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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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Die  drei  norwegischen  Nordmeer-Expeditionen  1876—78.

Diese  Angaben  zeigen  deutlich  einen  Einflufs  des  Klimas,  speciell  der
Wassertempcraturen,  auf  die  Verdunstung.
Die  folgende  Zusammenstellung  ergiebt:

Jahr  |  Breitenzone  ,  Strom
1  1

Ver
Tag

lunsctings
Nacht

löhe
in  24h

i  1876
j  1877
|  »
;  1878
r  ^
•  n
L-  -

i
61°—66°  N  1  Warmer
60°  —  67°  N  1
67°—-71°  N  1
69°—71 a N  Polar
70°—75°  N  Warmer
75°—80°  N  ■
72°—78°N  1  Polar

56%
j  61%
j  65%

44%
39%  |
35%  j

3/77  mm
3,05  *
!  2,94  ,
0,88  ,
2,16  ,
1-24  .
1,11  .
t

Anm.  Die  norwegische  Korvette  „NordsternCommodore  H.  J.  Müller,
hat  mit  dem  zweiten  Mohn’schen  Atmometer  (1877  und  1878)  während  einer
Kreuzfahrt  nach  Westindien  im  Winter  1878/79  täglich  Messungen  der  Verdunstung ­
  ausgeführt;  die  Berechnungen  derselben  für  den  Januar  1879  haben
eine  Verdunstungshöhe  von  7,73  mm  in  24  Stunden  ergeben,  bei  einer  Lufttemperatur ­
  von  ca  25°  und  bei  leichtem  Winde  (3-  4  m  die  Sekunde).

Aus  den  Reiseberichten  S.  M.  S.  „Carola“,  Korv.-Kapt.  Karelier. 1 )
Dem  Reisebericht  S.  M.  S.  „Carola“,  Korv.-Kapt.  (jetzt  Kapt.  •/..  See)
Karelier,  von  den  Fiji  Inseln  über  die  Neuen  Ilebriden,  Neu  Irland,  die
Admiralitäts  Inseln,  nördlich  von  Neu  Guinea,  durch  die  Bolton-  und  Salayer-Strafse
  nach  Batavia  vom  22.  Mai  bis  3.  Juli  d.  J.  entnehmen  wir  folgende
hydrographische  Notizen.
1.  Hafen  von  Suva.*)  Insel  Viti  Levu.  Fiji  Inseln.
Der  Hafen  von  Suva  ist  geräumig  und  gut;  die  Stadt  selbst,  erst  seit
Kurzem  augolegt  und  soit  einigen  Monaten  Sitz  des  Gouverneurs,  scheint  sich
schnell  zu  entwickeln;  ein  grofser  Theil  der  Kaufleute  aus  Levuka  fängt
bereits  an,  sich  hierher  zu  zieheu.  Proviant,  namentlich  frisches  Fleisch,  ist
noch  nicht  in  genügender  Quantität  stets  vorräthig.  Dagegen  sollen  stets  mindestens ­
  einige  Hundert  tons  australischo  New  Castle-Kohlen  vorhanden  sein,
welche  in  einem  Hulk  gelagert  sind.  Es  existirt  zwar  eine  kleine  Wasserleitung, ­
  welche  jedoch  nur  wenig  Wasser  liefert;  eine  gröfsere  soll  noch  gebaut
werden.
Der  Hafen  ist  mit  den  vorhandenen  Karten  leicht  auzusteuera  und  bietet
innerhalb  bei  den  genügenden  Peilungsobjekten  und  Tonnen  keine  Schwierigkeit.
Die  Anzahl  der  daselbst  bisher  vorhandenen  Tonnen  ist  bis  jetzt  um  zwei  vermehrt, ­
  auch  will  der  Hafenmeister  in  nächster  Zeit  auf  die  anderen  vorspringeuden
  Korallenflecken  ebenfalls  Tonnen  auslegcn.
Au  der  Nordspitze  des  die  Ostseite  der  Einfahrt  begrenzenden  Riffes
liegen  jetzt  statt  einer  zwei  weifse  Tonnen,  so  dafs  beim  Einlaufen  im  ganzen
drei  weifse  Touuen  an  St-B.  vorhanden  sind.  Auf  der  Westseite  der  Hafeneinfahrt ­
  ist  auf  der  au  der  Nordspitze  des  Riffes  am  weitesten  vorspringenden
5,5  m-Stelle  noch  eine  schwarze  Toune  ausgelegt  worden,  wodurch  das  Einlaufen ­
  bei  ungünstigem  Stand  der  Sonne  sehr  erleichtert  ist.
Die  nächste  schwarze  Tonne,  die  gelegt  werden  soll,  wird  ihren  Platz
auf  der  Westseite  der  Einfahrt  in  dem  kleinen  Hafen  Nai  Ngalo  Ngalo  haben,
welcher  als  Quarantaine-Hafen  für  Suva  dienen  soll.

')  S.  „Ann.  d.  Hyär.  etc.“  1882,  pag.  296,  412,  622;  1883,  pag.  277,  514.
S.  «Ann.  <1.  Hydr.  etc.*  18SO,  pag.  87  und  „South  Pacific  Directory“  1877,  pag.  C63.
            
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