Segelamvcisung fär Bahia Blanca.
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Die Bäuke in der Eiufahrt haben sich seit der Vermessung des Kapitän
Fitzroy sehr bedeutend verändert, aber dennoch ist der Plan dieses Hafens
bis zur Spitze Alta auch fernerhin zu benutzen. Von hier bis zum Flusse
Naposta, eine Entfernung von ca 9 Sin, hat sich das Fahrwasser jedoch so
sehr verändert, dafs ein Schiff mit mehr als 3m Tiefgang diesen Tkeil nicht
ohne Lotsen besuchen sollte.
Das Ilauptfahnvasser, sogenannte Gateway, nach Port Belyrano hat eiue
Tiefe von 8,7m bei Niedrigwasser; dasselbe ist vor Kurzem von der Argenti
nischen Regierung betomit worden. 1 ) Es liegen in dem Fahrwasser bis Port
Belyrano sieben Tonnen, von denen die erste, von See kommend, in 39° 13' S-Br
und 61° 37,5' W-Lg, lé'/s Sin S 17° 0 von dem Berge Hermoso entfernt, auf
9,Gm Wasser liegt. Dieses ist eine gelbe Bakentoune von 3,4m Höhe über
Wasser, mit No. 1 in schwarzer Schrift gekennzeichnet, und wird von einer
Stange mit Ball überragt. Sie ist G bis 7 Sin weit sichtbar. Die anderen
Tonnen sind roth und mit den Nummern 2 bis 7 bezeichnet.
Die beste Zeit zum Einsegeln ist nahe bei Niedrigwasser, weil daun die
Fahrwasser zwischen den Schlammbänkcn zu schon sind. Infolge der Betonnung
ist das Fahrwasser ohne Schwierigkeit aufzufinden; nur ist zu beachten, dafs
bei SE-Winden eine hohe See steht.
Bei klarer Luft, wenn die Position des Schilfes genau bekannt ist, mufs
man auf die gelbe Bakentoune zustenern; andernfalls suche man zuerst den
Berg Hermoso, an der Nordseitc von Bahia Bianca, in Sicht zu bringen. Es
ist ein kleiner, kegelförmiger, kahl aussehender Berg von 37 m Höhe mit einer
rohen Spiere am Gipfel.
Um die Ostkantc der Nord Banke zu vermeiden, mufs man die gelbe
Bakentoune dicht ari B-B. passiven und dann mit Rücksicht auf die Abtrift
NW*/VW steuern. Dieser Kurs führt von Tonne zu Tonne auf 8,7m Wasser;
die Tonnen sind alle an B-B. zu passiren.
Nachdem man die Tonne No. 4 passirt hat, bekommt man bei dem
East Gate Port das Wrack eines Schiffes in Sieht, welches früher als Feuer
schiff daselbst stationirt war, später vertrieben und gesunken ist. Da die
beiden Masten dieses Wracks noch stehen, so bilden solche eiue sehr gute
Laudmarke. Von dem Wrack peilt man den Berg Hermoso N0 3 /<0.
Von der Tonne No. 5 mufs man 27 in in NO und westlich von dem Wrack
passiren, und nachdem man dio Tonne No. 6 erreicht hat, bekommt man eine
dreifüfsige Bake auf einem Sandhügel westlich der Spitze Nameless in Sicht.
Die Peilung dieser Bake erleichtert die Navigirung, wenn die Tonne No. 7 nicht
zu sehen oder überhaupt vertrieben sein sollte. Ist man bei der Tonne No. 7
angelangt, so hat man das schmale Fahrwasser passirt und Port Belyrano
erreicht. Von hier führt ein Westkurs nach dem Hafen; zunächst ist es noth-
wendig, ungefähr 1 Sm weit läng3 dem Nordufer, in nicht weniger als 12,8m
Wasser, zu halten.
Der „Amethyst“ fand ungefähr 1 Sm unterhalb der Spitze Cigüeña und
1 Sm vom Nordufer des Hafens entfernt einen guten Ankerplatz auf 22 m
Wasser, Sand und Schlammgrund. In diesem Thoil hat der Strom eine Ge
schwindigkeit von 4 Kn die Stunde. Es empfiehlt sieh, hier beim Ankern recht
viel Kette auszustecken.
Leuchtfeuer. Auf der auf dem Berge Hermoso befindlichen Stange
brennt ein weifses festes Feuer. Dasselbe befindet sich 51,2m über der Meeres-
fiäche und ist bis 15 Sm weit sichtbar.
Fahrwasser nach dem Flusse Naposta. Nach einem Bericht des
Lieut. M. S. Beatty, von I. Br. M. S. „Rambler 1 *, mufs man von der, bei der
Spite Cigüeña liegenden Tonne No. 8 WNW nach der Tonne No. 9 steuern
und diese an B-B. passiren. Zwischen den Tonnen No. 8 und 9 liegt noch
eine kleine schwarze Tonne, welche man au St-B. behalten mufs. Von hier ab
wird das Fahrwasser bis zum Flusse Naposta schmal und gefährlich, da die
Bänke steilabfallend sind.
Von der Tonne No. 9 steuere man WzN auf den an der Nordseite des
Three fathom Creek stehenden Mast von Pa Pipa. Sobald man sich diesem Mast
l) Vgl. „Nachr. f. Secf.% 1SS2, No. 593.