Kleine hydrographische Notizen.
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Holden, dem Chef der Expedition, zu 10° 0' S-Br und 150° 15' W-Lg
bestimmt worden. Dieser Pfeiler ist auf der Insel stehen geblieben und wird
von einer Marmorplatte überragt, auf welcher sich folgeude Inschrift befindet:
„U. S. Solar Eclipse Party, May 6, 1883“. Die mit dem Passage-Instrument
festgelegte Nord—Süd-Linie ist bei der Vermessung benutzt worden.
Segelanweisung: Schiffe, welche die Uarofow-Inseln zu besuchen beab
sichtigen, müssen südwestlich oder in Lee die Inseln passiren und den Flaggen
mast, welcher zwischen den Bäumen, 40 m WNW/sW von dem Pfeiler des
Passage-Instrumentes, steht, in Sicht bringen. Derselbe ist leicht zu erkennen
und besonders bei Tage, da dann bei Annäherung eines Schiffes die englische
Flagge an demselben aufgezogen werden dürfte. Sobald der Flaggenmast
SOzO'/aO peilt und das Schiff sich in dieser Richtung dem nach See zu
steil abfallenden Riffe genähert hat, ist die Boot-Landuugastelle, nahe hei dem
auf der Karte angegebenen Anker, gleich innerhalb der Brandung zu erkennen.
Die Landungsstelle ist durch eine kleine, ungefähr 15 m tiefe Einbuchtung
in die Rifffelsen gebildet; man mufs mit dem Boot auf dem Rücken einer See
hineinrudern, und, sobald man sich innerhalb der Einbuchtung befindet, etwas
nach B-B. halten, um einige vorspringende Korallenfelsen an der St. B.-Seite
zu vermeiden. Sobald die letzteren passirt sind, kann die Landung auf dem
flachen Korallenriff ausgeführt werden. Das Riff fällt bei Niedrigwasser nicht
trocken. Die Einfahrt in die Lagune befindet sich au der Ostseite der Inseln,
dieselbe führt jedoch nieht in die Mitte der Lagune, sondern nur in eine kleine
Bucht, in welcher ein ganz kleines Fahrzeug hei sehr stillem Wetter möglicher
weise einlaufen kann.
8. Höhenwinkel von Helgoland - Feuer für Abstände von
1 — 24 Sm. In diesen Annalen 1881, pag. 699, haben wir eine kleine Tabelle
über diese Höhenwinkel mitgetheilt. Wir bringen hier nachstehende korrigirte
und vervollständigte Tabelle derselben für 4m und 9m Äugoshöhe (gemessen
über der Kimm) und für eine Entfernung bis zu 24 Sm, welche für die An-
segelung von Helgoland von Nutzen sein dürfte.
L.
Distanz
Höhen winket
bei Augeshöhe von
Distanz
Htfhemvinkel
bei Augeshöhe von
Distanz
Höhenwinkel
bei Augeshöhe von
Sm
4 m
9 m
Sm
4 in
9 m
Sm
4 tu
9m
Ö t iS
O * **
© 4 H
O t ii
O i «
o / « *3
1
1 59 58
1 53 24
9
0 12 41
0 13 31
17
0 3 6
0 4 22 lj
2
1 0 13
0 58 46
10
0 10 57
0 11 54
18
0 2 16
0 336
3
0 40 43
0 40 14
11
0 9 27
0 10 28
19
0 1 29
0 2 51 |
4
0 31 7
0 30 47
12
0 8 8
0 9 12
20
0 0 45
0 2 7 R
5
0 24 48
0 24 53
13
0 6 56
0 8 5
21
0 0 2
0 1 26 11
S fl
0 20 29
0 20 52
14
0 5 52
0 7 3
22
—0 0 39
0 0 46
1 7
0 17 15
0 17 50
15
0 5 12
0 6 7
23
- 1 0 0 7 ||
U -
0 14 44
0 15 28
16
0 3 57
0 5 13
24
— —0 0 31
9. (D. S.) Wasserhosen iui Indischen Ocean. Kapitän J. Strick er
von der Deutschen Bark „Elimbeth Rickmers“ berichtet in seinem meteoro
logischen Journal: Am 12. Mai 1883 in 27° 55' S-Br und 44° 59' O-Lg kam
gegen 8 Uhr Morgens bei sehr leichter nordwestlicher Briese eine Nebelwolke
in NW auf, an welcher ich anfänglich nichts Auffälliges entdeckte. Nachdem
diese Wolke etwa 30 Minuten in einer Höhe von etwa 45° über dem Horizont
anscheinend unbeweglich gestanden hatte, entwickelten sich jedoch aus ihr
8 Wasserhosen. Um der Gefahr einer etwaigen Berührung mit denselben aus
dem Wege zu gehen, hielt ich nach Osten ah. Es wurde aber windstill, und
eine der Hosen zog an der St. B.-Seite über unser Heck hinweg, ohne indefs
irgend welchen Schaden auzurichten. Bei dem Passiren der Wasserhose ver
breitete sich ein cigonthiimlicher Schwefelgeruch.
Ferner berichtet Kapt. A. Reinefarth vom Schiffe n Cvla a : Aiu
24. April 1883 auf 34° 35' S-Br und 26° 36' O-Lg kam um 4 Uhr Nachmittags,
während eines mäfsigen NE-Windes, von NW langsam eine dicke schwarze
Nebelwolke auf, welche so scharf begrenzt war, dafs sie anfangs wie Land
aussah. Das eine Ende der langgestreckten Wolke peilte NWzW, das andere N,
während die Breite etwa 4° bis 5° betragen mochte. Zwischen der Wolke und