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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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Tsugar-Strafee. Japanische Inseln. 
aber es sind im Allgemeinen ungünstige Ankerplätze, so dafs dieselben nur im 
Nottifalle zu benutzen sind. Der „Flying Fish“ hat mehrere Male ca l * ft Sm 
WSW von dem Louehtthurm auf 22 m Wasser geankert, aber auch diese Stelle 
ist nicht zu empfehlen. Der Grund daselbst besteht aus Sand, grofsen Steinen 
und Felsen. Im Allgemeinen ist es mehr zu empfehlen, an der Ostseite bei dem 
Sandstrand von Siriya Yarna (Whaleback) zu ankern, wo das Wasser allmählich 
abnimmt und sich keine bis jetzt bekannten Untiefen befinden, aber es ist dabei 
doch Vorsicht uothwendig, da diese Gegend noch nicht vollständig ausgelothet 
ist. An der Westseite findet man bei Uiya Mum guten Schutz gegen alle 
Winde, mit Ausnahme derjenigen von W durch N bis NE, auf 13 bis 15m 
W assor, Sandgt'imd. 
Die Küste von Uiya ihtra bis zu der ca 11 Sm westwärts liegenden Stadt 
Aliaando JJura bildet eine Bucht, in welcher sich ein Sandstrand befindet. Land 
einwärts sind au einzelnen Stellen niedrige Abhänge von röthlicher Erde. Diese 
Küstenstrecke ist frei von Untiefen, die Wassertiefen sind regelmäfsig und man 
findet daselbst allenthalben auf 13 bis 18m Wassertiefe Ankerplätze, 
Minando Mw’a und Ohatu sind Städte, welche an der Mündung eines 
kleinen von den Bergen kommenden Flusses liegon, Dschunken sieht man 
daselbst gewöhnlich auf 18 bis 22 m Wassertiefe zu Anker liegen, welche das 
den Flufs heranterkommeude Holz cinnehmen. Bei Hochwasser und gutem 
Wetter können grofse Dschunken die Barre passiren« 
Die Küste von Minando AJura bis zu der 2 Sm entfernt liegenden Spitze 
Tor iw i Saki ist im Allgemeinen steil und felsig; hinter derselben erheben sich 
hohe dicht bewaldete Berge. Längs dieser Küstenstrecke befinden sich in 
einem greiseren Abstande als 3 Kblg keine Untiefen. 
Mithu Scma Kamke ist ein vorspringend©», grünes, 107m hohes Kap, 
welches nach See zu in dunkeln Abhängen ab lallt. 
Aku {/etwa Mum und Red Cliff sind zwei vorspringende Landspitzen, von 
denen die erstere niedrig und grün ist, während die letztere aus einem rothen 
ca 3dm hohen Abhang besteht. 
Yake Yarna Said ist ein steiles Vorgebirge, ein Ausläufer von den 
dahinter liegenden hohen Borgen. Dasselbe ist so steil abfallend, dafs man 
ohne Gefahr bis auf '/* Sm Abstand hcrangehen kann. 
Von hier erstreckt sieh die Küste bis Iko Kuma nach West und daun 
bis Tori-m Saki nach KW; sie ist im Allgemeinen felsig. 
Torirni Saki,‘) die nördlichste Spitze der Insel Nipon, ist niedrig 
und spitz auslaufeml. Ungefähr V* Sm in Nord derselben liegt eine kleine 14 m 
hohe Felseninsel, welche Omasaki heifst. Der Grund ist bis auf ca 2 Sm an 
beiden Seiten dieser Landspitze unrein und felsig. 
Untiefe»/) Singapur« Rock liegt 8 Kblg NNO vor dem höchsten Theil 
der Insel Öiiiamld; die geringste Wassortiefo auf dieser Klippe beträgt bei 
Niedrig Wasser Springzeit 2,7 m. Ungefähr 8 Kblg NWzN von Omasakt liegt eine 
Felsenstelle mit 4,6m Wasser. Die Durchfahrt /.wischen den Untiefen, der Insel 
und der Landspitze darf nur mit Booten benutzt werden. 
Die WasaeHiafen bei Tori-m Saki sind unregoltnäfsig, eine Bank mit 
weniger als 36in Tiefe erstreckt sich ungefähr 3*/a Sm nach NNW. Am 
Bande dieser Bank, besonders nord- und ostwärts, nimmt die Wassertiefe sehr 
rasch zu. Heber diese Bank und durch die Kanäle zwischen den Klippen und 
der Landspitze setzt eine östliche Strömung mit greiser Heftigkeit, wodurch 
daselbst Stromkabbcluugon, Wirbel und Sturzseen gebildet werden, welche zu 
weilen, besonders bei östlichem Winde, sehr heftig sind. 
Ungefähr 1 Sm in Ost von der Landspitze kann man aufserhalb des 
starken Stromes auf 18 bis 22m Wassertiefe ankern; aber der Grund ist da 
selbst wie in der ganzen Gegend felsig, weshalb grolse Vorsicht beim Ankern 
nothwendig ist. 
In einer Entfernung von 9 3 /i Sm SWzS von Toriwi Saki und 8 Kblg von 
der Küste entfernt liegt eine 12m hohe Klippe. Die dazwischenliegende Küste 
mit Ausnahme einer Strecke nahe bei Torim Saki ist steil und felsig und 
i) ,China Sca Direvtosy' VoJ. II pag. 380. 
•j ,>ä'.'br. !. iäcei." 1883 .So. 112,
	        
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