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Full text : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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Kleine  hydrographische  Notizen.

sind  alle  bisher  in  dem  Flusse  Thames  stationirten  Tonnen  bis  auf  eine  eiugezogen
  und  an  deren  Stelle  stromaufwärts  bis  zu  den  Ilauraki  -  Sägemühleu
Baken  am  Flufsufer  errichtet.  Die  Baken  sind  schwarz,  2,4m  hoch  und  haben
in  der  Mitte  einen  weifsen  Ball,  aufserdem  werden  dieselben  von  einem  auf
einer  Ecke  stehenden  2,1  ш  hohen  Quadrat  überragt,  so  dafs  die  ganze  Höhe
der  Baken  4,6m  beträgt.
Sobald  man  sich  der  Flußmündung  bis  auf  ca  4  Sin  Abstand  genähert
hat,  bekommt  man  die  schwarz  und  weifs  karrirte  Ansegelungstonne,  mit  der
Aufschrift  „F'airway“,  in  Sicht;  dieselbe  mufs  man  an  B-B.  behalten  uud,  nachdem ­
  sie  passirt  ist,  die  Spitze  Opani  mit  oiner  Gruppe  Weiden  bei  Кори  in
Linie  bringen  und  darauf  zusteueru.  Dabei  pnssirt  man  die  schwarze  Swashway-Tonne
  und  die  schwarze  Sandspit-Bake  (Spiere  mit  Fafsreifen)  an  B-B.;  man
darf  jedoch  nicht  zu  nabe  an  diese  beiden  Seezeichen  Herangehen,  da  die  Sandbank ­
  an  dieser  Seito  sieh  immer  mehr  ausdehnt.  Nachdem  die  Spitze  Opani
in  einem  Abstand  vou  ca  1  Vr  Kblg  passirt  ist,  erblickt  man  eine  rothe  Tonne,
welche  man  in  einem  Abstand  von  ca  1  Kblg  an  St-B.  behalten  mufs.  Vou
dieser  Tonne  steuere  mau  nach  der  ersten  Bake  auf  dem  linken  Flufsufer,  um
von  der  Anlegebrücke  zu  Кори  frei  zu  bleiben.  Sobald  man  in  die  Nähe  dieser
Bake  gekommen  ist,  sichtet  man  eine  Bake  achteraus  und  eine  ebensolche  voraus
auf  dem  rechten  Ufer;  diese  beiden  Baken  mufs  man  in  Linie  bringen  und  in
der  Richtung  steuern,  um  im  Mitte-Fahrwasser  zu  bleiben.  Hat  man  die  vorausstehende ­
  Bake  erreicht,  so  sichtet  man  abermals  eine  Bake  achteraus  und  eine
ebensolche  voraus  am  rechten  Ufer,  auch  diese  bringe  man  in  Linie,  und
erreicht  mau  mit  diesem  Kurse  die  ¿/ампаЖг-Sägemühlen.
'7.  Uebor  die  Caroline-Inseln 1 )  hat  Lieutenant  E.  F.  Qualtrough
von  dem  V.  St.  S.  „Hartford“  Nachstehendes  berichtet  (vgl.  „Hydrographie
Notice“  No.  44,  Washington  1883).
Die  Cmdirte-Inselu,  aus  Korallen  gebildet,  sind  ein  Atoll,  in  dessen  Mitte
sich  eine  Lagune  befindet.  Dieselben  haben  die  Form  oiues  nnregelmäfsigen
läuglicheu  Ovals,  welches  sieh  in  der  Richtung  NNO—SSW  ca  5%  Sm  weit
ausdehnt;  der  Umfaug  der  äufscreu  Riffkaute  beträgt  Ca  13  Sm.  Die  gröfste
Breite  dieser  Inseln  befindet  sich  an  ihrem  südlichen  Ende  und  beträgt  daselbst
l'/iSin;  die  durchschnittliche  Breite  ist  nur  */*  Sm.  Das  Atoll  besteht  aus
oiuer  Kette  von  25  kleinen  Inseln,  welche  mit  Bäumen  und  Strauchwerk
bedeckt  sind.  Auf  der  Aufsenkaute  des  die  Inseln  umgebenden  Riffes  steht
beträchtliche  Brandung.
Durch  oder  vielmehr  über  dieses  Riff  führt  in  der  Nähe  des  südlichen
Eudes  eine  Passage  in  die  Lagune,  iu  welcher  bei  Hochwasser  genügende  Tiefe
für  Schiffsboote  vorhanden  ist.
Das  Klima  dieser  Inseln  ist  obgleich  heifs,  doch  angenehm;  die  Temperatur ­
  ist  gleiehmäfsig.  Das  Wetter,  wenn  auch  meistens  schön,  ist  zuweilen
veräudes  lieh;  gelegentlich  finden,  gröfstcntheils  des  Nachts  oder  gegen  Morgen,
plötzliche  Regenschauer  statt.  Die  vorherrschenden  Winde  in  den  Monaten
April  uud  Mai  sind  nördlich  und  östlich.  Die  Inseln  waren  zur  Zeit  der  Anwesenheit ­
  des  „HartfordE K  (April  und  Mai)  vou  7  Personen  bewohnt,  welche  die
Anpflanzung  und  Pflege  der  jetzt  1  m  hohen  Kokosnufspalmen  besorgen.  Auf
der  südlichen  lusel  stehen  zwei  Mahagoni-Bäume.
Das  auf  den  Inseln  befindliche  frische  Wasser  ist  Regenwasser,  welches,
durch  den  Saud  sickernd,  sich  im  Korallengestein  ansammelt.  Auch  sind  zwei
Brunnen  vorhanden,  einer  auf  der  südlichen  und  einer  auf  der  nördlichen  Insel.
Gezeiten.  Bei  dem  äufscreu  Riff  ist  die  Hafenzeit  4  Uhr;  die  Flutbhöbe
beträgt  bei  Springzeit  0,5  m  und  bei  Nippzeit  0,1m.  Nach  den  angestellten
Beobachtungen  konnte  kein  Unterschied  in  den  Gezeiten  innerhalb  und  aufserhalb
  der  Lagune  gefunden  werden.
Geographische  Lage.  Auf  der  südlichen  Insel  hatten  die  Amerikaner  und
Franzosen  ihre  Stationen  zur  Beobachtung  der  totalen  Sonnenfinsternifs  am
6.  Mai  1883  errichtet.  Die  geographische  Lage  des  Pfeilers,  auf  welchem  das
Passage-Instrument  der  amerikanischen  Expedition  aufgestellt  war,  ist  von

')  Vgl.  „Ami.  d.  Hydr.  etc.“  1878,  pag.  32  mit  Skizze,  und  Findlay:  „South  Рас  ific
Directory“  (1871)  pag.  660.
            
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