Eingänge von meteorologischen Journalen etc., ¡September 1882,
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ständig, doch fal'ste er später wieder kräftiger durch und ging dann in lang
samen 1 Drehung direkt in den NE-Passat über. Die südliche Gronzo dieses,
aus rauiuer Dichtung wehenden, kräftigen Windes läl'st sich daher mit Sicher
heit nicht angeben. Auch der letzte Theil der Reise wurde ohne Störuug
zurückgelegt. Man gelangte am 10. Februar in Sieht von der Insel Maui und
ankerte am 11. Februar im Hafen von Honolulu. Zur Vollendung der Reise
vom Kanäle her waren 129 Tage erforderlich gewesen. Im nördlichen Theile
des Grofscn Ocean3 war: 10° N-Br in 132° W-Lg am 2. Februar und 20° N-Br
in 182,8° W-Lg am 9. Februar überschritten worden. In der Nähe des Aequators
im Grofsen Ocean war vom „C. R. Biskop“ eine aufserordentlich starke West-
strömung beobachtet worden. Die Bark wurde dort auf der, zwischen 4,5° S-Br
und 5° N-Br durchsegelten, Strecke in sechs Tagen nicht weniger als 318 Sm
nach Westen versetzt. In nördlicher Breite zwischen 1,5° und 5° N-Br erfolgte
die gröfste, in zwei Etmalen 139 Sm betragende, Versetzung. Am 30. März
ging der mit Zucker beladene „C. R. Bishop a wieder in See, um nach New-
York zu segeln. Der den Anfang dieser Reise begünstigende Passat wurde iu
Lee der Iusel IJawai in gewöhnlicher Weise durch Mallung uDd Stille unter
brochen, und setzte erst, nachdem dieser Zustand einen Tag gedauert hatte
und mau südlich und frei vom Einflüsse des hohen Landes gekommen war,
wieder kräftig ein. In rascher Fahrt segelte „C. R. Biskop“ dann bis zum
5. April nach 5° N-Br und 156,2° W-Lg. Unweit dieses Punktes lief der,
gleichzeitig flau werdende, Wiud südöstlich, und lag hier anscheinend die nörd
liche Grenze des sich bis in südliche Breite ausdehnenden Stillengürtels. Am
9. April ging die Bark in 157,7° W-Lg von der nördlichen zur südlichen Halb
kugel über. Es waren bis dahin 10 Tage nach dem Antritt der Reise ver
gangen. 10° N-Br war in 157,3° W-Lg am 3. April überschritten worden.
In etwa 2,3° S-Br und 157,2° W-Lg stellte sich am 11. April der SE-
Passat ein. Während der ersten Tage frisch wehend, trat derselbe südlich von
11° S-Br in schwächerem Grade auf und endete in Stille, als man am 18. April
nach 16,3° S-Br und 160° W-Lg gekommen war. Nach dieser Windstille
blieben veränderliche Ostwinde noch für längere Zeit die vorherrschenden
Winde, und wurden Westwinde erst am 29. April, nachdem 32° S-Br in 158,5°
W-Lg überschritten worden war, angetroffen. Dieselben traten später aber
nicht in sehr günstiger und beständiger Weise auf; denn oft wehten sie stürmisch
aus hoch südlicher Richtung, und aufserdem wurden sie an mehreren Tagen
auch wieder durch südöstliche Winde unterbrochen. Am 20. Mai überstand
„Bishop“ unweit 54° S-Br eineu heftigen SW-Sturm, der das schon in früheren
Stürmen fast aller Verschanzungen beraubte Schiff zum Beidrehen zwang.
Diesem Sturme ging ganz leiser nordöstlicher Zug voran, und lief der leichte
Wind erst, nachdem der Luftdruck mit 719,6 mm seinen niedrigsten Stand er
reicht hatte, um nach Süd, aus dieser Richtung dann aber rasch bis zum Sturme
zunehmend. Derselbe wehte am heftigsten in den ihn begleitenden Hagelböen
und mäi'sigte sich erst nach zwei Tagen. Auf der zwischen 75° W-Lg und Kap
Horn liegenden Strecke wurde die Fahrt an drei Tagen durch leichten Ostwind
verzögert. Am 26. Mai, dem 57. Tage der Reise, befand sich der „C. R. Bishop“
iu der Nähe jenes Vorgebirges. Auf der Fahrt zn demselben war iu südlicher
Breite: 10° S-Br in 159° W-Lg am 14. April, 20° S-Br in 161,8° W-Lg am
22. April, 30° S-Br in 159,3° W-Lg am 28. April, 40° S-Br in 149,7° W-Lg
um 3. Mai und 50° S-Br in 108° W-Lg am 16. Mai gekreuzt worden.
Im Atlantischen Ocean, wo die zunächst angetroffenen Winde meistens
südliche Richtung hatten, überstand „6'. R. Bishop“ am 30. Mai in der Nähe
von 50,5° S-Br und 55° W-Lg einen kurzen, aber sehr heftigen Südsturm, bei
dem das Barometer bis auf 734,4 mm sank. Nach diesem Sturme traten für
längere Zeit umlaufende Westwinde auf, bei denen die Reise einen befriedigenden
Verlauf nahm. Eine Störung, jedoch keine von langer Dauer, verursachte nur
der am 6. Juni un-weit 36,5° S-Br in 37° W-Lg angetroffene stürmische, sich
von ENE nach Nord verändernde Wind. Hoch nördliche Winde wurden südlich
vom Passatgebiet nicht angetroffen. Bei einem beständig mehr als 770 mm be
tragenden Luftdrucke wehten vielmehr nördlich von 30° S-Br leichte Südwinde,
uns denen später unmittelbar der SE-Passat hervorging. Die südliche Grenze
dieses letzteren Windes schien am 12. Juni in der Nähe von 27° S-Br in 29°