accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

536

Eingänge  von  meteorologischen  Journalen  etc.,  Mai  1883.

entwickelte  sich  bald  darauf  ein  mehrere  Tage  anhaltender  SE-Wind.  Das
Gebiet  des  NE-Passats  wurde  am  30.  November  in  der  Nähe  von  26,5°  N-Br
und  128,3°  W-Lg  erreicht.  Auf  Windstille  und  bei  einem  höchsten  Barometerstand ­
  von  768,2  mm  folgte  dort  der  Passat,  welcher  später  zwischen  18°  und
11°  N-Br  seine  gröfste  Stärke  erreichte.  Zwischen  9°  und  8°  N-Br  war  der
Ostwind  au  zwei  Tagen  zum  ganz  leisen  Zuge  hcrabgesunken,  und  wurde  dadurch
allein  der  Stillengürtel  angedeutet.  Der  allmählich  etwas  frischer  werdende
südöstliche  Wind  führte  „Alma“  bis  zum  17.  Dezember  zum  Aetjuator  in
129°  W-Lg.  Der  17.  Dezember  war  der  26.  bis  dahin  auf  See  verbrachte  Tag.
Während  dieser  Zeit  hatte  man:  30°  N-Br  in  125,3°  W-Lg  am  26.  November,
20°  N-Br  in  124,7°  W-Lg  am  4.  Dezember  und  10°  N-Br  in  121°  W-Lg  am
8.  Dezember  gekreuzt.
Der  mäfsige  und  beständig  auftretende  SE-Passat  dehnte  sich  südwärts
aus  bis  nach  21°  S-ßr  in  123°  W-Lg.  Unweit  dieses  Punktes  veränderte  sich
am  26.  Dezember  der  Wind,  bei  einem  Barometerstand  von  761,8  mm,  nach  NE
und  weiter  durch  N  nach  W.  Als  28°  S-Br  überschritten  worden  war,  drehte
der  Wind  von  SSW  durch  S  nach  SE  zurück,  um  sich  daun  mehrere  Tage  im
östlichen  Halbkreise  zu  halteu.  Nachdem  vom  Winde  später  noch  zwei  ähnliche,
aber  regelmäfsiger  verlaufende  Rundläufe  nach  links  vollendet  worden  waren,
und  derselbe  südlich  von  42°  S-Br  wieder  westliche  Dichtung  angenommen
hatte,  blieb  er  westlich  und  führte  die  Bark,  ohne  nur  ein  einziges  Mal
stürmisch  zu  wehen,  bis  zum  21.  Januar  1883  zur  Länge  des  Kap  Horn.  Um
zu  derselben  vom  Abgangshafen  zu  gelangen,  waren  61  Tage  erforderlich
gewesen.  In  südlicher  Breite  waren  35  Tage  zugebracht  und  10°  S-Br  in
126,8°  W-Lg  am  22.  Dezember,  20°  S-Br  in  123,5°  W-Lg  am  25.  Dezember,
30°  S-Br  in  119,6°  W-Lg  am  2.  Januar,  40°  S-Br  in  119,4°  W-Lg  am  5.  Januar
und  50°  S-Br  iu  102,5°  W-Lg  am  13.  Januar  überschritten  worden.
Im  Südatlantischen  Oceau  nahm  die  Reise  bei  den  dort  angetroffeucn,
fast  nur  aus  westlicher  Richtung  wehenden  Winden  einen  ganz  befriedigenden
Verlauf.  Eine  Verzögerung  wurde  bewirkt  durch  die  nördlich  von  31°  S-Br
auftretenden  leichten  nördlichen  Winde,  doch  war  dieselbe,  da  sich  aus  ihnen
nach  kurzer  Zeit  der  SE-Passat  entwickelte,  nicht  von  langer  Dauer.  Am
11.  Februar  erreichte  „Alma“  unweit  27,8°  S-Br  in  26,7°  W-Lg  das  Passatgebiet. ­
  In  der  Nähe  dieses  Punktes  wurde  ein  höchster  Barometerstand  von
772,0  mm  beobachtet.  Der  nur  auf  der  zwischeu  16°  und  1°  S-Br  liegenden
Strecke  kräftig  wehende  Passat  sank  am  25.  Februar  unweit  3°  S-Br  in  32,8°
W-Lg  beinahe  zur  Windstille  herab,  und  mufste  nun  die  kurze,  noch  vorliegende
Strecke  zur  Linie  bei  ganz  leisem  Zuge  aus  SE  zurückgelegt  werden.  Am
3.  März  ging  „Alma“  in  34,4°  W-Lg  von  der  südlichen  zur  nördlichen  Halbkugel ­
  über.  Die  Bark  hatte  die  zwischen  Kap  Horn  und  Linie  Hegende  Strecke
iu  41  Tagen  zurückgelegt  und  auf  derselben:  50°  S-Br  in  53,5°  W-Lg  am
25.  Januar,  40°  S-Br  in  36°  W-Lg  am  31.  Januar,  30°  S-Br  iu  28,2°  W-Lg
am  7.  Februar,  20°  S-Br  in  29,8°  W-Lg  am  18.  Februar  und  10°  S-Br  in
31°  W-Lg  am  22.  Februar  gekreuzt.
Der  schon  von  3,2°  S-Br  iu  32,8°  W-Lg  beginnende  Stillcugürtel  dehnte
sich  aus  bis  nach  1,7°  N-Br  in  35,2°  W-Lg.  Zur  Ueberschrcitung  desselben
waren  8  Tage  erforderlich.  Nachdem  in  der  Nähe  des  letzterwähnten  Punktes
der  NE-Passat  am  5.  März  angetroffen  worden  war,  trat  derselbe  anfänglich
auch  nur  noch  sehr  schwach  auf.  Erst  nördlich  von  6°  N-Br  herrschte  er  iu
gröfserer  Stärke,  und  segelte  man  dann  bis  zum  19.  März  nach  26°  N-Br  in
42,5°  W-Lg.  Unweit  dieses  Punktes  veränderte  sich  der  Wind,  bei  einem
höchsten  Barometerstand  von  768,4  mm,  nach  Süd,  um  sich  für  beinahe  den
ganzen  noch  übrigen  Reiseabsehnitt  in  südlicher  Richtung  zu  halten.  Auf  den
Aufsengründen  verursachten  dort  angetroffene  Ostwinde  noch  wieder  oine  Verzögerung ­
  von  mehreren  Tagen,  bis  schliefslich  am  8.  April  bei  östlichem  Winde
der  Hafen  von  Queenstown  erreicht  wurde.  Zur  Vollendung  der  Reise  waren
138  Tage  erforderlich  gewesen.  Im  Nordatlantischen  Ocean  hatte  „Alma“
36  Tage  verbracht  und  dort.  10°  N-Br  in  39,8°  W-Lg  am  11.  März,  20°  N-Br
in  43°  W-Lg  am  17.  März,  30°  N-Br  in  40°  W-Lg  am  21.  März  und  40°  N-Br
in  35,5°  W-Lg  am  27.  März  überschritten.
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.