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Die drei norwegischen Nordmeer-Bxpeditionen 1876—78.
diesem Zwecke, da die Zahl der Beobaektungstage eine verhältnifsmäfsig nur geringe
war und die Beobachtungen selbst über einen groisen Raum etwas spärlich ver
theilt sind, diese letzteren in Gruppen angeordnet, deren Mittelwerthe zur
Berechnung der täglichen Periode dienten. Die minutiöse Sorgfalt, mit welcher
Mohn bei der Auswahl der betreffenden Beobachtungen für die Bildung dieser
Gruppen und deren Diskussion verfuhr, — wobei er sich der Wild’schen Methode
bediente (vgl. die Temperaturverhältnisse des russischen Reiches, erste Hälfte,
pag. 9), — ist aus den in diesem Abschnitte niedergelegten Details augenfällig zu
erkennen; wir können hier hinsichtlich derselben nur auf das Originalwerk hin-
weisen und uns nur auf die Erwähnung der hauptsächlichsten Ergebnisse der
Mohn’sehen Diskussion beschränken, welche sich auf die Beobachtungen des
Luftdrucks, der Temperatur der Luft, des Dunstdrucks, der relativen Feuchtig
keit, der Geschwindigkeit des Windes und der Temperatur der Meeresoberfläche
erstreckt. Es möge zuvor noch bemerkt werden, dafs aus den korrigirten
Mittelwerthen der 24 ständigen Beobachtungen in den betreffenden ausgewählten
Gruppen die Formel für die tägliche Periode nach der Bessel'schen Methode
berechnet worden ist und zur Kontrolle nach Wild’s Vorschlag die betreffen
den Beobachtungen durch eine Freihand-Kurve dargestellt worden sind. In
den meisten Fällen stimmte diese Kurve mit der berechneten überein, in den
anderen Fällen war es sehwer zu entscheiden, welche Methode vorzuziehen sei.
Ein Vergleich beider Resultate ist für die betreffenden Elemente in den dieser
Abhandlung im Original beigegebenen 3 Tafeln I bis III graphisch dargestellt.
Eine Uebersicktskarte des ganzen von der Expedition in den drei
Sommern 1876 bis 1878 durchfahrenen Gebietes gewährt einen Ueberblick über
die Mittagsorte jedes Reisetages.
1. Luftdruck, a) 1876. Die Anzahl der Beobaehtungstage war 31,
und diese vertheilten sich auf drei Gruppen: Juni 28 — Juli 8 zwischen Christian
sund und Thorshavn (Färöer), Juli 17—26, zwischen Thonhavn und Reykjavik
(Island), August 4—13, zwischen Reykjavik und Halten an der norwegischen
Küste, im ganzen auf die von der „ Vöringen“ zwischen Norwegen und Island,
zwischen 62° und 65° N-Br durchfahrenen Strecken.
Die beiden aus der Berechnung nach der Bessel’schen Formel und
direkt aus den Beobachtungen erhaltenen Kurven stimmen sehr gut mit einander
überein. Nach der Formel ist:
Zeit des Maximum: l h 22” p. m.; Abweichung vom Tagesmittel: -f- 0,287 mm.
„ „ Minimum: 3 h 19““ a. m.; „ „ „ —0,302 mm.
Amplitude: 0,589 mm.
„ „ Tagesmittels: 7 h 13™ a. m. und 5 h 40™ p. m.
b) 1877. Die 34 Beobachtungstage vertheilten sich auf die Zeit vom
16. Juni bis 9. August und auf die Fahrten bei der Küste von Helgeland, bei
den Lofoten, nördlich von Tromsö und nach Jan Mayen und zurück, also
zwischen den Breiten von 60° und 71° Nord.
Die Berechnung nach der Bessel’seheü Formel ergiebt in naher Ueber-
einstimmung mit der aus den Beobachtungen abgeleiteten Kurve:
Zeit des Maximum: 2 h 56™ p. in.; Abweichung vom Tagesmittel: +0,245mm.
„ „ Minimum: 4 h 16“ a. m.; „ „ „ —0,303 mm.
Amplitude: 0,548 mm.
„ „ Tagesmittels: ll h 16“ a. m. und ll h 24“ p. m.
c) 1878. Die Gesammtzahl der Beobachtungstage betrug 48, in dem
Zeitraum vom 28. Juni bis 25. August und zwischen den Parallelen von 71°
und 80° Nord, von der Barents-See (Spitzbergen) bis zur Grönland-See und
zwischen Vardö, der BaVen-Insel und Hammerfest.
Die aus der Berechnung hergeleitete Kurve stimmt nahezu überein mit
der aus den Beobachtungen entworfenen. Die Berechnung ergiebt:
Zeit des Maximum: 3 h 25“ p. m.; Abweichung vom Tagesmittel: +0,210 mm.
„ „ Minimum: 5 h 48“ a. m.; „ „ „ —0,328mm.
Amplitude: 0,538 mm.
„ „ Tagesmittels: l h 26“ a. m. und 10 11 23™ a. m.