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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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Segelanweisung für Bahia Bianca. 
bis auf 1 Sm genähert hat, bringe man denselben ungefähr um einen halben 
Kompafsstrich nach B-B , und wenn man dann querab von ihm ist, ändere man 
den Kurs auf NNW und steuere auf die Mitte der beiden Pfähle zu, welche 
die Einfahrt des nach der Stadt Bahia Bianca führenden Fahrwassers kenn 
zeichnen. Diese Pfähle haben ungefähr eine Höhe von 9m und werden von 
Drahttauen gehalten; auf dem östlichen Pfahl befindet sich ein kleines Dreieck 
als Toppzeichen. Von hier ist die Ostseito des Fahrwassers bis querab vom 
Flusse Naposta durch Pfähle gekennzeichnet, welche in einem Abstande von 
ca 73m passirt werden müssen, um ca 4,3m bei Niedrigwasser zu behalten. 
Quer von dem Ausflüsse des Flusses Naposta befindet sich eine Barre, auf 
welcher das tiefste Wasser nur 2,1m bei Niedrigwasser beträgt. Bei Hoch 
wasser sind jedoch 5 bis 6m daselbst, und können Schiffe mit 5,8m Tiefgang 
die Barre passiren. 
Sobald man die Barre passirt hat, mufs mau das Mittefahrwasser (WzN) 
halten uud dann in genügendem Abstande von der Eisenbahn-Mole auf 5,5m 
Niedrigwasser ankern. 
Bahia Bianca ist der Name einer Stadt mit 2000 Einwohnern, welche 
ca 5 Sm in NW von dem Ausflusse des Flusses Naposta liegt. Eine Eisenbahn, 
welche diese Stadt mit Buenos Ayres verbinden soll, ist im Bau; das Ende der 
selben heifst Puerto Nuevo und liegt auf einer Mole 1 Sm WzN von dem Aus 
flusse des Flusses Naposta entfernt. Bei dieser Mole sind bei Niedrigwasser 
5,8m, und können mithin Schiffe längsseit derselben liegen; ferner ist au jeder 
Seite der Mole, in einem Abstand von ea l /$ Sm, ein guter Ankerplatz mit 
ruhigem Wasser. Ein starker Schleppdampfer ist vorhanden. 
Frisches Fleisch und anderer Proviant ist zu haben, auch kann man 
Fische mit Netzen fangen. Wild, Straufsc, Rebhühner uud eine Vogelart, welche 
Aebnlichkeit mit einem, mit einem Kamme versehenen Perlhuhn hat, befinden 
sich in der Nachbarschaft. 
Winde. Der vorherrschende Wind ist NW, aber derselbe ist nur lokaler 
Art und reicht selten bis nach See zu. Wenn der NW-Wind für einige Tage 
anhält, so ändert derselbe gewöhnlich nach SW oder SO; diese letzteren Winde 
wehen zuweilen mit grofscr Heftigkeit. Dichte Nebel uud starker Than wurden 
hei N- und NE-Winden beobachtet. 
Gezeiten. Zu Port Belgrano ist die Hafenzeit 6 Uhr; die Fluthhöhe 
beträgt bei Springzeit 4,9 in und bei Nippzeit 4 m. Die Fluthhöhe wird vielfach 
vom Winde beeinflußst; bei NW-Winden ist dieselbe niedriger und bei SE- 
Winden höher. 
Beschreibung der Häfen Jolo, Maimbun, Siassi, Bongao und 
Sandakan. Sulu-Inseln. 
(Aus den Reiseberichten S. M. Kbt. „Wolf“, Kapt.-Lieut. von Raven.) 
Hafen von Jolo. ln Bezug auf die Ansegelung von Jolo ist zu berichten, 
dafs die Insel Sulu nach der in der Karte gegebenen Vertonung: „Sulu Is. SzW 
46 Sm“ deutlich zu erkennen ist. Die Stadt Johl liegt am Fufse des westlichsten 
allein liegenden Berges. Die davor liegenden Inseln Palliagan, Babuan und 
Pangasinan, welche erst auf ca 8 Sm sichtbar werden, müssen vom Mount 
Temont.angis freigehalten werden. Hierdurch wird man eine etwaige Strom 
versetzung nach Westen oder Osten leicht feststellen können. S. M. Kbt. „ Wolf “ 
beobachtete eine westliche Stromversetzung von 1,8 Sm die Stunde. Nachts 
brennt au der Spitze der Laudungsbrücke von Jolo ein 7 Sm weit sichtbares 
rothes Hafenfeuer, Die Rhede von Jolo ist gegen NW-Winde ungeschützt. Die 
spanischen Kanonenboote gehen bei NW*Wind nach der Muntfom-Rhedo.
	        
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