Stromversetzungen auf der Route von Europa nach dem Meerbusen von Guinea. 555
Als mittlere Richtung und Geschwindigkeit! der G-muca-Ströinung in den
verschiedenen Zeitabschnitten erhält mau:
1. vom 10. bis ziun 17. Juni 1S81 IS 80° 0 16 Sm im Etmal,
2. „ 25. Februar bis zum 20. März 1882 S 83° 0 IS Sm im Etmal,
3. „ 7. November bis zum 3. Dezember 1882 N 76° 0 14 Sm im Etmal.
Indessen zeigte sich die Geschwindigkeit je nach der Gegend, wo sicli das
Schiff befand, sehr verschieden. Anfänglich schwach, erreichte der Strom seine
gröfstc Stärke immer erst auf der Höhe von Kap Palmas und auf der östlicher
gelegenen Strecke, wo der SW-Wind der Guinea-Küste mit größter Regel-
mäfsigkeit auftrat. Hier betrug die durchschnittliche Versetzung etwa 30 Sm
im Etmal. Die gröfsto beobachtete Versetzung war N 87° 0 85 Sm in zwei
Tagen vom 15. bis zum 17. Juni 1881 bei Kap Palmas. Es mufs noch bemerkt
werden, dafs aus der Zeit der vollständigsten Entwickelung des SW-Monsuns
und zugleich der Guinea-Strömung, deu Monaten Juli, August und September,
keine Beobachtungen aufgeführt sind.
Witterung in Levuka auf der Insel Ovalau (Fiji-Inseln) während
der Zeit vom 5. Januar bis zum 28. Februar 1883.
(Mittheilung von der Deutschen Seeirwte.)
Kapt. II. Loose, Führer der Deutschen Bark „Canopus“, hat in Levuka
während der Zeit vom 5. Januar bis zum 28. Februar 1883 dreimal täglich —
um 6 Uhr Morgens, 12 Uhr Mittags und 6 Uhr Abends — regelrnäfsige meteoro
logische Beobachtungen angestellt, aus welchen die nachstehenden Resultate ab
geleitet worden sind.
Die zunächst folgende Tabelle enthält die in Proceuten ausgedrückte
Häufigkeit der verschiedenen Windrichtungen und die mittlere Stärke des
Windes nach der zwölftheiligen Skala.
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Wie aus dieser Tabelle ersichtlich ist, war der vorherrschendste Wind
aus SE. 70% aller Winde, über welche im Ganzen 164 Beobachtungen vor
liegen, waren aus dem östlichen Halbkreise des Horizontes und 19% aus dem
westlichen. Daneben fanden 8% veränderlicher Winde und 13% Windstillen
statt. Zur Zeit der Mittagsbeobachtung erlangte der SE-Wind seine größte
Häufigkeit. Auch die höchste mittlere Stärke aller beobachteten Winde fällt
auf diese Stunde. Die mittlere Stärke des Windes an den drei Beobachtungs
stunden zusammen beträgt 2,7, die für 6 Uhr Morgens 2,3, für 12 Uhr Mittags
3,0 und für 6 Uhr Abends 2,7. Eine tägliche periodische Aenderung des Windes
ist nicht zu erkennen. Die Windstillen waren am häufigsten zur Zeit der Morgeu-
beobachtung. Am Abend war der Wind oft veränderlich. An den regelmäfsigen