcin in 41,1°
S-Br am 19. September. Am 26. September, 86 Tage später als 50° N-Br ver
lassen worden war, drehte „Industrie“ in Sicht des Feuers von Port Philipp
llead bei. Der heftigste Sturm, welchen das Schiff während der ganzen Reise
überstanden hatte, ereignete sich am 27. August in der Nähe von 43,5° S-Br
und 18° O-Lg. Es war ein Weststurm, bei dem der Luftdruck bis auf 735,5 mm
sank. Die durch denselben verursachten Wellen überflutheten wiederholt das ganze
Verdeck des Schiffes, rissen einen Matrosen über Bord und zertrümmerten eine
grofse Anzahl von Gegenständen. Als „Industrie“ sich am 9. September in der
Nähe von 41° S-Br und 70,5° O-Lg befand, wurde dort ein kleines vereinzeltes
Stück Treibeis gesehen.
Am 25. Januar 1883 ging „Industrie“ wieder von Melbourne aus in Scc,
um nach London zu segeln. Das Schiff verfolgte bei dem während der ersten
Tage der Reise meistens aus östlicher Richtung kommenden Winde einen süd
lichen Kurs, bis es am 30. Januar südlich von 45° S-Br gekommen war. Als
der Wind sich dort nach Westen verändert hatte, nahm die Reise des sich
später für längere Zeit zwischen 48° und 49° S-Br haltenden Schiffes einen
befriedigend raschen Verlauf. Unter mehreren beobachteten Stürmen war nur