Vergleichende Uebersieht et«., Juni 18813.
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2. Der in der Seeuregion um fast
2 mm zu niedrige, au der Atlantischen
Küste und im Westeu ebensoviel zu
hohe mittlere Luftdruck, dessen A'er-
theilung sehr ähnlich wie im Mai war.
Die Schwankungen des Barometers
waren am gröfsten in New-England
(über 25mm).
3. Die gegen die letzten beiden
.Monate verringerte Zahl und Intensität
der Tornados, obwohl auch in diesem
Monat zerstörende Lokalstürme in
vielen Staaten auftraten.
4. Die heftigen Regen im Missouri-
Thale, wo theilweise über 200 mm und
mehr als das 1 ’/»fache der normalen
Meuge fiel, und die Regenarmuth des
gröfsereu Theiles der Westhälfte der
Union.
5. Die verheerenden Ueber-
schwemmuugeu des unteren Missouri
und des Mississippi zwischen St. Louis
und Cairo.
6. Die zu hohe Mitteltemperatur
au der Atlantischen und Paeifischen
Küste und die etwas zu niedrige im
Innern des Landes. Die Abweichung
des Monatsmittels von der Normalen
betrug:
New-England . .
Mittl. atlant. Staaten
Südl. „ „
Florida
Oestliche Golfstaaten
Westliche „
Ohio-Thal «.Tennessee
Untere Seenregion .
Obere „
Oberes Mississippi-Thal
Missouri-Thal . .
Felsengebirge, nördl.
„ mittl.
„ südl.
Südliches Plateau .
nördliche
mittlere
südliche
Pacifische j
Küste
2. Der im Osten und Süden
Centraleuropa’s um etwa 1mm zu
niedrige, im Norden aber um etwa
2mm zu hohe mittlere Luftdruck des
Mouats; derselbe betrug in Polen und
Mitteldeutschland etwa 760mm, im SW
und NW des Gebiets 762mm. Die
Schwankungen des Barometers waren
im Norden normal, im Süden etwas
gröfser als gewöhnlich.
3. Das Vorherrschen der Winde
aus W über N bis NE im nördlichen,
aus SW bis N im südlichen Central
europa; stürmisch wurde die Luft
bewegung selten.
4. Die ungewöhnliche Trockenheit
in der Nordwesthälfte Deutschlands
(wo die Regenmenge vielfach nur ‘/io
und durchschnittlich etwa nur 4 /»o der
normalen erreichte), bei beträchtlichem
Ueberschusse von Regen in den süd
östlichen Gebieten (Bayern das l’/a-
lache, Schlesien nahezu das Doppolte
der normalen Menge). Gewitter waren
ziemlich selten.
5. Die verheerenden Ueber-
fluthungen der von den Sudeten kom
menden Flüsse (besonders Bober und
Glatzer Neisse) am 19. und 20. Juni,
im Zusammenhänge mit einer ziemlich
tiefen Depression, welche in diesen
Tagen von Ungarn nach Ostpreufsen
sich fortbowegte.
6. Die im Süden zu niedrige, im
Norden zu hohe Mitteltemperatur des
Monats. Im Allgemeinen sind die
Schwankungen im Gange der Tempe
ratur gering, doch begann und schlofs
der Monat in Norddeutschland mit
4 1,3° c.
sehr heifseu und trockenen Tagen.
4- 0,7
Die mittlere Abweichung
von der
4 0,2
Normalen betrug;
4 0,3
1. Nord- 1 a. östliches .
4 0,4° C.
-• 0,2
deutsches-! b. mittleres .
4 0,5
- 0,1
Tiefland [ e. westliches .
4 0,4
- - 0,3
2. Mittel- ( a. östliches .
4 0,3
— 0,3
deutsches < b. mittleres .
4 1,2
~ 0,6
Hügelland | c. westliches .
4 0,8
- - 1,3
3 Süd- i a - Ba y crn • •
0,0
— 2,1
deutsch- b ‘ Württemberg
4 0,2
- 0,6
Tand 1 c - Raden • • •
0,0
- 1,8
ianu [ d.linksrhein.Geb.
— 0,1
4 o.i
4. Dänemark
4 0,4
4 0,5
5. Niederlande ....
4 0.3
4 0,9
| a. nördl. .
— 0,5
4 1,2
6. Oesterreich! b. mittl. .
— 0,1
4 l.o
1 c. südl. .
— 1,6
7. Schweiz
— 0,7